Thema
der Woche
Kalenderwoche
40; Jahr 2006
Österreich
wird immer dicker: extremes Übergewicht ist mitverantwortlich bei
Diabetes-Typ 2-Erkrankungen

Herr
und Frau Österreicher werden immer dicker! In der internationalen Rangliste
der Fettleibigkeit belegt Österreich bereits Platz sechs - nach Griechenland,
USA, Großbritannien, Deutschland und Finnland. Wenn Übergewicht
zur Fettsucht wird: Die Plattform "Die Dicke Chance" bietet Rat
und Hilfe Bewegung, richtige Ernährung, psychologische und medizinische
Betreuung als Kampfansage gegen überflüssige Kilos.
Rund
800.000 Österreicherinnen und Österreicher bringen zu viel auf die Waage,
über 80.000 sind sogar krankhaft übergewichtig. Auch der jährlich
im Auftrag des Gesundheitsministeriums erstellte "Österreichische Ernährungsbericht"
zeigt akuten Handlungsbedarf auf: 11 Prozent der Österreicher gelten als
fettleibig (Body Mass Index über 30), alarmierende 41 Prozent der ÖsterreicherInnen
leiden an Übergewicht (Body Mass Index über 25). Besonders alarmierend
ist, dass immer mehr Kinder davon betroffen sind. Mit
Maß und Ziel lässt sich den überflüssigen Kilos zu Leibe
rücken. Dabei steht nicht die Bikinifigur im Vordergrund, sondern Wohlbefinden
und Gesundheitsvorsorge. Denn Tatsache ist: Übergewichtige leiden nicht nur
an zahlreichen körperlichen Folgekrankheiten wie Diabetes oder erhöhtem
Krebs- und Herzinfarktrisiko, sondern sie sind auch in ihrer Lebensqualität
und ihrem Bewegungsspielraum stark eingeschränkt. Der soziale Druck, dem
gesellschaftlichen - schlanken - Schönheitsideal zu entsprechen, führt
oft zu großen seelischen Belastungen. Österreichweit bietet die Plattform
Die Dicke Chance mit der kostenlosen Hotline 0800-190 130 Rat und Hilfe, vermittelt
Ansprechpartner und informiert im Internet unter www.diedickechance.at.
Innerhalb
Österreichs zeigt sich ein deutliches Ost-West-Gefälle: Leiden in den
östlichen Bundesländern bis zu 13 Prozent der Menschen an therapiebedürftigem
Übergewicht, so sind es im Westen nur sechs Prozent. Spitzenreiter ist das
Burgenland wo rund 13 Prozent der Bevölkerung adipös sind. Von
Fettleibigkeit (Adipositas) spricht man bei einem
Body
Mass Index (BMI = Körpergewicht in kg, geteilt durch die Körpergröße
in Meter zum Quadrat) über 30, krankhaft ist die Fettleibigkeit ab einem
BMI von 40. Untergewicht:
< 20 Normalgewicht: 20,0 - 24,9 Übergewicht: 25,0 - 29,9 Adipositas
Grad I: 30,0 - 34,9 Adipositas Grad II: 35,0 - 39,9 Adipositas Grad III:
> 40 Behandlungsmöglichkeiten
bei krankhaftem Übergewicht Die
Behandlung von extremen Formen des
Übergewichtes
ist durch konservative Maßnahmen langfristig meist aussichtslos. Gelenksprobleme,
Rückenschmerzen, soziale Ausgrenzung und depressive Verstimmungen erschweren
die Bemühungen um sportliche Betätigung und Änderung des Essverhaltens.
Extremer Leidensdruck und ein Body Mass Index (Körpergewichts-Körpergröße-Index)
über 40 kg/m² lassen auch einen chirurgischen Eingriff (Adipositaschirurgie)
empfehlenswert erscheinen.
Übergewicht
& Diabetes Diabetes
Typ 2 hat sich in den letzten Jahren zu einem der größten medizinischen
Probleme entwickelt. Experten sind sich einig, dass im Jahr 2010 annähernd
300 Millionen Menschen weltweit betroffen sein werden. Schon jetzt nehmen die
Begleiterkrankungen und Komplikationen des Typ 2 Diabetes wie
Schlaganfall,
Bluthochdruck, Nierenversagen,
Augenveränderungen, Infektanfälligkeit, Haut- und Nervenerkrankungen,
Durchblutungsstörungen und
Herzinfarkt dramatisch
zu. Die häufigste Ursache für die epidemische Ausbreitung dieser Erkrankung
ist das Übergewicht, bedingt durch falsche und übermäßige
Ernährung sowie mangelnde Bewegung. Fazit: Eine Reduktion des Übergewichtes
ist zentral in der Behandlung des
Typ 2 Diabetes.
