EPILEPSIE
Institute: Ludwig
Boltzmann Institut für Epilepsie Epilepsie
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EIAK
Elterninitiative anfallkranker Kinder |
Diagnose Viele
Menschen haben einmal in ihrem Leben irgendeine Form eines epileptischen
Anfalls. Das kann in der frühen Kindheit passieren, aber auch
später im Leben, ausgelöst durch bestimmte Umstände (etwa hohes
Fieber). Wiederholen sich diese Ereignisse, besteht allerdings
Verdacht auf Epilepsie. Um zu einer verläßlichen Diagnose zu
kommen, müssen zunächst alle anderen möglichen Ursachen für
den Anfall ausgeschlossen werden. Ursachen Ein immer größerer Teil kann als sogenannte symptomatische Epilepsien erkannt werden, das heißt, der Arzt ist in der Lage, das Hirnleiden mittels seiner Untersuchungen zu diagnostizieren und unter Umständen auch ursächlich zu behandeln. |
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Krankheiten
mit epileptischen Anfällen sind seit langem bekannt. Zahlreiche,
zum Teil irreführende Bezeichnungen wie "Die heilige Krankheit",
„Krankheit der Besessenen", „Krankheit der unsauberen Geister
und Dämonen", „Krankheit der Fallsucht" usw. wurden im Lauf
der Jahrhunderte für diese Krankheit verwendet. Diese Bezeichnungen
spiegeln die zahlreichen Vorurteile wider, mit denen Epilepsien
behaftet sind. Epilespie
ist eine häufige neurologische Erkrankung, unter der etwa 2
Prozent der Bevölkerung leiden. Charakteristisch sind wiederkehrende
Anfälle, bei denen es zu unkontrollierten elektrischen Entladungen
im Gehirn kommt. Das kann sich auf unterschiedliche Art auswirken.
Grundsätzlich gibt es generalisierte und sogenannte fokale Anfälle.
Generalisierte Anfälle betreffen das gesamte Gehirn. In den
meisten Fällen verliert der Betroffene plötzlich das Bewußtsein
und fällt unter Krämpfen zu Boden. WIE ENTSTEHT EIN EPILEPTISCHER ANFALL ? Im
Gehirn des Menschen finden sich eine Unzahl einzelner Nervenzellen.
Diese Nervenzellen sind miteinander durch zahlreiche Verbindungen
verknüpft, sie stehen in einem laufenden Kontakt miteinander.
Dieser Kontakt entsteht durch elektrische Stromstöße, die über
die Nervenbahnen ablaufen. Im normalen Gehirn des Menschen sind
Faktoren, die zu Stromstößen führen (erregende Impulse) in einem
geregelten Verhältnis zu Faktoren, die Stromstöße vermindern
(hemmende Impulse). Während eines epileptischen Anfalls ist
dieses Gleichgewicht gestört. |
Mit Fortschritten in der Medizin, zuletzt der Kernspinuntersuchung
des Gehirns, wird der Anteil der symptomatischen Epilepsien
immer größer. Solche Ursachen sind z.B. Zustände nach Hirnentzündungen,
nach Hirnverletzungen, bei Durchblutungsstörungen, bei Stoffwechselstörungen,
bei Tumoren, usw. Alles, was das Gehirn chronisch stört, kann
auch zu Epilepsien führen. BEHANDLUNG: Moderne
Medikamente erlauben heute den meisten Epileptikern, ein weitgehend
normales Leben zu führen. Der Facharzt muß für jeden individuellen
Patienten das richtige Präparat und die richtige Dosierung herausfinden.
Das kann einige Zeit dauern und mehrfachen Medikamentenwechsel
bedeuten. In der überwiegenden Mehrzahl der Fälle läßt sich
damit aber weitgehende Anfallsfreiheit erreichen. Anfallsambulanzen
in Österreich
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