Thema
der Woche
Kalenderwoche
7; Jahr 2009
Kinder und Jugendliche mit Essstörungen
Ist Diät halten das Maß aller Dinge?

Essstörungen
bei Kindern- und Jugendlichen sind nach wie vor im Steigen
begriffen und alarmierend.
Eine Behandlung ist komplex und meist nur bei frühzeitiger
Erkennung der Erkrankung erfolgreich.
Primäre Prävention, also Vorbeugung von Risiko-
und Entstehungsfaktoren, ist besonders wichtig.
Diät
halten ist mittlerweile ein normaler Essensstil bei Frauen.
Eingeschränkte Mahlzeiten, Vermeidung bestimmter Nahrungsmittel
und zu bestimmten Zeiten gar nichts zu essen ist ein verbreitetes
Ernährungsverhalten. Es existiert allgemein eine ausgedehnte
Unzufriedenheit bei Körperform und -gewicht bei Frauen
in westlichen Ländern.
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Was
sind Essstörungen?
Esstörungen
sind durch eine Störung der Körperwahrnehmung
bei den Betroffenen charakterisiert, sowie durch eine
intensive Furcht vor dem Dickwerden und ein verändertes
Essverhalten. Schlank sein wird gleich gehalten mit dem
Selbstwert. Betroffene werten zunehmend negativ und abschätzig
über ihren Körper und missinterpretieren Kommentare
von anderen. Sie werden extrem selbstkritisch.
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Die
häufigsten Essstörungen sind
Bei
der Magersucht (Anorexia nervosa) kommt es zu erheblichem
Gewichtsverlust mit typischen Symptomen.
Bei
der Ess-Brech-Sucht, auch Bulimie
(Bulimia nervosa) zu Heißhungerattacken und oft
selbst induziertem Erbrechen.
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Diagnosekriterien
Magersucht
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Diagnosekriterien
Ess-Brech-Sucht
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- Gewichtsverlust oder fehlende Gewichtszunahme Häufige
Episoden von Essattacken, bei denen große Mengen an
Nahrung in kurzer Zeit konsumiert werden |
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Häufige Episoden von Essattacken, bei denen große
Mengen an Nahrung in kurzer Zeit konsumiert werden |
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Körpergewicht mind. 15 % unter dem für Alter und
Größe zu erwartenden Gewicht Andauernde Beschäftigung
mit dem Essen, unwiderstehliche Gier nach Nahrungsmitteln |
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Andauernde Beschäftigung mit dem Essen, unwiderstehliche
Gier nach Nahrungsmitteln |
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Der Gewichtsverlust ist selbst herbeigeführt durch
Vermeidung hochkalorischer Speisen oder selbsinduziertem
Erbrechen, Missbrauch von Abführmitteln, übertriebene
körperliche Aktivität Gegensteuernde Maßnahmen
wie selbstinduziertes Erbrechen, Missbrauch von Abführmitteln,
Hungerperioden, Appetitzügler |
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Gegensteuernde Maßnahmen wie selbstinduziertes Erbrechen,
Missbrauch von Abführmitteln, Hungerperioden, Appetitzügler |
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Körperschema-Störung: die Betroffenen finden sich
selbst bei massivem Untergewicht noch zu dick Krankhafte
Furcht, dick zu werden. Die Betroffenen setzten sich eine
scharf definierte Gewichtsgrenze |
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Krankhafte Furcht, dick zu werden. Die Betroffenen setzten
sich eine scharf definierte Gewichtsgrenze |
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Ausbleiben der Menstruation bei Frauen Häufig in der
Vorgeschichte Magersucht |
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Häufig in der Vorgeschichte Magersucht |
Welche Entstehungsfaktoren gibt es?
Zu
den Entstehungsfaktoren zählen:
-
Biologische Faktoren (z.B. restriktives Essverhalten oder
Störungen des Hunger- und Sättigungshaushaltes)
-
Genetische Faktoren
- Neurobiologische
Veränderungen (z.B. Störungen der mit der Sättigungsregulation
verbundenen Hormone)
- Soziokulturelle
Faktoren (überhöhtes Schlankheitsideal in der Gesellschaft,
Einfluss von Familie und gleichaltrigen Freunden)
- Individuelle
Faktoren (z.B. niedriges Selbstwertgefühl, Perfektionismus)
Die
Rolle der Eltern bei den Entstehungsfaktoren
Eltern
zählen ebenso zu den Entstehungsfaktoren einer Essstörung.
Eltern und Angehörige neigen in manchen Fällen dazu,
ihre Kinder unbewusst unter Druck zu setzen, sei es in Verbindung
mit Figurproblemen, welche die Kinder laut den Eltern aufweisen.
