Dachverband aller CF-Filialen in Österreich: Cystische
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WAS IST CYSTISCHE FIBROSE? Cystische
Fibrose (CF), auch Mukoviszidose genannt, ist eine schwere
angeborene Stoffwechselerkrankung. Durch ein defektes Gen sind
der Wasser- und Salzhaushalt der Schleimhäute gestört. Zäher
Schleim verklebt die Lunge und verstopft die Bauchspeicheldrüse.
Durch den fortschreitenden Funktionsausfall der Lunge und der
Bauchspeicheldrüse werden Atmung und Verdauung und in der Folge
das ganze Organsystem beeinträchtigt. Lebensqualität und Lebenserwartung
sind stark eingeschränkt. CF-Betroffene gelten in Österreich
als "erheblich behindert".
WIE UND WORAN ERKENNT MAN CF? Seit Jänner 1998 gibt es in Österreich einen flächendeckenden Früherkennungstest. Im Rahmen der bereits seit Jahren bei jedem österreichischen Säugling in der ersten Lebenswoche durchgeführten Vorsorgeuntersuchung auf andere Erbkrankheiten wird dem Neugeborenen Blut aus der Ferse entnommen. Aus einem der getrockneten Blutstropfen wird die Bestimmung des immunreaktiven Trypsins (IRT) vorgenommen. Dieser erste Test ist nur ein grober Hinweis auf das Vorliegen der Krankheit, da knapp über 90% der erhöhten IRT-Werte in der ersten Lebenswoche falsch positiv sind. Während es jedoch bei nicht erkrankten Kindern zu einer Normalisierung des Wertes in den ersten Lebenswochen kommt, bleibt dieser bei CF-Kindern in den ersten Lebensmonaten deutlich erhöht. Im Fall eines erhöhten ersten Wertes wird das Kind zu einer zweiten Bestimmung bestellt und erst bei neuerlich erhöhtem IRT-Wert ein diagnostischer Schweißtest angeschlossen.
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WIE WIRD CYSTISCHE FIBROSE VERERBT? Ein
Kind kann nur CF haben, wenn beide Elternteile Merkmalsträger
sind. Das Kind wird dann mit 25%iger Wahrscheinlichkeit an CF
erkranken. Jeder 20. Österreicher ist Merkmalsträger, das sind
350.000 Menschen in unserem Land. Merkmalsträger sind selber
nicht an CF erkrankt.
WIE WIRD CF BEHANDELT:
War die Lebenserwartung früher meist auf das Vorschulalter beschränkt, können heute bei zeitgerecht einsetzender Behandlung 80% der Betroffenen das Erwachsenenalter erreichen. Die Frühdiagnose ist besonders wichtig, um bereits im Säuglingsalter mit einer intensiven Therapie beginnen zu können. Die lebenslange Therapie dauert bis zu 4 Stunden täglich. Die Behandlung erfolgt österreichweit in speziellen CF-Ambulanzen und Krankenstationen. WIE WEIT IST DIE FORSCHUNG: Derzeit können die Symptome nur gemildert werden. Dank der Weiterentwicklung der Medikamente und verbesserter Therapie erreicht heute bereits die Mehrzahl der Patienten das Erwachsenenalter und übt einen Beruf aus. 1989 wurde das Gen entdeckt, dessen fehlerhafter Code die Krankheit verursacht, die konkrete Anwendung einer Gentherapie ist jedoch noch in weiter Ferne, jedoch geben neue Forschungsprojekte Anlaß zur Hoffnung. THERAPIE VON LUNGE UND BAUCHSPEICHELDRÜSE: Lunge Die
Therapie der Lunge zielt vor allem darauf ab, daß das zähe Sekret,
welches die Bronchien verstopft, möglichst effektiv entfernt
werden kann. Zudem werden die Infektionen der Lunge bekämpft.
Die Patienten inhalieren mehrmals täglich sekretlösende und
bronchienerweiternde Mittel, gegebenenfalls auch Antibiotika.
Ergänzend nehmen sie bronchienerweiternde Medikamente und Antibiotika
ein. Wichtig ist auch die Bauchspeicheldrüse Um den Funktionsausfall der Bauchspeicheldrüse auszugleichen, müssen Mukoviszidose-Patienten zu den Mahlzeiten Enzyme einnehmen, damit die Nahrung verdaut werden kann. Hinzu kommt noch die Einnahme von Vitaminen. |
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