Hepatitis
Liga Österreich e.V.
Liechtensteinstr.11, 1090 Wien
Tel & Fax: 01/315 27 27 und 0676/4214025
Selbsthilfegruppe
Wien/Nö/Bgld
Liechtensteinstr.11, 1090 Wien
Juliane
Rezman
Tel
& Fax: 01/315 27 27 und 0676/4214025
Ingo Rezman
E-Mail: office@hepatitis.at
Tel./Fax. (01) 315 27 27
Selbsthilfegruppe
Hepatitis Steiermark (HLÖ)
Mag. Anna Werber Post über
HLÖ
Tel. (0316) 46 54 34 oder HLÖ (01) 315 27 27
Hepatitis
Liga Österreich - Selbsthilfegruppe Kärnten
Kontakt: Selbsthilfe Kärnten,
Kempfstraße 23/3, 9021 Klagenfurt, Tel. 0463/504871
Selbsthilfegruppe Hepatitis Tirol
Werner Dag Fürstenbergweg 19 6020 Innsbruck
Tel. (0512) 29 13 17
SHG
Vorarlberg Treffen jeden 1. Donnerstag im Monat im Hotel
Krone in Dornbirn. Kontakt: Frau Liza Bassi,
Tel.: 05572/311 97, Email: liza@cable.vol.at
HPE
- Hilfe für Angehörige Psychisch Erkrankter
Bernardgasse 36/4/14 1070 Wien
Tel. 01/526 42 02 Fax. 01/526 42 02 - 200
E-mail: hpe-oesterreich@inode.at
|

VERLAUF:
Die
Leber übernimmt im gesamten Stoffwechsel sehr vielfältige und
zentrale Aufgaben (Gallenproduktion, Entgiftung und Ausscheidung
giftiger Substanzen, Bildung von Gerinnungsfaktoren...). Nach
einer Infektion mit Hepatitis-Viren kommt es zu einer Schädigung
der Leberzellen. Dies stellt wiederum ein erhebliches Problem
für den gesamten Organismus dar. Wie weit sich die Entzündung
in der Leber ausbreiten kann, hängt zum einen vom Virus-Typ,
zum anderen von der immunologischen Situation (Funktionstüchtigkeit
des Abwehrsystems) des Infizierten ab. Die Behandlungsmöglichkeiten
sind, vor allem im fortgeschrittenen Stadium der Infektion,
nur begrenzt erfolgreich. Eine Infektion mit Hepatitis-Viren
kann im weiteren Verlauf durch fortschreitenden Umbau der Leberzellen
(Leberzirrhose) zu einem Versagen der Leberfunktionen führen,
bis zur möglichen Spätfolge eines Leberzellkarzinoms (Krebserkrankung
der Leber).
PROGNOSE:
Akute Erkrankung
Die akute Erkrankung verläuft in den meisten
Fällen – unabhängig davon, von welchem Virus sie verursacht
wird – sehr ähnlich:
|
|
WAS
IST HEPATITIS?
Hepatitis
ist eine Entzündung der Leber, die verschiedene Ursachen haben
kann wie z.B. Medikamente, Alkohol, best. Stoffwechselerkrankungen
oder Autoimmunreaktionen (Reaktion des Körpers gegen körpereigene
Stoffe). Die übertragbare (= infektiöse) Hepatitis wird durch
Viren verursacht. Es gibt verschiedene Virus-Typen - die wesentlichen
Typen von Hepatitis sind: A, B und C.
Entzündliche Erkrankungen der Leber können
verursacht sein durch:
Durch
andere Giftstoffe ausgelöste Hepatitiden:
-
Vererbte Erkrankungen:
Morbus Wilson
Hämochromatose
-
Autoimmunerkrankungen:
Primär biliäre Zirrhose (PBC)
Primär sklerosierene Cholangitis (PSB)
-
Virusinfektionen:
Hepatitis A (HAV)
Hepatitis B (HBV)
Hepatitis C (HCV)
Hepatitis D (HDV)
Hepatitis E (HEV)
Hepatitis F (HFV)
Hepatitis G (HGV)
ÜBERTRAGUNG:
Hepatitis
A:
Die Hepatitis A wird auf fäkal-oralem Weg übertragen.
Insofern sind mangelhafte hygienische Verhältnisse als Hauptgefahr
zu betrachten. Die Übertragung erfolgt über die sogenannte Schmierinfektion,
beispielsweise über Kot, unsauberes Leitungswasser, Eiswürfel,
Speiseeis, Frischmilch, Salate, Fisch oder Muscheln. Die Hepatitis
A kann überall vorkommen. Häufig wird im Zusammenhang mit Urlaubsreisen,
vorzugsweise in südlichere Regionen, vor dieser Form der Hepatitis
gewarnt.