War
der Typ 2 Diabetes bis vor 50 Jahren fast ausschließlich bei älteren
Menschen anzutreffen (Alterszucker), so ist dieser, rapide zunehmend,
ein Problem der übergewichtigen mittleren Generation und sogar Jugendlicher.
Übergewicht und besonders krankhafte Fettleibigkeit (morbide Adipositas)
ab einem Bauchumfang von 88 cm bei Frauen und 102 cm bei Männern erhöht
das Risiko für diese Erkrankung massiv. Denn das Bauchfett ist ein hormonaktives
Gewebe und mitverantwortlich, dass der Blutzucker nicht mehr in die Körperzelle
transportiert und dort abgebaut werden kann (Insulinresistenz).
Univ.
Doz. Dr. Karl Miller, Vorstand der chirurgischen Abteilung Hallein und Präsident
der Österreichischen Gesellschaft für Adipositaschirurgie, erklärt:
Der erhöhte Blutzucker ist zusammen mit erhöhten Blutfetten ein
besonders aggressiver Verursacher von Verkalkungen kleinerer und großer
Gefäße (Atherosklerose). Dies führt zu Durchblutungsstörungen
lebenswichtiger Organe und zu den bereits genannten Folgeerkrankungen. Eine zentrale
Bedeutung in der Behandlung des Typ 2 Diabetes liegt demnach in einer Reduktion
des Übergewichtes. Aktuelle
Untersuchungen am Krankenhaus Hallein zeigten, dass 37 % der Typ 2 Diabetiker
zu Zeitpunkt der stationären Aufnahme wegen eines adipositaschirurgischen
Eingriffs noch nichts von ihrer Erkrankung wussten. Adipositaschirurgie
bedeutet je nach Verfahrenswahl einen mehr oder minder großen bauchchirurgischen
Eingriff mit entsprechenden Risiken sowie Veränderungen am Magen-Darmtrakt.
Weltweit sind das verstellbare Magenband (Gastric Banding) und die Magenumgehungsoperation
(Magenbypass) die häufigsten derartiger Operationen. Zahlreiche Untersuchungen
und klinische Studien belegen die Wirksamkeit chirurgischer Eingriffe zur Gewichtsreduktion
und der Verbesserung der diabetischen Stoffwechsellage. Weit über 80 % der
operierten Typ 2-Diabetiker mit einem Magenbypass benötigen auf lange Sicht
weder Insulin noch Medikamente zur Diabetesbehandlung, eine Verbesserung der so
genannten Insulinresistenz wird bei 99% beobachtet. Zahlreiche klinische Studien
zeigen besonders beim Magenbypass eine hohe Effektivität in der Normalisierung
der Zuckerstoffwechsellage. Entwicklung
von Diabetes Typ 2 Übermäßige
Nahrungszufuhr spielt zwar eine wesentliche Rolle, wird aber alleine nicht nur
für die Entwicklung von Diabetes verantwortlich gemacht. Nicht jeder Übergewichtige
leidet an Typ 2 Diabetes; nur etwa ein Viertel der Patienten mit einem BMI von
über 35, ist davon betroffen. Der obere Dünndarmabschnitt scheint nach
neuesten Erkenntnissen durch die Produktion verschiedener Botenstoffe (Hormone
und Enzyme) bei der Entwicklung aber auch bei der Rückbildung von Typ 2 Diabetes
mitverantwortlich zu sein. Regulationsstörungen zwischen Hunger und Sättigung
sowie Energieverbrauch sind betroffen. Wird dieser Darmabschnitt wie etwa beim
Magenbypass ausgeschaltet normalisiert sich die Insulinempfindlichkeit bereits
nach einigen Tagen. Amerikanische Studien zeigen, dass Patienten bereits nach
6 Tagen die Medikamente zur Behandlung von Diabetes reduzieren oder absetzen konnten
noch bevor ein signifikanter Gewichtsverlust einsetzte.
