Thema
der Woche
Kalenderwoche
46, Jahr 2006
Kalte Füße
-
Frauen leiden häufig darunter

Ein
häufig auftretendes Phänomen: Frauen leiden unter
kalten Füßen.
Wenn die kalte Jahreszeit auf uns zukommt, fürchten sich nicht wenige
Frauen und Mädchen vor dem immer selben Problem dieser Jahreszeit. Doch
kalte Hände und kalte Füße müssen nicht sein - wir verraten
Ihnen warum vor allem Frauen betroffen sind und wie man sich dagegen schützt.
"Eisfüße"
sind unangenehm, verschrecken nicht selten den Partner beim
Kuscheln im Bett, und können - sofern nichts dagegen unternommen
wird - auch zu durchaus ernsthaften Erkrankungen z.B Unterleibserkrankungen,
Darmstörungen, einer verstärkten Anfälligkeit
gegenüber
Scheidenpilz,
Blasenkatarrh,
aber auch zu
Kopfschmerz
führen. Besonders in der kalten Jahreszeit leiden viele
Menschen unter dauerhaft kalten Füßen. Dabei lässt
sich mit gesunder Ernährung und regelmäßiger
Bewegung die Durchblutung dauerhaft in Schwung bringen. Und
für den akuten "Notfall" gibt es zahlreiche Sofortmaßnahmen,
die wir weiter unten übersichtlich aufgelistet haben.
Ursachen
Bei
Kälte verengen sich aufgrund eines Nervenreizes die Gefässe und Blut
wird vor allem in die lebenswichtigen Organe Herz und Gehirn gepumpt. Was weiter
entfernt ist - wie eben die Hände und die Füsse - bekommt somit weniger
des wärmespendenden Blutes. Kalte Hände und kalte Füße sind
bei kalter Umgebung die Folge eines normalen Schutzmechanismus unseres Körpers.
Sie sind sozusagen das Ergebnis eines komplizierten Wärmeregulationssystems.
Mit ihm sichert unser Körper die Funktion lebensnotwendiger innerer Organe
und so dem Menschen das Überleben bei Kälte. Damit vor allem der Körperkern
mit seinen lebenswichtigen Organen wie Herz, Lunge, Niere und Gehirn, mit ausreichend
Wärme (in Form von Durchblutung) versorgt werden kann, werden bei extremer
Kälte sogar Erfrierungen der nicht lebensnotwendigen Extremitäten in
Kauf genommen. Kalte
Extremitäten als Dauerzustand bedürfen allerdings einer genaueren Betrachtung:
Ursachen
für dauerhaft kalte Hände und Finger können aber auch weitere Grunderkrankungen
wie Herzfehler, Diabetes,
Schilddrüsenerkrankungen
und zu niedriger Blutdruck sein. Nervosität und Stress begünstigen zeitweilige
Gefäßverengungen ebenfalls, aber auch starkes Rauchen und Koffein fördern
Gefäßverengungen und lassen somit Hände und Füße frieren.
Mineralstoffmangel, hormonelle Umstellungen, psychischer Druck, Stress, Hektik
und Bewegungsmangel sind häufig weitere Ursachen für kalte Füße.
Flüssigkeitsmangel ist vor allem bei älteren Menschen eine häufige
Ursache für Kältegefühle. Das Blut kann nicht richtig zirkulieren,
da es eingedickt und zähflüssig ist. Dadurch verlangsamt sich der Blutfluss
in den kleinen Gefäßen. Frauen besitzen das sensiblere vegetative Nervensystem,
das stärker auf Temperaturschwankungen reagiert und leiden somit häufiger
unter kalten Füßen und Händen. Auch die vorrangige Versorgung
der Eierstöcke, die warm gehalten müssen, um die Fortpflanzung zu gewährleisten,
lässt manchmal zu wenig Wärme für die Extremitäten übrig. Wer
ständig kalte Hände oder kalte Füße hat, sollte dies unbedingt
von einem Arzt abklären lassen, denn hinter diesem Symptom können sich
schwerwiegende Krankheitsursachen verbergen. Wer immer an kalten Füßen
leidet, ist z.B. anfälliger für Infektionskrankheiten, hat ein geschwächtes
Immunsystem, da die Mund- und Nasenschleimhaut nicht über die erforderliche
Wärme verfügen um sich gegen einnistenden Bakterien zur Wehr zu setzen.
Und dauerhafte Durchblutungsstörungen, die für kalte Füße
verantwortlich sein können sind unbedingt auf ihre Ursache zu untersuchen.