Es besteht in beiden Fällen die Gefahr, dass die Kinder
sich unverstanden oder ungeliebt fühlen, sollten sie die
Forderungen der Eltern nicht erfüllen. Oder sie möchten
den Eltern unbedingt gefallen und setzen sich erst recht unter
Druck. Ein weiterer Problembereich neben den psychischen Leistungsdruck
ist auch das Essverhalten der Familie. Kinder orientieren sich
an den Essgewohnheiten der Familie.
Wie
ist die hingegen die Situation der Angehörigen?
Die
Situation der Angehörigen ist dem entgegen allerdings nicht
einfach. Angehörige leiden sehr unter dem Umstand, dass
ihr Kind an einer Essstörung erkrankt ist. Sie empfinden
ihre Rolle als beschwerlich und sie fühlen sich hilflos.
Es ist wichtig, sowohl die erkrankte Person, als auch die Eltern
in den Behandlungsprozess miteinzubeziehen. Nur so können
familienorientierte Probleme aufgedeckt werden und nur so wissen
die Eltern, wie sie sich verhalten sollen.
Welche
möglichen Risikofaktoren existieren?
Risikofaktoren
für die Entstehung von Essstörungen bei Kindern- und
Jugendlichen existieren in zahlreicher Form. Hier sind nur einige:
-
Weiblichkeit
- Diät
halten in der Familie
- Druck
in der Schule oder privat schlank zu sein
- Einwirkung
der Medien mit Bildern von schlanken Menschen
- Niedriges
Selbstwertgefühl und/oder Perfektionismus
- Übergewicht
Die körperlichen Folgen von Essstörungen auf den
Organismus
Essstörungen
führen dauerhaft zu ernsthaften, körperlichen Folgeerkrankungen,
womit die Notwendigkeit einer frühzeitigen und innovativen
Behandlung notwendig wird.
Früherkennung
Die
Früherkennung von Essstörungen bei Kindern- und Jugendlichen
kann den Intervall zwischen dem Beginn der Symptome und der
Behandlung verkürzen und dies wiederrum die Krankheitsdauer
reduzieren. Wird eine Essstörung früh diagnostiziert,
können lang andauernde Komplikationen vermieden werden.
Durch
das beständige Schlankheitsideal, welches in unserer Gesellschaft
vorherrscht, ist eine Änderung der allgemeinen Einstellungen
und ein verminderter Druck der Umwelt nicht zu erwarten. Trotz
der Marketingversuche mancher Anbieter widerspricht es wohl
dem Bild der Allgemeinheit, Rundungen als Ideal anzusehen. Eben
durch diese Einstellungen ist nicht zu erwarten, dass die Prävalenz
von Essstörungen in Zukunft abnehmen wird.
[nicer]
LINKTIPPS:
.... Fragebogen für Angehörige und Informationen zu
Essstörungen
....
Tanztherapie: Hilfe bei Essstörungen
.... Essen als Ersatzbefriedigung
....
Nahrungsmittelallergien bei Kindern
.... dieSie - Wiener Programm für Frauengesundheit Fonds
Soziales Wien
.... Kampagne "starke Freunde" hilft Kindern bei Übergewicht
.... Kinderlebensmittel: Sinnvolle Ernährung oder Werbegag
.... Ernährungstipps für Kinder
.... die populärsten Ernährungsirrtümer
.... Schönheit um jeden Preis? Gefahr Schönheits-OP
.... Gesund-TV: Fernseh-Tipps
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|
Fitness für faule Säcke.
Fitness? Bewegung? Gesunde Ernährung? Das ist etwas
für die anderen, nicht für Sie? Weil Sie eben
mehr der "intellektuelle" Typ sind? Ein wahrer
Genießer, kein hechelnder Sport-Asket? Aber ehrlich:
Knacken nicht auch bei Ihnen die Gelenke, die Muskeln
sind schwach und auch die Hirnleistung ist nicht mehr
das, was sie mal war? "Ich hole Sie dort ab, wo
der Schweinehund Sie sitzen gelassen hat", verspricht
der Autor, spielt damit aber nicht etwa auf Beziehungskrisen
an. Um den inneren Schweinehund geht es, die wohl gängigste
Ausrede für "faule Säcke", endlich
etwas für Fitness und Gesundheit zu tun.
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| Kundenrezensionen:
Der Autor holt den Leser da ab, wo er sitzt, auf der Couch.
Sein Konzept ist alltagstauglich, seine Tipps und Empfehlungen
wohl für jeden umsetzbar, ohne dass übertriebener
Aktionismus erforderlich wäre. Tolles Buch ! |
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