Psychosoziale
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Gesundes Österreich: Tel: 01/ 895 04 01 WAS SIND DEPRESSIONEN ? Jeder von uns erlebt Phasen, in denen er sich traurig, einsam oder unglücklich fühlt. Alltagsereignisse und unsere Reaktionen darauf können unseren Seelenfrieden gelegentlich beeinträchtigen. Solche Phasen sind ein natürlicher Teil unseres Lebens. Wenn aber eine derartige Stimmung über Wochen oder Monate anhält und es uns verwehrt, das Leben wieder aus einem natürlichen und gesunden Blickwinkel zu betrachten, dann könnte dies ein erstes Anzeichen für eine Depression sein. |
BEHANDLUNG: Heute stehen eine Reihe wirksamer Therapiemöglichkeiten für die Behandlung einer Depression zur Verfügung, und bei den meisten depressiven Patienten kann eine solche Behandlung eine deutliche Besserung mit sich bringen. Die Wahl des richtigen Therapieprogramms wird sich nach den individuellen Bedürfnissen des jeweiligen Patienten richten und wird nicht nur vom Schweregrad der Depression, sondern auch von den Präferenzen des betroffenen Patienten und der fachlichen Meinung Ihres Arztes abhängen. In manchen Fällen wird eine Kombination verschiedener Therapien den besten Nutzen bringen. In jedem Fall ist jedoch Ihr Arzt der richtige Ansprechpartner, der Sie über die verfügbaren Therapiemöglichkeiten aufklären kann und Sie beraten wird, welche Form der Behandlung für das betroffene Familienmitglied am besten geeignet sein sollte. Nachstehend sollen einige dieser Therapiemöglichkeiten kurz besprochen werden. |
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Wenn in diesem Programm der Ausdruck "Depression" verwendet wird, dann ist damit eine sogenannte "Major Depression" gemeint, eine relativ häufige Störung mit äußerst spezifischen Symptomen. Diese Symptome können deutlich ausgeprägt und lang anhaltend sein und die Funktionsfähigkeit und das geistige Wohlbefinden eines Menschen in vielfältiger Weise beeinträchtigen. Bei dieser Form der Depression wird unter Umständen eine entsprechende Therapie erforderlich sein, da sie die Fähigkeit des Betroffenen, seine Alltagsaktivitäten und Arbeiten zu verrichten und seine sozialen Kontakte zu pflegen, ernsthaft in Frage stellen kann. Im
spezifischen Sinne versteht man unter einer "Depression" eine
anhaltende Stimmungstrübung oder einen Verlust des Interesses
bzw. des Vergnügens an den meisten Tätigkeiten und Aktivitäten
für eine Zeitspanne von mindestens zwei Wochen. SYMPTOME: Wie kann man feststellen, ob jemand an Depression leidet? Das erste Anzeichen ist oft eine Veränderung im normalen Verhalten dieses Menschen. So kann zum Beispiel ein früher fröhlicher und geselliger Mensch reizbar und introvertiert werden. Er/Sie kann das Interesse an Aktivitäten verlieren, die ihm/ihr früher einmal Spaß machten, oder kann Schlaf- oder Appetitstörungen zeigen. Da jeder Mensch in sich einzigartig ist, können die Anzeichen einer Depression von Mensch zu Mensch äußerst unterschiedlich sein.
LEIDEN SIE NICHT STILL VOR SICH HIN: Sprechen Sie mit jemanden über Ihre Gefühle. Manchmal ist es schwer, diesen ersten Schritt zu setzen. Es gibt aber keinen Grund dafür, verlegen oder beschämt zu sein. Depression ist kein Zeichen der Schwäche oder ein Charakterfehler. Depression ist vielmehr eine Störung, die auf eine Behandlung gut anspricht. Ein guter Ansprechpartner wäre zum Beispiel Ihr Hausarzt, da er/sie Ihre Krankengeschichte bereits kennt und über Ihren Gesundheitzustand Bescheid weiß. Gemeinsam mit Ihrem Arzt können Sie feststellen, ob Sie an Depression leiden. Und falls dies der Fall ist, können Sie sich gemeinsam mit ihm/ihr für eine geeignete Behandlung entscheiden. |
- Psychologische Beratung Eine psychologische Beratung oder Psychotherapie (auch "Gesprächstherapie" genannt) kann bei bestimmten Patienten mit Depression besonders hilfreich sein. Tatsächlich ist eine psychologische Beratung bei manchen Menschen, die an einer leichten Form der Depression leiden, oft die einzige Behandlung, die erforderlich ist. Bei einer solchen Beratung besprechen Therapeut und Patient miteinander Erfahrungen, Beziehungen, Ereignisse und Gefühle, die für den Patienten von Bedeutung sind, um so etwaige Schwierigkeiten oder Probleme, die der Patient in verschiedenen Lebensbereichen hat, aufzuarbeiten und zu lösen. Da eine Depression auch Auswirkungen auf das Familienleben hat, könnte es ratsam sein, daß die ganze Familie in gewisser Form an der Beratung teilnimmt. Sie könnten diese Möglichkeit mit Ihrem Arzt besprechen. Zu den häufigeren, erfolgreich eingesetzten Formen der psychologischen Beratung zählen die begleitende, die kognitive, die interpersonelle und die Verhaltenstherapie. - Antidepressiva Antidepressiva können bei der Korrektur eines chemischen Ungleichgewichts helfen, das einer Major Depression zugrundeliegen kann. Heute stehen zahlreiche Antidepressiva zur Wahl. Generell wird vermutet, daß die Wirkung der Antidepressiva auf einer Verbesserung der Versorgung des Gehirns mit Neurotransmittern beruht, wodurch das chemische Gleichgewicht wiederhergestellt wird. Zu den wichtigsten Klassen der Antidepressiva zählen die selektiven Serotoninwiederaufnahmehemmer (SSRIs, "selective serotonin reuptake inhibitors"), die trizyklische Antidepressiva (TZAs"), die Monoaminoxidase-Hemmer (MAO-Hemmer) sowie verschiedene neuere Antidepressiva. Vielleicht haben Sie auch schon von Lithium gehört, das in erster Linie zur Behandlung einer Form der Depression eingesetzt wird, die man als "manisch-depressive Störung" bezeichnet. Diese Störung ist mit starken Schwankungen der Stimmungslage verbunden, wobei die Stimmung deutlich über die normalen Stimmungslage steigen (Manie) aber auch deutlich darunter fallen kann (Depression) Nur gemeinsam mit Ihrem Arzt werden Sie feststellen können, welches Antidepressivum für Sie am besten geeignet ist. Achtung: Alle Medikamente können mit Nebenwirkungen verbunden sein; wenn Sie der Meinung sind, daß die Nebenwirkungen eines bestimmten Medikaments für Sie zu störend sind, dann teilen Sie dies bitte Ihrem Arzt mit. Er/Sie wird in diesem Fall eventuell die Dosis neu anpassen oder andere Medikamente verschreiben.
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Gesundes Österreich - SIGIS
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