Thema
der Woche
Kalenderwoche
51; Jahr 2006
Feiertagsspeck
einfach vermeiden

Was
wäre die Vorweihnachtszeit ohne Kekse backen und geselliges
Punschtrinken?
Und dann erst die Weihnachtsfeiertage und Silvesterfeierlichkeiten
mit mehrgängigen
Menüs und allen Köstlichkeiten dieser Welt? Diese
alteingesessenen Traditionen sind Teil
unserer Kultur und gehören im Winter einfach dazu. Hier
finden Sie ein paar Tipps,
wie Sie die gröbsten "Sünden" vermeiden
können.
Vanillekipferl
& Co - die süße Verführung
Kekse
backen bringt so richtig Weihnachtsstimmung in die eigenen vier
Wände. Einerseits hat man seine meist über Generationen
überlieferten Lieblingsrezepte und auf der anderen Seite
verführen Rezepttipps in Zeitschriften und tollen Kochbüchern
auch einmal was Neues auszuprobieren. Gönnen Sie sich die
Vielfalt, aber backen Sie eher kleine Mengen von den einzelnen
Sorten. Und damit Sie dann nicht alles alleine aufessen müssen,
verwöhnen Sie Ihre Freunde und Kollegen mit Ihren kleinen
Kunstwerken - die werden sich freuen und Sie haben einiges an
Kalorien eingespart.
Wenn
Sie selber eingeladen sind - Weihnachtsbäckerei ist und
bleibt eine Nascherei. So köstlich sie duftet und so vielfältig
sie auch am Teller liegt - achten Sie auf die Menge und versuchen
Sie nicht unkontrolliert den Teller leer zu essen. Genießen
Sie das ein oder andere Stück zum Kaffee oder Nachmittags-Tee
und bevorzugen Sie fettarme Sorten, wie z.B. Lebkuchen oder
Kokosbusserl. Eine gute Alternative sind auch Kletzen- oder
Früchtebrot. Durch die verwendeten Trockenfrüchte
enthalten diese wertvolle Mineralstoffe und viele
Ballaststoffe,
die für eine lange Sättigung sorgen.
Und
gerade zur Weihnachtszeit gilt - die Summe macht´s. Essen
Sie zu den restlichen Mahlzeiten des Tages ausreichend Obst
und Gemüse oder verzichten Sie nach einem ausgiebigen Nachmittagspunsch
mit Keksen auf das Abendessen, dann vertragen Sie auch hin und
wieder ein paar Kekse ohne Gewichtszunahme.
Weihnachten
- bekömmlich und doch köstlich
Das
weihnachtliche Festmenü besteht traditionell aus üppigen
Fleisch- oder Fischspeisen. Denken wir nur an eine knusprig
gebratene Weihnachtsgans und einen schönen "fetten"
Karpfen. Wer auf seine Gans oder Ente nicht verzichten will,
kann zumindest die fette Haut des Geflügels entfernen und
bei den Beilagen wie Rotkraut oder Kohlsprossen dafür kräftig
zugreifen. Wer mageres Fleisch bevorzugt ist auch mit Huhn,
Pute, Kalb oder Wild gut beraten.
Denken
Sie bei der Gestaltung Ihres Weihnachtsmenüs unbedingt
auch an Fisch. Die Auswahl ist groß: Forelle, Saibling,
Zander, Karpfen, Scholle, Seelachs, Kabeljau, aber auch fettreichere
Sorten wie Lachs, Makrele oder Hering sind sehr zu empfehlen.
Das in Fischen enthalte Fett ist besonders reich an mehrfach
ungesättigten Omega-3-Fettsäuren, welche die Fließeigenschaften
des Blutes verbessern und so zur Vorbeugung von
Herz-Kreislauf-Erkrankungen beitragen können. Fisch
enthält außerdem viel Vitamin D und unterstützt
in unseren Breiten gerade in den Wintermonaten den Knochenaufbau.
Beim Fisch kommt es allerdings auf die Zubereitung an - paniert
oder frittiert ist Fisch eine Kalorienbombe und schwer verdaulich.
Probieren Sie einmal eine duftige Fischsuppe mit Gewürzen
wie Safran oder Sternanis, Fischfilet mit Kräutern und
Gewürzen
gedünstet oder gebacken in der Folie/im Butterpapier oder
klassisch gegrillter Fisch mit Gemüse. Anregungen und Rezepte
dazu finden Sie in der
mediterranen
Küche.
Vorsicht
Alkohol
Alkohol macht Appetit und blockiert gemeinerweise die Fettverbrennung,
d. h. an Tagen wo Sie
Alkohol
trinken wird die über die Nahrung aufgenommene Energie
besonders gut verwertet. Außerdem liefert Alkohol selbst
zusätzlich nochmals Kalorien, welche dann wieder mühsam
eingespart werden müssen. Versuchen Sie daher den Alkoholkonsum
auf ein Minimum zu beschränken und trinken Sie zwischendurch
Leitungswasser. Das erspart auch den Kater am Morgen danach.
Greifen Sie zu kalorienärmeren Alkoholsorten: Bockbier
hat z.B. mehr Kalorien als normales Bier, Schnäpse und
Destillate sind kalorienreicher als ein gutes Glas Wein oder
Sekt.
Weihnachtsspeck
vermeiden ist nicht schwer
Die
Weihnachtszeit ist kulinarisch sehr vielseitig und mit geschickter
Auswahl können Sie bei vollem Genuss eine unerwünschte
Gewichtszunahme vermeiden. Generell gilt, je frischer und hochwertiger
die Zutaten sind, desto besser werden sie vertragen. Bekömmlicher
sind auch Speisen und Menüfolgen, wo nicht zu viel durcheinander
gegessen wird und Sie sich auf möglichst eine Eiweiß-Sorte
pro Mahlzeit konzentrieren. So gibt es z.B. am Heiligen Abend
Fisch und am Weihnachtstag Geflügel. Und denken Sie daran:
Weniger ist mehr, langsam essen und genießen schützt
vor einem überfüllten Magen. Bevor Sie Nachschlag
verlangen oder zum wiederholten Male zum Buffet schreiben -
ist wirklich noch eine Portion notwendig?
Wenn
ein opulentes Abendessen am Terminkalender steht, dann können
Sie bereits den ganzen Tag dafür Vorsorge treffen. Ein
ausgiebiges
Frühstück, keine Naschereien zwischendurch
und zu Mittag vielleicht nur eine klare Gemüsesuppe oder
ein kleines Gemüsegericht mit Reis. So können Sie
sich abends guten Gewissens zum Festtagsschmaus begeben. Am
Tag danach hilft auch ein Obst/Gemüse-Tag, Reis- oder Kartoffeltag,
um das Energiegleichgewicht wieder ins Lot zu bringen. Ebenso
empfiehlt sich ein ausgiebiger Spaziergang oder Sport, um überschüssige
Kalorien abzubauen und den Kreislauf in Schwung zu bringen.
Sie
sehen, mit einer etwas gezielteren Auswahl kann man zu Weihnachten
bei vollem Genuss getrost auch ab und zu ein ausgiebiges Festmahl
genießen - ohne schlechtes Gewissen.
Und
vergessen Sie nicht: das ganze Jahr ist entscheidend, richtiges
Übergewicht entsteht nicht in den letzten zwei Wochen des
Jahres, sondern während der 50 Wochen davor!
©
essen:z ernährung + beratung
Dr. Claudia Nichterl, 0676/400 18 04
Internet: www.essenz.at
Mail: beratung@essenz.at
Die
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