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MedNews
der Woche
Kalenderwochen 18 & 25; 2009 Schweinegrippe - die wichtigsten Infos
Die
Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die Schweinegrippe
(A/H1N1) zur Pandemie
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Neues Virus mit beunruhigenden Merkmalen Das Virus weist eine neue genetische Konstellation auf, nach aktuellen Informationen muss von einer Mensch-zu-Mensch Übertragung ausgegangen werden. Derzeit kann laut Risiko-Analyse des ECDC nicht eingeschätzt werden, ob dieser neue Influenzastamm das Potential zur Auslösung von größeren Ausbrüchen hat. Da es sich um ein neu aufgetretenes Influenzavirus mit Potential zur Humaninfektion sowie möglichem Potential zur Mensch-Mensch-Übertragung handelt, ist erhöhte Wachsamkeit angebracht, um den Stamm möglichst rasch zu identifizieren. |
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In der Medizin wird der Schweinegrippenvirus H1N1 genannt, es ist eine ganz neue Virusform. Mit H (Hämagglutinin) und N (Neuraminidase) werden charakteristische Ausstülpungen auf der Oberfläche von Influenza-Viren bezeichnet. Mit Hilfe dieser Fortsätze docken die Viren an Körperzellen an, entern sie und vermehren sich in der Zelle. Dann verbreiten sie sich im ganzen Körper. Bei bisher bekannten Erregern war eine Ansteckung von Schwein zu Mensch möglich, beim neuen Erreger ist eine Ansteckung auch von Mensch zu Mensch möglich. |
Impfaktion startet am Montag 9. November 2009
Wir
haben für Sie eine eigene Impfseite eingerichtet, dort
finden Sie sämtliche
Impfstellen in Österreich
Symptome
Die Symptome der Schweine-Grippe ähneln jenen einer normalen Grippe: Fieber, Müdigkeit, Appetitlosigkeit sowie Husten, zusätzlich teilweise auch Schnupfen, Halsschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall. Die besondere Gefahr: Durch eine schwere Lungenentzündung kann es zum Tod komme. Bisher sind allerdings alle Fälle außerhalb von Mexiko nicht stark pathogen verlaufen, dass heisst ohne starke Krankheitsfolgen.
Zum Vergleich: Die herkömmliche Grippe tötet jährlich weltweit bis zu 500.000 Menschen, besonders ältere Menschen. Die meisten sterben an Lungenentzündung. Bei den nun aus Mexiko bekannten Fällen mit Todesfolge handelt es sich vor allem um Menschen zwischen 25 und 45 Jahren.
Fragen und Antworten
Aufgrund der hohen Ansteckungsgefahr in den betroffenen Ländern befürchten Experten eine weltweite Pandemie. Darunter versteht man eine länder- und kontinentübergreifende Ausbreitung einer Krankheit, im engeren Sinn einer Infektionskrankheit. Im Gegensatz zur Epidemie ist eine Pandemie somit örtlich nicht beschränkt. Derzeit besteht jedoch in den Ländern der Europäischen Union kein Grund zur Panik, selbst nach den ersten Meldungen in Spanien und Schottland, da die Patienten rasch in Quarantäne gebracht werden konnten. Experten des österreichischen Gesundheitsministeriums verweisen in diesem Zusammenhang auf fix und fertig ausgearbeitete Maßnahmenpakete.
Zuletzt wurde eine Grippepandemie 1968 wegen der Hongkong-Grippe ausgerufen. Bis zu zwei Millionen Menschen starben Schätzungen zufolge zwischen 1968 und 1969 an dem Virus H3N2, das seinen Ursprung in Hongkong hatte.
Gibt es einen Impfstoff gegen die Schweinegrippe?
Ja,
mittlerweile gibt
einen Impfstoff für Menschen - Anbieter vom
A(H1N1)
Impfstoff gegen Schweinegrippe sind die Firmen Baxter,
Novartis und GlaxoSmithKline. Das Zulassungsverfahren der EU
ist im laufen, mit einem Abschluss wird im Frühherbst 2009
gerechnet. Die herkömmliche Grippeimpfung schützt
übrigens nicht vor einer Schweinegrippe-Infektion.
Wie kann man sich anstecken?
Normalerweise erfolgt die Infektion über ein erkranktes Schwein, die neueste Virus-Mutation aber kann auch durch sogenannte Tröpfcheninfektion duch Husten, Niesen, Tränen, Küssen von Mensch zu Mensch weitergegeben werden.
Wie kann ich mich vor einer Ansteckung schützen?
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Engen Kontakt zu Menschen vermeiden, die krank sind. Größere
Menschenansammlungen meiden.
- Nase, Mund und Augen nicht zu oft berühren, da hierdurch
der Erreger in den Körper gelangen kann.
- Regelmäßig Händewaschen um die Keimübertragung
zu vermeiden.
- Mund und Nase beim Husten oder Niesen mit einem Taschentuch
bedecken.
Schutzmasken sind in Österreich und Deutschland derzeit nicht nötig. sind allerdings in ausreichenden Maßen von den Behörden eingelagert.
Ist Schweinefleisch zum Verzehr sicher?
Ja, denn der Erreger stirbt ab einer Temperatur von 72 Grad Celsius ab. Selbst geräucherter roher Speck gilt als beinahe 100% sicher.
Gibt es ein Medikament?
Mit
antiviralen Medikamenten lässt sich nach Angaben der
Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Krankheit behandeln.
Das nun in Mexiko entdeckte Virus ist zudem empfindlich gegenüber
den neuen Neuraminidase-Hemmern (Tamiflu, Relenza). Diese
können aber nur innerhalb eines schmalen Zeitfensters
vor und nach der Infektion sinnvoll eingesetzt werden. Daher:
Beim Auftreten von grippeähnlichen Symptomen suchen Sie
bitte umgehend einen Arzt auf!.
Besteht ein Pandemie-Risiko?
Da nur wenige Menschen gegen das Virus immun sind besteht das Risiko einer weltweiten Verbreitung durchaus. In der sechsstufigen Skala der WHO befindet sich der aktuelle Virus auf der höchsten Stufe sechs. Selbst bei einem unkontrollierten Ausbruch wäre derzeit aber nicht klar, wie gefährlich er wäre. In Österreich wurde ein nationaler Pandemieplan erarbeitet und kann im Anlassfall umgehend aktiviert werden.
Welche Reisebeschränkungen gibt es?
Eine
Reisewarnung für die betroffenen Regionen liegt derzeit
(noch) nicht vor. Reisende, die nach Mexiko (oder Kalifornien,
Texas) reisen wollen, sollen aber jedenfalls die Internetseiten
der
WHO, des
Außenministeriums sowie des
Gesundheitsministeriums beachten. Alle Reisenden werden
angehalten, einschlägige Hygienemaßnahmen einzuhalten.
[red]
LINKTIPPS:
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Schweinegrippe-Impfdebatte entbrannt - Fragen & Antworten
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.... Vogelgrippe und Influenza Pandemie
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.... Hausmittel bei Schnupfen
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Schutzimpfungen bei besonderer Gefährdung
.... Vogelgrippe-Impfstoff
H5N1
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