Thema
der Woche
Kalenderwoche
23; Jahr 2007
Jugendliche
& Sexualität:
Romantik und Zärtlichkeit statt
wilde Partys und Highlife

Jugendliche stehen auf Romantik und Zärtlichkeit. Dabei
steht Qualität vor Quantität:
Die jungen Österreicher haben weniger oft Sex, sind dafür
aber mit mehr Ausdauer bei der Sache.
Zu diesem Ergebnis kommt der neue Durex Sexual Wellbeing Global
Survey.
Mehr als 26.000 Menschen in 26 Ländern (darunter auch Österreich)
haben an der größten Studie
ihrer Art teilgenommen und Fragen zum Thema sexuelles Wohlbefinden
beantwortet.
Mit
der ersten weltweiten Studie zum sexuellen Wohlbefinden (SWGS)
geht Durex weit über die Tradition seiner bisherigen renommierten
Untersuchungen hinaus. Erstmals wurde neben physischen
Eigenschaften zum Thema Sex (wie z.B. Häufigkeit
und Dauer) auch physische Determinanten und soziologische Einflussfaktoren
berücksichtigt. Um der enormen Datenmenge und Themenvielfalt
gerecht zu werden, veröffentlicht Durex über einen
Zeitraum von ca. 18 Monaten weitere Teilstudien mit interessanten
Ergebnissen zur sexuellen Zufriedenheit, sexuellen Experimentierfreude,
körperlichem Genuss, emotionalen Aspekten von Sex, dem
Ersten Mal und sexueller Aufklärung.
Das
Erste Mal prägt
Das
berühmte
Erste
Mal hat einen entscheidenden Einfluss auf das spätere
Sexualleben, so die Ergebnisse der aktuellen Studie. Weltweit
gaben 60 Prozent der Befragten an, ihre erste sexuelle Erfahrung
habe ihr Sexleben insgesamt positiv beeinflusst. Ihr Erstes
Mal erleben die meisten Jugendlichen in Österreich zwischen
16 und 17. Dabei gibt es zwischen den einzelnen Bundesländern
kaum einen Unterschied.
Gerade
beim ersten sexuellen Kontakt herrscht aber naturgemäß
oft Unsicherheit. Aufregung, Unerfahrenheit und psychischer
Druck führen mitunter auch zu sexuellen Problemen. So hatte
jeder zweite Österreicher bereits einmal mit
Erektionsproblemen
zu kämpfen. Schmerzen beim Sex haben 44% der österreichischen
Frauen schon erlebt und 32% haben bereits einmal unter mangelnder
Scheidenfeuchtigkeit gelitten. Es ist wichtig offen über
solche Probleme zu sprechen. Es gibt verschiedene Hilfsmittel
wie Gleitgele
oder
Sextoys (Animationsspielzeug), die wirkungsvoll die
Libido anregen und für mehr Freude und Spaß beim
Sex sorgen, so Mag. Katja Abele, SSL Marketing-Managerin
Österreich.
Dabei weiß die Young Generation genau, was sie in Sachen
Sex will. Und das sind Werte wie Zärtlichkeit und Liebe.
Diese stehen weltweit für 51 Prozent der 16 bis 19 Jährigen
an oberster Stelle, auch der Wunsch nach Romantik ist groß.
Zumindest in Sachen Liebe zeigen sich die Jugendlichen, so die
aktuelle Durex-Studie, von ihrer sanften und einfühlsamen
Seite. Dabei kämpfen sie im Liebesalltag mit denselben
Problemen wie die Erwachsene. Stress und Müdigkeit sind
auch bei den jungen Österreichern die Liebeskiller Nummer
1: 67% wünschen sich weniger Stress und 37% sehnen sich
nach mehr ungestörter Zweisamkeit mit dem Partner.
In
jungen Jahren mehr Ausdauer
Qualität
vor Quantität das scheint das Motto der Österreichischen
Jugend zu sein, zumindest, wenn es um Sex geht. Durchschnittlich
nur 85 Mal im Jahr wackeln bei ihnen die Betten
- beachtliche 40 Mal seltener als bei Befragten über 20.
Dafür nehmen sich die jungen Liebenden weitaus mehr Zeit,
ihren Partner so richtig zu verwöhnen: 38,5 Minuten dauert
bei ihnen das Liebesspiel im Durchschnitt das sind ganze
16,5 Minuten mehr als bei den 20 bis 24 Jährigen.
Safer
Sex
Der
Durex Österreich Local Report 2006* weist übrigens
auf die Frage nach ungeschütztem Sex folgende Details aus:
Fast jeder zweite Österreicher (47%) hatte bereits ungeschützten
Sex mit einem neuen Partner, ohne dessen sexuelle Vergangenheit
zu kennen.
Besonders leichtfertig sind die Vorarlberger und die
Tiroler (55%), gefolgt von den Wienern mit 52%.
Am wenigsten Risiko gehen die Menschen im Burgenland
ein (38%).
In der Altersgruppe der 21-24 Jährigen hat jeder
Zweite schon mal auf Schutz verzichtet.
Mit zunehmendem Alter nimmt auch das Bewusstsein für
Safer-Sex ab. Von 60% bei der Gruppe der 25-34 Jährigen
steigt die Zahl bei den 45-55 Jährigen auf 81%.
Das Geschlecht spielt beim Risikoverhalten keine besondere
Rolle.
*
An der Online-Befragung beteiligten sich mehr als 4.600 Österreicher.
Die Antworten wurden nach Bundesländern, Geschlecht und
Alter ausgewertet, um die sexuellen Einstellungen und Verhaltensweisen
möglichst detailliert aufzeigen zu können.
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