Dr.
Paul Sietzen
Facharzt fuer Dermatologie und Venerologie
Medizin Centrum Nonntal
Nonntaler Hauptstrasse 56a
A-5020 Salzburg
Tel. +43 662 831308
Fax +43 662 831308-15
E-Mail:
sietzen@aon.at
www.sietzen.at
Krampfadern
- Schönheitsfehler oder Gefahr?
Abends
sind die Beine schwer, kribbeln oder jucken, sind geschwollen
und schmerzen. Fast jeder kennt diese unangenehmen Symptome,
kaum jemand macht sich allerdings ernsthaft Gedanken über
die Ursachen.
Fast
die Hälfte aller Betroffenen sucht keinen Arzt auf, tut
die Beschwerden als Bagatellerkrankung oder Befindlichkeitsstörung
ab.
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Aktuellen
Zahlen zufolge hat etwa jeder achte Erwachsene Probleme mit
den Venen, die behandlungsbedürftig sind - Frauen sind
davon deutlich häufiger betroffen als Männer.
Therapie
Bei
beginnenden Krampfadern helfen oft leichte Massagen mit Teebaum-
oder Zitronenöl und Stützstrümpfe.
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Aber Krampfadern sind weit mehr als das. Unbehandelt können
sie zu ernsthaften gesundheitlichen Problemen, im Extremfall
zu Geschwüren an den Unterschenkeln oder zu Thrombosen
an den Unterschenkeln führen. Aus Kribbeln, Ziehen und
Schmerzen können sich nämlich gefährliche Venenerkrankungen
entwickeln. Ist der Blutfluß in den Venen verlangsamt,
kommt es zum Stau und zu Wasseransammlungen im umliegenden Gewebe.
Mit der Zeit werden die Venenwände beschädigt, was
zu Entzündungen führen kann. Besonders gefährlich
sind Beingeschwüre und Thrombosen. Löst sich solch
ein Blutgerinnsel und beginnt zu wandern, kann es zu einer lebensbedrohlichen
Lungenembolie kommen. Aber nicht nur diese gefürchteten
Komplikationen machen den Betroffenen zu schaffen, sondern auch
das kosmetische Problem. Krampfadern sind nun mal keine Zierde.
Besonders Frauen leiden unter diesem Schönheitsfehler.
Wie
entstehen Krampfadern ?
Die
Bein-Venen transportieren Blut gegen die Schwerkraft zum Herzen
zurück. Es ist verständlich, daß die Gefäße
ermüden und sich ausdehnen. Je nach Veranlagung kann das
bereits in jungen Jahren oder erst im Alter geschehen. Verschiedene
Symptome zeugen von Überlastung der Venenwände und
sich entwickelnden Venenleiden: müde,
schwere Beine, angeschwollene Knöchel, kleine rötliche
und blau-violette Äderchen, allgemeine oder ziehende Schmerzen,
Spannungsgefühl, Juckreiz, nächtliche Wadenkrämpfe
und abends anschwellende Beine. Krampfadern liegen vor, wenn
geschlängelte Venen sichtbar sind. Der Blutfluß ist
verlangsamt, das Blut staut sich, es sammelt sich Wasser im
umliegenden Gewebe. Im Laufe der Zeit nehmen auch die Venenwände
Schaden und werden anfällig für Entzündungen.
Venenleiden sind gefährliche Krankheitsherde.
So kann es zu Schwellungen, Thrombosen (Verstopfungen durch
Blutgerinnsel), höherem Herzinfarktrisiko und zu Geschwüren
("offene Beine") kommen. Venenleiden können operativ
oder mit Medikamenten behandelt werden. Auch Kompressionsstrümpfe
helfen in vielen Fällen. Wichtig ist jedoch die Vorbeugung,
z. B. durch das Training der Muskelpumpe in den
Beinen (Spazierengehen, Radfahren, Schwimmen), durch die Vermeidung
von Übergewicht oder durch das Tragen möglichst flacher
Schuhe.
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Selbstverständlich
kann man sich heutzutage auch Krampfadern operativ entfernen
Lassen, doch diesen Schritt sollten Sie nur dann wagen, wenn
ein Arzt unbedingt dazu rät. In bestimmten Fällen
ist die operative Entfernung von Krampfadern aber notwendig.
Die Auswahl der geeigneten Therapie erfordert eine präzise
Diagnostik. Das kann mit Hilfe der Venendoppleruntersuchung,
einer Röntgenkontrastmitteldarstellung der Venen (Venographie)
oder der farbcodierten Duplexsonographie geschehen. Dabei werden
erkrankte Gefäßabschnitte durch die Abtastung mit
einem Ultraschallsenor entdeckt und dargestellt. Folgende chirurgische
Eingriffe gehören heute zum Standard: Krampfaderverödung
(Sklerosierung), Entfernen kleiner Krampfadern über kleine
Schnitte ("minimal invasive Chirurgie"), Ligatur (Unterbindung)
ausgeleierter Verbindungsvenen (Perforansvenen) und Unterbindung
des Abflusses der Krampfadernhauptstämme in Leiste und
Kniekehle (Crossektomie).
Alternative
Therapiemethoden
Die
Kneipp'sche Therapie: Die moderne Kneipp-Therapie ist ein
klassisches Naturheilverfahren. Ihre Wirksamkeit ist durch verschiedene
Bereiche der Medizin untermauert und wissenschaftlich belegt.
Mit Hilfe der ganzheitlichen Therapie kann auch der Krampfaderbildung
vorgebeugt werden. Das Fortschreiten bestehender Venenerkrankungen
läßt sich verzögern. Zentrale und klassische
Säule der vom Pfarrer Sebastian Kneipp (1821-1897) entwickelten
Behandlung ist die Hydrotherapie. Beim Wassertreten wirken Temperaturreize
und die Bewegung der Beinmuskeln anregend auf die betroffenen
Adern. Durch den kalten Wasserstrahl aus dem Schlauch verengen
sich die Venen, der Bluttransport wird beschleunigt. Die gestörte
Pumpfunktion der Beinvenen läßt sich durch eine spezielle
Bewegungstherapie korrigieren.
Heilung
aus der Natur mit Hilfe verschiedener Pflanzenwirkstoffe verspricht
die Phytotherapie mittels
Phytopharmazie. Fettarme und ballaststoffreiche Ernährung
(Diätik) hilft bei der Reduzierung von Übergewicht,
einem begünstigenden Faktor für die Entstehung von
Venenleiden.
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