Vorsorge
und Prävention - Maßnahmen damit es gar nicht erst so weit kommt Gesundheit
und Wohlbefinden sind Wünsche, die in Umfragen immer an oberster Stelle zu
finden sind. Veranlagung, Umwelt, Arbeitswelt und der eigene Lebensstil haben
einen maßgeblichen Einfluss auf die Gesundheit. Dabei ist jeder Einzelne
gefordert, Verantwortung für sich zu übernehmen und Aktivitäten
zu setzen. Auch dies sollte ein Grund sein, sich mit der eigenen Gesundheit bewusst
auseinander zu setzen und zu erkennen, dass jeder Einzelne zu seinem körperlichen
Wohlbefinden beitragen muss. Es gibt viele Möglichkeiten den Organismus zu
stärken, sich wohl zu fühlen und aktiv das Leben zu bewältigen.
Kleine, aber wesentliche Veränderungen können dauerhaft Lebensenergie
steigern, Gesundheit fördern und das Risiko von Übergewicht und Zivilisationskrankheiten
(wie Herzinfarkt, Schlaganfall, Krebs) deutlich mindern. Ganzheitliches
Zusammenspiel der Maßnahmen gegen Übergewicht. Im
ganzheitlichen Sinne ist eine Kombination aus Ernährungsberatung, Bewegung
und sportmedizinischer Betreuung sowie psychologischer Begleitung oder psychotherapeutischer
Behandlung sinnvoll. Ab einem Body Mass Index von über 40 sind für manche
Betroffenen operative Behandlungsmethoden wie das verstellbare Magenband oder
der Magenbypass ein Ausweg aus der Krankheit. Effiziente Therapiekonzepte brauchen
Zeit und Geduld um den gewünschten Nutzen für die Betroffenen zu bringen
und sollten mit einem medizinischen Ansprechpartner abgeklärt werden. Multidisziplinäres
Team sorgt für beste medizinische Betreuung Bei
der Behandlung von krankhaft übergewichtigen Patienten ist Teamarbeit unbedingt
notwendig. Ebenso wie bei der Entstehung dieser Erkrankung viele Faktoren eine
Rolle spielen, so ist die Betreuung durch Internisten, Ernährungsberater,
Sportwissenschafter, Psychologen und im Falle einer Operation auch durch den Chirurg
erforderlich. Maßnahmen wie Ernährungsumstellung und regelmäßige
Bewegung sind die wichtigsten Maßnahmen in der Vorbeugung dieser epidemischen
Erkrankung. Plattform
"DIE DICKE CHANCE": Umfassende Informationen und konkrete Hilfestellungen
- kostenlose Hotline: 0800-190 130 Kontaktdaten zu zentralen Anlaufstellen
inklusive Telefonnummern, Selbsthilfegruppen-Landesstellen, Links und Infos zu
allen Partnern der Plattform sowie zu Kliniken/Adipositas-Spezialisten usw. finden
Sie im Internet unter
www.diedickechance.at..
| ***
Der aktuelle Buchtipp zum Thema *** |
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Das
neue große Weight Watchers Kochbuch Nr. 2
Ein wenig erinnert es ja an den Grand Prix D'Eurovision: Spinat-Gnocchi mit Tomatensauce,
6 Points. Was musikalisch gesehen schon hochrangig wäre, das sieht kalorienmäßig
anders aus: sechs Punkte, schon fast ein Drittel der erlaubten Tagespunkte. Spielerisch
und sehr motivierend tritt es auf, das flexible Kochbuch der Weight Watchers. Die
Einfachheit verblüfft und fasziniert gleichzeitig. Kein lästiges Kalorien
zählen mehr, kein Nachschlagen von Fett- oder Ballaststoffen. Dafür
"points, points, points". Kein strenger Diätplan, keine Kalorientabellen,
dafür abwechslungsreiche Gerichte, die sich dem individuellen Tagesablauf
anpassen das ist das Erfolgsrezept von Weight Watchers. |
| | Kundenrezension:
"Das Buch ist wirklich toll und auf jeden Fall zu empfehlen. Auch für
Leute die nicht unbedingt abnehmen wollen ist es geeignet, da die Rezepte einfach
nachzukochen und wirklich total lecker sind. Es handelt sich dabei auch um Rezepte
bei denen keiner merken würde, dass es sich um 'fettarme' und 'diätgeeignete'
Rezepte handelt, denn sie schmecken wirklich gut." | LINKTIPPS:
.... Ernährungsirrtümer
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.... Kampagne "starke Freunde" hilft Kindern bei Übergewicht
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