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MedNews
der Woche
Kalenderwoche 21; 2006 Österreich
und seine Demenzkranken | ||||||||||||||||
| Viele Demenzkranke haben das Glück, zu Hause von der eigenen Familie gepflegt zu werden. Dies bedeutet jedoch eine große Herausforderung für die pflegenden Angehörigen, da sie pflegerische Aufgaben leisten müssen, für die ihnen die Ausbildung fehlt. Der Aufwand für die betroffenen Familien steigt enorm, das geht oft bis an die Grenze der physischen und psychischen Belastbarkeit. Erhöhte Anfälligkeit für seelische und körperliche Erkrankungen auf Seiten der Angehörigen ist keine seltene Folge. "Die wöchentliche Pflegezeit, die Angehörige bei der Pflege von Patienten zu erfüllen haben, beträgt bei leichter Demenz 8,5, bei mittelschwerer Demenz 17,4 und bei schwerer Demenz sogar 41,5 Stunden. Diese Zeit wird den Pflegepersonen in keiner Form abgegolten. Pflegepersonen von Demenzkranken sind zu einem Drittel depressiv, auch ihre Sterblichkeit ist gegenüber der Normalbevölkerung je nach Pflegeaufwand um das bis zu siebenfache erhöht", so Schmidt. Somit verschlechtern Demenzerkrankungen nicht nur die Lebensqualität der Betroffenen, sondern auch ihrer Familien dramatisch. "Für Angehörige ist es daher ganz wichtig, sich Hilfe von Profis und Angehörigen zu suchen, denn die Pflege verwandter Demenzkranker ist eine unglaubliche emotionale und psychische Belastung. Hilfe gäbe es für Angehörige genug, man muss sie nur in Anspruch nehmen", appelliert Bieber. |
Wichtige Früherkennung
In der Früherkennung sind Hausärzte gefordert, aber auch Angehörige. In dem Moment, wo der Betroffene seltsam erscheint, sollte man mit ihm den Allgemeinmediziner aufsuchen", so Bieber. "Allgemeinmediziner nehmen eine bedeutende Rolle im Nahtstellenmanagement der Demenz-Therapie ein, denn gerade die Demenz-Problematik erfordert eine verstärkte interdisziplinäre Zusammenarbeit mit Fachärzten, Gedächtnisambulanzen, spezialisierten Betreuungseinrichtungen, pflegenden Personen, Psychologen und Psychotherapeuten sowie mobilen Diensten", ergänzt Dr. Erwin Rebhandl, Präsident der ÖGAM. Auch den Patienten in fortgeschritteneren Stadien sollte die Therapie nicht vorenthalten werden. Die medikamentöse Therapie erleichtert die Pflege und kann den Aufwand, wie in klinischen Studien belegt, um bis zu 52 Stunden im Monat reduzieren.
Erste Anzeichen der Demenz sind eine Abnahme des Erinnerungsvermögens und die Fähigkeit, klar zu denken und Zusammenhänge zu erfassen. Auch Schwierigkeiten mit gewohnten Handlungen, Sprach- und Kommunikationsprobleme, räumliche und zeitliche Orientierungsprobleme, eine eingeschränkte Urteilsfähigkeit, Probleme mit dem abstrakten Denken, Liegenlassen von Gegenständen usw. kommen hinzu.
Weitere
Informationen finden Sie unter
www.oesterreichischerpatient.at.
ÖGAM
& Verein Altern mit Zukunft
Tel.: 01-402 13 41-24
Der Österreichische Patient ist eine Initiative der Österreichischen Gesellschaft für Allgemein- und Familienmedizin (ÖGAM) und des Vereins "Altern mit Zukunft" (AmZ). Die Initiative Der Österreichische Patient setzt sich für die Gesundheit des Menschen ein: durch Vorsorge, Früherkennung und Langzeit-Betreuung von Patienten.
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