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der Woche
Kalenderwoche
20; 2005
Senkung
des LDL-Cholesterin-Spiegels schützt vor tödlichen Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Herz-Kreislauf-Erkrankungen
sind für fast jeden zweiten Todesfall verantwortlich,
und aufgrund von Diabetes, dem metabolischen Syndrom und Fettleibigkeit
(Adipositas)
erwarten Experten eine weitere Zunahme von Herzinfarkt und Hirnschlag.
Die Experten-Initiative
ACT (Austrian Cholesterol Screening and Treatment Program)
lässt neue Aufschlüsse über
Behandlungserfolge und Verbesserungspotentiale erwarten, und
trägt zu effizienterer
Cholesterinsenkung und geringerer Sterblichkeit von Hochrisiko-Patienten
bei.
Herz-Kreislauf-Erkrankungen
sind heute bereits für 47,6 % der Todesfälle verantwortlich und aufgrund
von Diabetes, dem metabolischen Syndrom und Fettleibigkeit (Adipositas)
erwarten Experten eine weitere Zunahme von
Herzinfarkt und Hirnschlag.
Die Experten-Iinitiative ACT (Austrian Cholesterol Screening and Treatment
Program) lässt neue Aufschlüsse über Behandlungserfolge und
Verbesserungspotentiale erwarten, und trägt zu effizienterer Cholesterinsenkung
und geringerer Sterblichkeit von Hochrisiko-Patienten bei.Mehr
Herz-Kreislauf-Erkrankungen im 21. Jahrhundert Durch
den zunehmenden Anteil der älteren Bevölkerung wird die Anzahl der Personen
mit Herz-Kreislauf-Krankheiten absolut gesehen ansteigen, sagt Univ.-Prof.
Dr. Anita Rieder, Institut für Sozialmedizin der Medizinuniversität
Wien, anlässlich der Präsentation der Experteninitiative ACT. Durch
die Zunahme von Typ-II-Diabetes, des metabolischen Syndroms und von Adipositas,
sowie auch durch den höheren Anteil an Raucherinnen im Vergleich zu vor dreißig
Jahren, könnte es in den nächsten Jahren und Jahrzehnten zu einer Zunahme
von Herz-Kreislauf-Erkrankungen kommen. "Schlechtes"
Cholesterin: Drastische Senkung lebensrettend Für
den LDL-Cholesterin-Spiegel von Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen gilt
der Grundsatz: je niedriger, desto besser, sagte der Herz-Spezialist Prof. Max
Pichler bei der Präsentation des Großprojektes ACT. So habe die aktuelle
TNT-Studie gezeigt, dass bei Patienten mit Koronarer-Herzkrankheit eine stärkere
LDL-Senkung im Vergleich zu einer leichteren die Häufigkeit von Tod, Herzinfarkt,
Reanimation nach Herzstillstand oder
Schlaganfall um beeindruckende
22 Prozent verringert. Die REVERSAL-Studie wiederum zeigte, dass starke Lipidsenkung
das Arteriosklerose-Wachstum stoppen kann. Bei Hochrisiko-Patienten werde deshalb
bereits überlegt, einen LDL-Zielwert von unter 70 Milligramm pro Deziliter
(mg/dl) - statt wie bisher 100 (mg/dl) - fest zu schreiben. ACT soll nun die Cholesterin-Behandlung
in Österreich verbessern.
"Der beste Schutz für Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist
die Senkung des LDL-Cholesterin-Spiegels. Mittlerweile lässt sich
sogar schon sagen: je niedriger, desto besser", sagte Univ.-Prof. Dr. Max
Pichler, Vorstand der Universitätsklinik für Innere Medizin II - Paracelsus
medizinische Privatuniversität Salzburg, anlässlich der Präsentation
des Großprojektes ACT ("Austrian Cholesterol Screening and Treatment
Program"). "Das gilt vor allem für Menschen, die ein erhöhtes
Risiko tragen oder einen Infarkt erlitten haben." Neue
Erfolge Erfolge stimmen zuversichtlich Beeindruckende
Ergebnisse brachte die erst kürzlich auf dem ACC-Kongress in Orlando vorgestellten
TNT-Studie ("Treating for New Targets"). Dabei wurden 10.001 klinisch
stabile Patienten mit manifester Koronarer-Herzkrankheit knapp fünf Jahre
lang entweder mit 10 Milligramm oder mit 80 Milligramm eines Blutfett-Senkers
(Atorvastatin) pro Tag behandelt. In der nach konventionellen Maßstäben
mit 10 Milligramm behandelten Gruppe sank das LDL-Cholesterin im Mittel auf 101
Milligramm/Deziliter (mb/dl), in der Gruppe mit aggressiverer Lipidsenkung wurde
ein Wert von 77 mg/dl erreicht.
Prof. Pichler: "Durch die stärkere Lipidsenkung wurde die Häufigkeit
schwerwiegender kardiovaskulärer Ereignisse, also Tod, Herzinfarkt, Reanimation
nach Herzstillstand oder Schlaganfall im Vergleich zur weniger intensiven Therapie
um 22 Prozent reduziert." REVERSAL-Studie:
Starke Lipidsenkung kann Arteriosklerose-Wachstum stoppen
Die REVERSAL-Studie ("Reversal of Atherosclerosis with Aggressive Lipid Lowering")
wiederum sollte die Frage beantworten, ob die Entwicklung der Arteriosklerose
in Koronargefäßen durch starke Cholesterinsenkung über 18 Monate
mit Atorvastatin (80 mg) günstiger beeinflusst wird als durch eine relativ
moderate Therapie (40 mg) mit einem anderen Statin (Pravastatin). Die
aktuelle Richtlinie besagt, dass bei Hochrisikopatienten zur Sekundärprävention
ein Gesamtcholesterin-Wert von 180 ml/dl erreicht werden sollte, wobei die Menge
des "schlechten" Low Density Lipoproteins (LDL) unter 100 ml/dl liegen
sollte. Prof. Pichler: "Studien, die seit Einführung dieser Richtlinie
im Jahr 2000 durchgeführt wurden, weisen allerdings darauf hin, dass auch
eine weitere LDL-Reduktion einen eindrucksvollen Vorteil für die Patienten
bringt: Bei Patienten mit einem LDL-Wert von maximal 70 ml/dl kam es zu 20 Prozent
weniger Ereignissen als bei einer Kontrollgruppe mit einem Wert von rund 100 ml/dl
LDL." Bei Patienten mit sehr hohem Risiko (z.B. etablierter Herzgefäßerkrankung
und Diabetes) werde deshalb bereits überlegt, einen Zielwert von unter 70
mg/dl für die Behandlung von Hochrisiko-Patienten fest zu schreiben. "Austrian
Cholesterol Screening and Treatment Program" 24
führenden österreichische Mediziner haben jetzt ACT, das "Austrian
Cholesterol Screening and Treatment Program" ins Leben gerufen. Dabei werden
20.000 Patienten über zwei bis drei Jahre beobachtet und erstmals stichfeste
Daten darüber erhoben, wie KHK-Patienten derzeit in Österreich behandelt
werden. ACT geht es um die Optimierung der LDL-Zielwerterreichung bei Hochrisikopatienten.
Patienten, die den angestrebten LDL-Wert nicht erreichen, sollen im Rahmen von
ACT demnach zusätzlich zu ihrer herkömmlichen Statin-Therapie Ezetimib
erhalten. LINKTIPPS:
.... Krankheitslexikon:
Bluthochdruck
.... Österreich:
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Arteriosklerose: Gefahr für Herz und Kreislauf
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