Thema
der Woche
Kalenderwoche
16; Jahr 2007
Gute
Fette, schlechte Fette

Nachdem
Öle und Fette noch bis vor wenigen Jahren generell verteufelt
wurden,
wird in der modernen Ernährungswissenschaft genau unterschieden.
Denn es kommt
nicht
so sehr darauf an wieviel Fett gegessen wird, sondern welche
Arten von Fett konsumiert werden.
Einfach
ungesättigte Fette - etwa aus Oliven- oder Avocadoöl
- sind z.B. wahre Heilsbringer für den Organismus.
Fette
im Überblick
Zuerst
muß festgehalten werden, dass Fett wichtig für den
Stoffwechsel ist une eine ganze Menge lebenswichtiger Funktionen
im Körper erfüllt. Es wird u.a. für die Absorption
der lebensnotwendigen (= essentiellen) Vitamine A, D, E und
K benötigt. Wahr ist aber auch, dass es gute (= gesunde)
und schlechte Fette gibt. Unterschieden werden:
Prinzipiell
enthalten alle Fette ungesättigte und gesättigte Fettsäuren.
Wobei tierische Fette vorwiegend gesättigte Fettsäuren
enthalten, während pflanzliche Fette meist reich an ungesättigten
Fettsäuren sind. Hühnerfett weist allerdings als tierisches
Fett relativ viel ungesättigte Fettsäuren auf, Fisch
ist überhaupt generell reich an einfach ungesättigten
Fettsäuren.
Manche
der mehrfach ungesättigten Fette können vom Körper
nicht hergestellt werden und müssen deshalb über die
Nahrung aufgenommen werden.Man spricht in diesem Zusammenhang
auch von essentiellen Fettsäuren:
Als
gute Fettsäuren gelten Omega-3-Fettsäuren (vor
allem in Fischölkonzentrat, Rapsöl und Leinöl)
und Omega-9-Fettsäuren bzw. einfach ungesättigte
Fettsäuren, wie sie vor allem in Olivenöl (fast
75%!), Kernöl, Rapsöl, Maiskeinöl, in Nüssen
(deshalb auch als
Gehirnnahrung bezeichnet) und Avocados vorkommen. Sie
dienen dem Aufbau des Gehirns, der Leitfähigkeit der Nerven,
dem Zellaufbau und der Produktion körpereigener Botenstoffe.
Diese sogenannten guten Fette erhöhen zudem den Energieverbrauch
und halten das Herz-Kreislauf-System gesund.
Bedingt
gute Fette sind Omega-6-Fettsäuren, die in erster Linie
in Sonnenblumenöl, Maisöl, Weizenkeimöl, Sojaöl
und Erdnussöl vorkommen. Sie sind weit häufiger in
unserem Speiseplan vertreten als obige Fettsäuren und sollten
im Sinne der gesundheit auf ein Verhältnis von fünf
Teilen Omega-6zu einem Teil Omega-3/ Omega-9-Fettsäure
reduziert werden. Dies deshalb, da ein Zuviel an Omega-6-Fettsäuren
die positiven Effekte anderer, gesunder Fette im Körper
wieder aufhebt.
Wenn
von "schlechten" Fetten die Rede ist, sind
vor allem gesättigte Fettsäuren - meist tierischer
Fette - gemeint. Schlecht sind sie deshalb, da sie das Risiko
der
Aterienverkalkung
(Arteriosklerosde)
steigern und zu einem Anstieg
des gesundheitsgefährdenden
LDL-Cholesterins
führen.
Die
"guten" Omega-3-Fette gelten hingegen als wahre Wunderwaffe
gegen
Herzinfarkt
und
Schlaganfall,
da sie das Blut fließfähiger machen und dazu beitrage
das LDL-Cholesterin zu senken.
Empfehlungen
Ohne
dass es uns wirklich bewußt ist, nehmen wir tagtäglich
meist mehr Fett zu uns als nötig. Viele Fette verstecken
sich in Snacks und Fertigprodukten, aber auch in Backwaren und
Fast Food, die wiederum viel gehärtetes Fett und somit
die - gesundheitlich - besonders ungünstige
Transfettsäuren
enthalten.
Die
Grundregel lautet: Reduzieren Sie den Verzehr von gesättigten
Fettsäuren (Schweinefleisch, Rindfleisch, Eigelb, Butter)
und greifen Sie lieber öfter zu Fisch und Geflügel
(Achtung: die - zugegeben schmackhafte - Haut ist sehr Fett).
Verwenden Sie stattdessen Fette und Öle, die reichlich
ungesättigte Fettsäuren enthalten, z.B. Rapsöl
oder Oliven-, Avocado- und Sojaöl.
Gehärtete Fette, also Streichfett und Margarine sollten
- wegen der Transfettsäuren - sehr sparsam zum Einsatz
kommen. Achten Sie dabei auch auf Fertigprodukte (Suppen, Saucen)
und industrielle Backwaren, die oftmals ein hohes Maß
an gehärteten Fetten enthalten.
Zur
Orientierung: 1 Gramm (g) Fett enthält 9 Kilokalorien (kcal).
Sie sollten unter keinen Umständen mehr als 25% (optimal:
15-20%) Ihrer Gesamtkalorienzahl durch Fett decken. Dieses sollte
sich wiederum folgendermaßen zusammensetzen: 1/3 gesättigte,
1/3 einfach ungesättigte und 1/3 mehrfach ungesättigte
Fettsäuren.
Ernährungstipp
-
2 bis 3 mal Fisch pro Woche
- 2 bis 3 mal Fleisch pro Woche, davon möglichst oft Geflügel
- verwenden Sie Oliven-, Raps, und Avocadoöl möglichst
häufig zum Kochen (können auch erhitzt werden)
Führen
Sie keine fettfreien Diäten ohne ärztliche Unterstützung
durch, denn durch das Fehlen von essentiellen Fettsäuren
können wichtige körpereigene Substanzen nicht mehr
gebildet werden und so zu Infektionsanfälligkeit, Hautveränderuingen
und
Haarausfall
führen kann.
LINKTIPPS:
.... Österreichische Gesellschaft für Ernährung
.... Kennen Sie Ihre Cholesterin-Werte?
.... Diäten im Test
.... Vorsicht, Fett-Fallen!
....
Metabolic Balance® Ernährungsprogramm
.... Mohn - graues Gold aus dem Waldviertel
.... Kindererlebensmittel - schau genau!
....
Metabolic Balance® Tagebuch
....
Lebensmittelkennzeichnung: Inhaltsstoffe verstehen
.... Entsäuern - Säure-Basen-Gleichgewicht halten
.... Fit nach den Feiertagen - weg mit dem Festtagsspeck
.... Gesund-TV: Fernseh-Tipps zum Thema
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