MedNews
der Woche
Kalenderwoche
5; 2008
Blutschwämmchen
und Feuermale

Sie fangen oft klein an, wachsen aber rasch: Blutschwämmchen
oder Feuermale -
meist harmlose rötliche Verfärbungen oder Flecke
auf der Haut. Obwohl es sich
dabei um gutartige Neubildungen der Blutgefäße
handelt, empfinden Betroffene sie
- vor allem im Gesicht - als kosmetisches Problem. Zur richtigen
Beurteilung -
auch um mögliche Komplikationen zu verhindern - sollten
sie möglichst frühzeitig
von einem Spezialisten begutachtet werden.
Blutschwämmchen (Hämangiome) sind die häufigsten
gutartigen Tumore (Geschwulste) im Kindesalter. Sie treten bei
etwa 2-3% aller Neugeborenen sichtbar auf, bei Frühgeborenen
liegt die Häufigkeit allerdings bei bis zu 10%. Hämangiome
können am ganzen Körper und auch an inneren Organen
auftreten. Sichtbar werden die Blutschwämmchen normalerweise
auf der Haut oder Schleimhaut, in inneren Organen oder anderen
Körperteilen fallen sie je nach Größe durch
eine Funktionsbehinderung der betroffenen Region auf oder sind
ein Zufallsbefund. In ungefähr 60% der Fälle kommen
sie aber im Kopf- bzw. Halsbereich vor.
| Bei
den gutartigen Gefäßgeschwulsten entsteht eine
Neubildung von kapillären (Kapillaren sind kleinste
Blutgefäße) Blut- und Lymphgefäßen,
die aber nicht in andere Gewebe eindringen oder gar Tochtergeschwülste
bilden. Die Wucherungen kleiner Hautgefäße führen
zu den typischen rotbläulichen Hautveränderungen,
die meist deutlich begrenzt sind.
Die
Blutschwämmchen entwickeln sich meist unmittelbar
nach der Geburt oder in den ersten Lebenswochen des Säuglings
und zeigen während der folgenden Monate oft eine
rasche Wachstumstendenz.
|
|
Viele
der Hämangiome verschwinden von selbst und haben
keinerlei körperliche Auswirkungen, die Hautveränderungen
können aber gerade bei Kindern zu seelischen Problemen
führen.
Davon
auszunehmen sind Blutschwämmchen, die in kurzer Zeit
wachsen. Solche Größenänderungen im Gesicht,
insbesondere an Nase, Lippe oder Lid, oder im Genitalbereich
müssen innerhalb kurzer Zeit behandelt werden. Meist
kann der Hautarzt die Diagnose aufgrund des Hautbefundes
sofort stellen.
|
Diagnose
& Formen
Form
und Farbe, die gute Abgrenzung zum umliegenden Gewebe und das
Beschwerdebild (schmerzhaft-schmerzlos) machen die Diagnose
für den Arzt leicht. Bei ausgedehnten Hämangiomen
oder unklarem Befund ist eine weiterführende Diagnostik
notwendig, um eine Grunderkrankung oder die Mitbeteiligung innerer
Organe auszuschließen. Die Hämangiome werden eingeteilt¹
in:
-
Kapilläres Hämangiom
-
Kavernöses
Hämangiom
-
Trauben-
bzw. beerenförmiges Hämangiom
-
Sklerosierendes
Hämangiom
-
Haemangioma
planotuberosum
-
Hämangiom
der Augenhöhle
-
Hämangiome
der Leber
Selten ist auch eine Biopsie - also die Entnahme einer Gewebeprobe
aus dem Tumor und die anschließende Untersuchung unter
dem Mikroskop - sinnvoll, um ein Hämangiom von anderen
Gefäßtumoren unterscheiden zu können.
Ein
besonderes Merkmal von Blutschwämmchen stellt die Neigung
zu starker Blutung dar. Insbesondere bei den Hämangiomen
am Unterleib kann es zu Blutungen, Geschwürbildung und
Infektionen durch Stuhlverschmutzung sowie Reibung durch Windel
oder Kleidung kommen. Je nach Auftreten der Geschwulste kann
es zu Behinderungen beim Sehen, Hören, Essen, Sprechen
und Atmen kommen.
Therapie
Viele der Hämangiome verschwinden von selbst und haben
keinerlei körperliche Auswirkungen, die kosmetischen Beeinträchtigungen
können aber vor allem bei Jugendlichen zu einer großen
seelischen Belastung werden. Deshalb und auch aufgrund der modernen
Therapieverfahren ist es häufig auch nicht ratsam, einfach
abzuwarten bis sich das Geschwulst zurückbildet, außerdem
erspart eine rechtzeitige Therapie unter Umständen spätere,
aufwändigere Operationen.
Die
Behandlung von Hämangiomen richtet sich nach ihrer Art,
ihrer Lokalisation, ihrer Ausdehnung, ihrem Verlauf und einigen
anderen Kriterien. Folgende Methoden² kommen in Betracht:
Aufgrund
der Laser- oder Kryotherapie ist das chirurgische Vorgehen in
den letzten Jahren etwas in den Hintergrund gerückt. Tiefer
gelegene Hämangiome müssen in aller Regel aber auch
heute noch operativ entfernt werden.
Feuermale
Im
Gegensatz zum Hämangiom ist das Feuermal (Naevus flammeus)
- auch bekannt als Storchenbiss - eine gutartige, angeborene
Erweiterung der kleinen Hautblutgefäße. Es kann überall
am Körper auftreten und ist bereits bei Geburt vollständig
ausgedehnt, besonders häufig kommt das Feuermal im Gesicht,
im Nacken oder an der Stirn vor. Die feinen Blutgefäße
unterhalb der Oberhaut, sind krankhaft erweitert und neigen
zu Wucherungen. Ein Feuermal zeigt kein eigenständiges
Wachstum, allerdings vergrößert es sich proportional
mit Zunahme der Körpergröße.
Feuermale
sind harmlos und bilden sich meist innerhalb der ersten Lebensjahre
spontan zurück. Bleiben sie bestehen, nehmen sie mit zunehmendem
Alter an Farbintensität deutlich zu. Der hellrote Fleck
im Säuglingsalter kann bis zur Pubertät dunkelrot
und dann im weiteren Verlauf dunkelrot bis blaurot werden. Es
besteht die Möglichkeit, Feuermale chirurgisch - mit Hilfe
von Laserstrahlen - zu entfernen. Michail Gorbatschow,
einer der bekanntesten Persönlichkeiten, die ein Feuermal
tragen, hat von der operativen Entfernung übrigens Abstand
genommen, da er nicht den Eindruck erwecken wollte, dass ihm
ästhetische Dinge wichtiger seien als die Politik.
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Quellen:
¹
Wikipedia
² meduniqa.at
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Korrupte Medizin - Ärzte als Komplizen der Konzerne
Ein Journalist wechselt seine Identität und geht
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Recherchen: Die Medizin steht unter der Kontrolle der
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machen sich zu Komplizen. Der Autor absolviert eine
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Über
die Guerilla-Methoden der Pharmafirmen, gekaufte Ärzte
und wie aus Krankheiten gigantischer Profit geschlagen
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| Hans
Weiss, Medizinjournalist und Autor ("Bittere Pillen"):
Die traurige Erkenntnis aus meiner dreijährigen Recherche:
Der Spagat zwischen medizinischer Forschung und kommerziellen
Interessen ist oftmals unüberbrückbar. Im Zwiespalt
zwischen Ethik und Geschäft siegt im Zweifel immer
das Geschäft. |
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