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ZAHNAUFBAU:

Was von außen unscheinbahr aussieht, verbirgt im Inneren einen komplizierten Aufbau!

Kleine Zahnkunde

Ein Erwachsener Mensch hat 28 Zähne (+ eventuell 4 Weisheitszähne).
Das Gebiß setzt sich aus 8 Schneide-, 4 Eck- und 16 Backenzähnen zusammen.

Um zu verstehen, wie Zahnschmerz entsteht und warum Sie ihn so empfinden, sei an dieser Stelle der Zahn, vorgestellt:

Er verfügt über eine harte Schale und einen ausgesprochen empfindsamen Kern, in dem seine Nerven und die Blutgefäße eingelagert sind. Dieses weiche Lager ist das Zahnmark, die Pulpa. Sie ist bis auf eine kleine Öffnung zum Kieferknochen, durch die die Gefäße verlaufen, vom Zahnbein, dem Dentin umgeben. Dentin ist hart, aber elastisch und kann lebenslang nachgebildet werden. Im Gegensatz zu zum Außenpanzer, dem Zahnschmelz. Der Zahnschmelz ist der sichtbare Teil der Zähne, er kann, einmal geschädigt, nicht ersetzt werden. In dem vom Zahnfleisch umschlossenen Teil des Zahns wird der Schmelz vom Wurzelzement, der nach innen mit dem Dentin und nach außen durch Fasern mit der Wurzelhaut, dem Desmodont, verbunden ist.

Zahnaufbau

Der Wurzelzement umfasst den Zahn vom Zahnhals bis zur Wurzelspitze. Der Zahn wird in das Zahnfach oder auch Alveole genannt, eingebettet. Sie ist vom Kieferknochen eingefasst, welcher wiederum von der Gingiva, unserem Zahnfleisch umgeben wird.

Die Zähne bestehen aus den härtesten Substanzen des menschlichen Organismus. Sie dienen zum Abbeißen und Kauen der Nahrungsmittel, aber auch zur Lautbildung beim Sprechen. Die Zähne stehen in der Regel lückenlos aneinandergereiht, wobei die Zahnreihe des Oberkiefers ein Halboval, die des Unterkiefers eine Parabel bildet. Beim Zubiss beißen die oberen Frontzähne geringfügig über die unteren Schneidezähne. Die Backenzähne haben jeweils mit zwei im Gegenkiefer liegenden Zähnen Kontakt.

Beim einzelnen Zahn kann man drei Teile deutlich unterscheiden:

* die Zahnkrone
* den Zahnhals
* die Zahnwurzel.

Die Zahnwurzel liegt innerhalb des Knochenfachs im Kieferknochen und wird durch die Wurzelhaut im Knochenfach befestigt. Die einzelnen Zähne können eine, zwei oder drei Wurzeln haben. Im Innern des Zahnes liegt die Zahnmarkhöhle (Pulpahöhle) mit dem Zahnmark (Pulpa). Das Zahnmark heißt in der Umgangssprache auch "Nerv". Die Zahnmarkhöhle verschmälert sich zur Wurzelspitze zum so genannten Wurzelkanal der an der Wurzelspitzenöffnung den Durchtritt von Nerven und Blutgefäßen ermöglicht.

Die einzelnen Zähne haben entsprechend ihrer Funktion verschiedene Formen.

Betrachtet man den mikroskopischen Aufbau der Zähne, kann man feststellen, dass sie aus den drei Hartsubstanzen:

* Schmelz
* Dentin (Zahnbein)
* Zement

sowie aus den Weichgeweben:

* Zahnmark (Pulpa) und
* Wurzelhaut
bestehen.

Der weißliche Zahnschmelz bildet die äußere Schicht der Zahnkrone. Er muss starken Belastungen standhalten und ist daher aus der härtesten Substanz gebildet, die der menschliche Körper erzeugt: aus Apatitkristallen. Apatit ist härter als Stahl.

Das Zahnbein oder Dentin bildet die Hauptmasse des Zahnes und umschließt die Pulpa, die Markhöhle und den Wurzelkanal. Das Dentin ist nicht ganz so hart wie der Zahnschmelz, knochenähnlich und besteht zu ca. 70 % aus Kalziumhydroxylapatit (hauptsächlich Phosphat und Kalzium) und zu 20 % aus organischen Bestandteilen. Die restlichen 10 % sind Wasser.

Das Zahnmark oder die Pulpa füllt als weiche Masse die Pulpahöhle und den Wurzelkanal im Dentin aus. Das Zahnmark besteht aus Bindegewebe, das von kleinsten Blutgefäßen und Nervenfasern durchzogen ist. Über das Wurzelspitzenloch steht die Pulpa jedes Zahnes mit dem Ober- und Unterkiefernerv in Verbindung.

Die Zähne sind nicht fest im Kiefer verkeilt. Der Zahnhalteapparat (Parodontium) sorgt für eine nicht völlig starre Verbindung. Zum Zahnhalteapparat zählt man das Wurzelzement, die Wurzelhaut (Desmodont), das knöcherne Zahnfach (Alveole) und das Zahnfleisch (Gingiva).

Das Wurzelzement, eine dem Knochen sehr ähnliche Substanz, umgibt das Dentin im Wurzelbereich von außen. Die Wurzelhaut besteht aus Bindegewebe und verbindet mit elastischen Fasern das Zement mit dem knöchernen Zahnfach. Der Zusammenhang ist so fest, dass beim Ziehen des Zahnes häufig kleine Knochenstücke an der Wurzel haften bleiben. Die Faserung der Wurzelhaut verläuft vom Zahnhals bis zur Mitte der Wurzel horizontal, weiter nach dem Grunde des Zahnfaches zu jedoch schräg auf die Wurzelspitze zu. So wird beim Zubeißen und Kauen entstehender Druck jeweils in Zug umgeformt.

Das Zahnfleisch (Gingiva) umgibt kragenförmig den Zahnhals und stellt die Verbindung zur Zahnoberfläche her. Das gesunde Zahnfleisch ist fest, von blassrosa Farbe und ist in der Regel wie eine Orangenhaut gestippelt. Zwischen Zahn und Zahnfleisch befindet sich eine schmale bis 0,5 mm tiefe Furche, der so genannte Sulkus.


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