SHG
- Schlaganfall Kontaktperson:
Christine Tiefenbach
Canalettogasse 7/13, A-1120 Wien
Tel: 01/920-28-64
www.schlaganfallselbsthilfe.org
SHG
- Schlaganfall Forum Tirol Bezirksgruppe Lienz
Kontaktperson: Christine Moritz
Neuer Platz 13, A-9900 Lienz
SHG
- Schlaganfall Forum Tirol
c/o Univ. Klinik für Neurologie
Kontaktperson: DSA Liselotte Langebner
Anichstraße 35, A-6020 Innsbruckt
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Bild: Computertomographie
THERAPIE:
Bei
Verdacht auf einen Schlaganfall muss dringend ein Arzt gerufen
werden: Der Patient gehört ins Krankenhaus. Unter Umständen
können Stunden über den Erfolg der Therapie (Hämodilution, Fibrinolyse,
Blutdruckeinstellung) entscheiden.
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SCHLAGANFALL:
Jedes
Jahr erleiden ungefähr 20.000 Menschen in Österreich (165.000
in Deutschland) einen Schlaganfall (medizinisch: Apoplex). In
der Todesursachen-Statistik liegt die Erkrankung hinter den
Herz-Kreislauf-Erkrankungen an dritter Stelle.
DEFINITION:
Ein
Schlaganfall ist durch eine plötzliche Schädigung des Gehirns
mit daraus resultierenden neurologischen Folgeerscheinungen
gekennzeichnet. Das kann vom einfachen "Schlägle" bis hin zum
massiven Schlaganfall mit Todesfolge reichen.
URSACHEN:
In der Mehrzahl der Fälle sind Durchblutungsstörungen der Hirngefäße
die Ursache. Etwa 80 bis 85 Prozent aller Schlaganfälle
sind ischämische Hirninfarkte, die durch die Verstopfung
arterieller Gefäße im Gehirn verursacht werden. Entweder
entstehen sie schleichend durch im Alter zunehmende Verkalkung
der Arterien (Arteriosklerose) oder durch plötzliche Verschlüsse
der Blutgefäße. Seltener liegt eine Hirnblutung als Grund vor
- etwa drei Prozent aller Schlaganfälle werden durch Subarachnoidalblutungen
aufgrund angeborener oder erworbener
Aneurysmen (geplatze
Gefäße) verursacht. Risikofaktoren sind neben dem
Alter insbesondere chronischer
Bluthochdruck
oder Herzrhythmusstörungen. Letztere sind zumeist Entstehungsgrund
für Blutgerinnsel, die Gehirnarterien verstopfen können (Embolie).
SYMPTOME:
Schwindel, plötzliche Schwäche oder Gefühlsstörungen
einer Körperseite, Sehstörungen oder schlagartig auftretende,
heftige Kopfschmerzen können Warnsignale eines Schlaganfalles
sein. Die Symptome können von einer Bewußtseinstrübung begleitet
sein und treten fast immer innerhalb weniger Minuten auf.
AUSWIRKUNGEN:
Die
mangelnde Durchblutung des Gehirns und die somit fehlende Sauerstoffversorgung
hat erhebliche Folgen. Sie führt zu Gewebsschädigung bzw. zum
Absterben unterschiedlich großer Hirngebiete, was Funktionsausfälle
nach sich zieht. Liegt die Schädigung in der rechten Gehirnhälfte,
führt dies zu Lähmungen der linken Körperseite und umgekehrt.
Linksseitige Schlaganfälle beeinträchtigen häufig das auch Sprachzentrum.
Die aussagekräftigste - und daher obligatorische - diagnostische
Untersuchung ist die Computertomographie (CT). Schon nach 2-5
Stunden läßt sich der Ausfallsherd darstellen.
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Die
Therapie des ischämischen Hirninfarkts ist die Thrombolyse,
ein Verfahren, das ein Blutgerinnsel auflöst, somit ein
verstopftes Blutgefäß wieder durchgängig macht
und vom Ausfall bedrohtes Gehirngewebe retten kann. Durch eine
rechtzeitige Thrombolyse läßt sich das minderdurchblutete
Gehirngewebe vollständig regenerieren.
Das
großer Anteil der Therapie des Schlaganfalles gehört allerdings
der Nachbehandlung. Diese erfordert viel Geduld und Aufwendung
und erfolgt am besten in eigens spezialisierten Einrichtungen,
den sog. Stroke-Units. Massagen, gezielte Krankengymnastik,
logopädische Sprachübungen, Biofeedback und Ergotherapie helfen
dem Kranken, seine alten Fähigkeiten wiederzugewinnen. Vor allzu
optimistischen Hoffungen sollte man sich allerdings hüten, denn
häufig läßt sich trotz intensiver Behandlungsmaßnahmen der Gesundheitszustand
nicht wieder vollständig herstellen. Fast ein Drittel aller
Betroffenen bleibt am Ende pflegebedürftig oder auf Hilfe angewiesen.
War
ein Bluthochdruck Ursache für den Anfall, so muss dieser konsequent
behandelt werden !
PRÄVENTION:
Eine
besondere Bedeutung kommt der Bekämpfung von Risikofaktoren
zu. Hoher Blutdruck, regelmäßiges Rauchen und/oder ein erhöhtes
Cholesterin begünstigen die Wahrscheinlichkeit für einen Schlaganfall
erheblich. Ebenfalls zu den Risikopatienten gehören Übergewichtige
und Diabetiker. Nach einem Schlaganfall hat sich die Einnahme
von Acetylsalicylsäure (100-300mg pro Tag) oder Ticlopidin bewährt.
Diese Medikamente wirken auf die Blutplättchen (Thrombozyten)
ein und senken das Risiko für das erneute Entstehen eines Gefäßpropfes.
Verengungen, z.B. der großen Halsgefäße, können durch den Arzt
mit einfachen und schmerzlosen Untersuchungen in der Praxis
kontrolliert werden.
LINKTIPPS:
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