Anästhesie
[griech.anästhissía - die Nicht-Empfindung],
bezeichnet
1.
den Zustand der Unempfindlichkeit des Nervensystems im weitesten
Sinn;
2. das medizinische Verfahren zur Erzielung der Empfindungslosigkeit
des Nervensystems, v.a. bei schmerzhaften Eingriffen.
Die
Allgemein-Anästhesie. oder Narkose greift am Zentralnervensystem
an. Sie ist die Steigerung der Hypästhesie,
der Empfindungsverminderung, und steht im Gegensatz zur
Hyperästhesie, einem Zustand vermehrter Empfindlichkeit
und Schmerzhaftigkeit z. B. bei Entzündungen, und zu
Parästhesien, meist kribbelnden Missempfindungen,
die bei manchen Nervenerkrankungen (Neuropathien) vorkommen.
Narkotika
sind entweder leicht flüchtige Flüssigkeiten und
Gase (Inhalationsnarkotika, z.B. Äther, Lachgas usw.),
die eingeatmet werden, oder feste Substanzen, deren Lösungen
in die Blutbahn injiziert werden können (Injektionsnarkotika,
z.B. Abkömmlinge der Barbitursäure); sie führen
zu einem schlafähnlichen Zustand mit Bewußtlosigkeit
und zentraler Schmerzausschaltung. Lokalanästhesie
(örtl. Betäubung) nennt man die künstliche
Schmerzausschaltung (in Form einer sogenannten
Narkose) im Bereich nervaler Endapparate oder peripherer
Nerven ohne Beeinträchtigung des Bewußtseins.
Sie blockiert die Schmerzweiterleitung einer kleineren Fläche
direkt an den Nervenenden.
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