lat., vigilis - wachsam, vigilantia - Wachsamkeit
Vigilanz
ist der medizinische Begriff für eine Bewusstseinslage
(Wachheit).
Zumeist wird der Begriff zur Messung der Aufmerksamkeit
(bezüglich Hirnaktivität) verwendet.
Hier
gibt es zwei Extreme, zwischen denen wir uns meistens
aufhalten:
Extreme, hohe Erregung (Erschrecken, Gefahr) oder Tiefschlaf
(traumlos)
Man unterscheidet 3 verschiedene Vagilanzzustände anhand
von Hirnstrommessungen:
1)
Der relaxierte Wachzustand (relaxed wakefulness),welcher
durch ungleichmäßie, lansam frequente Grundaktivität
des Hirnstrombildes bei geschlossenen Augen gekennzeichnet
ist.
2) Die wache Aufmerksamkeit (alert attentiveness) die eine
synchrone Grundaktivität des Hirnstrombildes bei geschlossenen
Augen aufweist.
3) Die starke Erregung (strong excited emotion), bei welcher
ein desynchrones Hirnstrombild mit frequenten Erregungsabläufen
niedriger Spannungshöhe entsteht.
1. und 2. werden als passiver Wachzustand mit und ohne Relaxation,
das dritte Stadium als aktiver Wachzustand bezeichnet.
Anwendungsgebiete der Vigilanzmessung
Psychologie, betriebliche Eignungsdiagnostik, Schuleignung
(Aufmerksamkeit, Hyperaktivität), Flugpsychologie,
Sport, Arbeits-, Betriebs- und Organisationspsychologie
Aufgaben der Vigilanzmessung
Man übt die Fähigkeit, unter einer zeitlich beengten
Situation eine Tätigkeit über eine längere
Zeitspanne aufrecht zu erhalten. Im medizinischen Bereich
kann man mit verschiedenen Tests Virgilanzstörungen
feststellen und in Folge auch testen und beobachten. Häufig
bei Krankheitsbildern
wie: Gehirnblutungen, Schädel-Hirn-Trauma, Stoffwechselstörungen,
Schlaganfall,
Durchblutungsstörungen, Entzündungen uvm.