Hepatitis
B:
Parenteral:
Blut und Blutprodukte, Dialyse, Nadeltausch bei Drogenabhängigen,
Tätowierung, Akupunktur, Piercing, Maniküre, Pediküre, Rasur
beim Friseur
Sexuell:
Vaginal, oral, anal, selten durch Speichel
Mutter - Kind:
Während der Schwangerschaft, bei der Geburt von der Mutter auf
das Kind, beim Stillen auf das Kind (Zahn-)
Medizinisches Personal:
von Patienten auf medizinisches Personal, von medizinischem
Personal auf den Patienten, Übertragung durch infektiöses Material
auf Patient und Personal
Horizontal:
Durch engen Körperkontakt (wurde in Familien, Kindergärten,
Schulen und Haftanstalten beschrieben)
Hepatitis
C:
Parenteral
Sexuell
Mutter - Kind
Medizinisches Personal
SYMPTOME:
Die
Entzündung der Leber kann folgende Symptome hervorrufen, die
in allen Kombinationen vorkommen können:
Müdigkeit, Fieber, ausgeprägtes Krankheitsgefühl, Gelenksschmerzen,
Appetitlosigkeit, Übelkeit und eventuell Erbrechen, Schmerzen
im rechten Oberbauch, Dunkelfärbung des Urins, Entfärbung des
Stuhls und Gelbsucht. Bei eventuellem Verdacht unbedingt den
Arzt/Ihrer Ärztin konsultieren!
|
Sie
geht zunächst oft mit Appetitlosigkeit, Widerwillen gegen Fett
und Alkohol, mit einem allgemeinen Abgeschlagenheitsgefühl,
Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen und eventuell Schmerzen
im rechten Oberbauch einher. In dieser Phase kommt es häufig
zu einer leichten Erhöhung der Körpertemperatur und grippeähnlichen
Beschwerden; anschließend kann es zu einer
Gelbsucht kommen. Diese Krankheitsbeschwerden klingen in der
Mehrzahl der Fälle nach zwei bis sechs Wochen wieder ab. Selten
kommt es zu einem schnellen (akuten) Leberversagen. Das akute
Leberversagen ist lebensgefährlich, da wichtige Stoffwechselwege
nicht mehr funktionieren. Bei einem akuten Leberversagen ist
in der Regel die Leber so schwer geschädigt, das eine Behandlung
nur durch eine Organtransplantation möglich ist.
Chronische Infektion
Im Gegensatz zur Hepatitis A und E, die nie chronisch
verlaufen, sind für die Hepatitis B in 10%, für die Hepatitis
C in 50 - 80% chronische Verläufe bekannt. Die Hepatitis D ist
eine in unserer Region sehr seltene Zweiterkrankung bei gleichzeitig
vorhandener Hepatitis B, die dann in einem hohen Prozentsatz
chronisch verläuft. Wenn 6 Monate nach Erstinfektion anhaltend
erhöhte Leberwerte bestehen und im Blut Marker für eine anhaltende
Virusvermehrung nachweisbar sind, ist von einer chronisch verlaufenden
Hepatitis auszugehen. Die chronische Entzündung der Leber führt
bei etwa 20% der Erkrankten zu einem allmählich fortschreitenden
bindegewebigen Umbau der Leber mit zunehmendem Funktionsverlust.
Dieses Krankheitsbild wird Leberzirrhose genannt. Von den Patienten
mit Leberzirrhose entwickeln wiederum ca. 20 % Leberkrebs. Dieses
Fortschreiten der chronischen Entzündung kann durch geeignete
Behandlungsmethoden verhindert werden. Die derzeit zur Verfügung
stehenden Behandlungsmöglichkeiten werden bei den einzelnen
Hepatitisformen beschrieben.
THERAPIE:
Hepatitis
A:
Bei der akuten Hepatitis A ist keine spezielle
Therapie erforderlich. Empfohlen werden allgemeine Schonung,
evtl. Bettruhe, ausreichende Ernährung und Flüssigkeitszufuhr,
ebenso Verzicht auf Alkohol und sonstige leberschädigende Giftstoffe.
Es muss keine spezielle Diät eingehalten werden, und es sind
im Allgemeinen keine sonstigen Medikamente erforderlich. Da
das Hepatitis-A-Virus in der frühen Krankheitsphase mit dem
Stuhl ausgeschieden wird, ist die Benutzung gemeinschaftliche
Toiletten in dieser Zeit zu vermeiden. Die Erkrankung muss vom
behandelnden Arzt dem Gesundheitsamt gemeldet werden, das die
Einhaltung der Hygienevorschriften überwacht.
Hepatitis
B+Hepatitis C:
Während der akuten Phase ist in der Regel keine
spezielle Behandlung erforderlich. Manchmal werden Medikamente
zur Behandlung der allgemeinen Symptome verordnet, die aber
keinen Einfluss auf die akute Hepatitis haben. Bettruhe ist
in der akuten Erkrankungsphase erforderlich.
bei chronischer Erkrankung:
Ziel der Behandlung ist die Viruselimination und eine Verringerung
der entzündlichen Prozesse in der Leber. Zur Zeit ist die Therapie
mit Interferon und Lamivudin die einzige Behandlungsmöglichkeit.
Diese Medikamente haben nicht unerhebliche Nebenwirkungen, daher
muss der Patient über die Erkrankung und die Behandlung umfangreich
aufgeklärt werden.
Vor der Behandlung sind umfangreiche Untersuchungen von dem
behandelnden Arzt durchzuführen (u.a. Herz-Kreislauf, Lunge,
Schilddrüse, Ultraschalluntersuchung der Leber, Leberpunktion
und eine Abschätzung der physischen und psychischen Verfassung
des Patienten). Ausgeschlossen werden Patienten mit Autoimmunerkrankungen,
Patienten nach Organtransplantationen, schwangere Frauen und
Patienten mit Depressionen oder anderen Psychosen.
Quelle:
Virushepatitis Selbsthilfegpuppe
NRW e.V, Gruppe Krefeld
|