Ein
besonderes Phänomen stellt das sogenannte Raynaud-Syndrom dar: diese
Engstellung der kleinen Arterien, beginnt häufig am Ende der Pubertät
Probleme zu bereiten. Dieses Phänomen zeigt sich durch anfallsartiges Weißwerden
der ganzen Hand, einzelner Finger oder Fingerkuppen. Oft reicht dabei schon allein
das Hineinfassen in einen Kühlschrank, um die schmerzhaften Symptome auszulösen.
Die Symptome können entweder ohne klaren Grund auftreten oder in Zusammenhang
mit Bindegewebs- und entzündlichen Gefässerkrankungen, rheumatischen
leiden (Polyarthritis) sowie Arteriosklerose (besonders bei älteren Menschen)
stehen. Während im ersten Fall die Symptome zwar sehr lästig, aber an
sich harmlos sind, müssen im zweiten Fall schwerwiegende Ursachen ausgeschlossen
werden. Besonders wenn die Beschwerden erstmals nach dem 35. Altersjahr auftauchen,
sollte ein Arzt befragt werden.
Tipps
gegen kalte Füße
- Wechselduschen
am Morgen bringen Kreislauf und Durchblutung auf Trab
- Meiden
Sie enge Schuhe, sie lassen keinen Platz für Luftzirkulation - die Luft zwischen
Schuhen und Füßen kann nicht mehr als Wärmepolster agieren.
- Verzichten
Sie auf enge Strümpfe und Socken, sie mindern die Durchblutung. Socken aus
Naturmaterialien sind unbedingt zu bevorzugen - Synthetik fördert Schweißfüße,
die schnell frieren können.
-
Schlagen Sie die Beine so selten wie möglich übereinander: das hemmt
ebenfalls die Blutzirkulation und den Wärmetransport.
- Regelmäßige
Zehengymnastik fördert die Durchblutung
- Verwenden
Sie Thermosohlen
- Tragen
Sie nachts weiche, wärmende Socken dann schlafen Sie mit warmen Füßen
ein.
- Saunabesuche
sind bei kälteempfindlichen Händen und Füßen ebenfalls sehr
empfehlenswert.
- Trinken
Sie ausreichend (mindestens 2 Liter/Tag).
- Reduzieren
Sie Ihren Kaffeekonsum, maximal zwei Tassen pro Tag müssen reichen.
- Hören
Sie mit dem Rauchen auf.
Ätherische Öle gegen kalte Füße
Es
gibt viele ätherische Öle, die sehr durchblutungsfördernd
wirken. In ein normal warmes Fußbad mit 35 bis 37 Grad Celsius kann man
folgende Öle geben. Nadelhölzer wie Latschenkiefer, Fichte, Tanne, Rosmarin
oder Kampfer, Pfeffer oder Ingwer,
Zimt (nur extrem verdünnt
verwenden). Von den meisten dieser Stoffe gibt es auch Salben zum Einreiben. Auch
feurige Gewürze und Saucen sind eine natürliche Medizin für
eine bessere Durchblutung. Tabasco, rote Pfeffersorten, Chilis, Paprika oder andere
scharfe Schoten verbessern nachweislich den Blutfluss. Auch Senf und Senfkörner
bringen das Blut in Wallung und regen den Kreislauf an. Zusätzlich hat dieses
Gewürz verdauungsfördernde und immunstärkende Wirkungen. Weitere
erfolgversprechende Hausmittel: -
Bürstenmassagen sind ein wirksames Mittel gegen Kalte Hände und Füße.
Sie erhöhen die Durchblutung und regen den Stoffwechsel an. - Nehmen
Sie durchblutungsfördernde Heilpflanzen ein: empfehlenswert sind vor allem
Kombinationspräparate von Knoblauch und Weißdorn (Tee oder Tropfen).
- Für einen durchblutungsfördernden Rosmarintee übergießen
Sie 1 TL Blätter mit 1 Tasse kochendem Wasser. Anschließend ziehen
lassen. Trinken Sie zweimal täglich 1 Tasse.
LINKTIPPS:
.... Kren - Wurzel mit gesunder Schärfe
.... Die Kraft der Kräuter
.... Tipps gegen schwere Beine & Venenleiden
.... Haut- & Haarpflege im Sommer
.... Pflegetipps für schöne Füsse
.... Peeling - gut für die Haut
.... Hühneraugen - Definition und Behandlung
.... Fersensporn - schmerzhafter Knochenvorsprung
.... Wellness-ABC: Alle Anwendungen im Überblick
....
Plutzer-Power - Kürbis ist gesund für Mann und Frau
.... Gesund-TV: Fernseh-Tipps zum Thema
.... hier geht's zum Archiv
|