VERBÄNDE
UND VEREINIGUNGEN
Österr. Kneippbund, Landesverband Wien, Vorsitzender:
Prof.
Dr. med. Alexander Meng
Facharzt
für Neurologie/Psychiatrie
Fortbildungsreferent
ÖGA (Österr.Ges.f.Akupunktur)
Leiter
ÖAT (Österr.Arb.f.Tuina)
A-1170
Wien, Frauenfelderstr. 8,
Tel:
(01) 486 12 77
E-Mail:
alexander@meng.at
www.meng.at
Österreichischer
Kneippbund:
Präsident:
Prof. Mag. pharm. Bernd MILENKOVICS
E-Mail: bernd@milenkovics.at
Bundessekretariat: 8700 Leoben, Kunigundenweg 10
Tel.: (0 38 42) 2 17 18 Fax: DW 19
E-Mail: office@kneippbund.at
www.kneippbund.at
Hilfe
für gesundheitsbewußte Patienten
Österreichischer Kneippbund
Am Rosenberg 1/9
A-1130 Wien
Tel.: (+43-1) 888 07 66
DEFINITION,
GESCHICHTE, KURZBESCHREIBUNG:
Die Wurzeln dieser therapeutischen Technik gehen auf Pfarrer
Sebastian Kneipp (1821 - 1897) zurück, der als Student an
Tuberkulose erkrankte und durch seine Selbstbehandlung geheilt
wurde. Heute wird mit dem Begriff der Kneipp-Therapie häufig
nur die Wassertherapie gleichgesetzt. Neben der Wasseranwendung
sind die Verwendung von Heilpflanzen, ausreichende Bewegung
sowie die Empfehlung an den Genuß einer einfachen Kost und
einer strengen Lebensordnung weitere Grundpfeiler der Kneipp-Therapie.
ANWENDUNG:
Die
Anwendungen der Kneipp-Therapie erfolgen entweder in Form
von Kuren oder Heimanwendungen, vor allem als Prophylaxe.
Bei der Hydrotherapie unterscheidet man zwischen Waschungen,
Güssen, Wickel mit Heusackauflagen, Kräuterbädern und der
Sauna. Der Reiz der unterschiedlich temperierten Wasseranwendungen
wird nach dem Zustandsbild des Patienten bestimmt und versucht
auch chronobiologischen Gesichtspunkten zu folgen. Durch die
Abfolge von Kalt- und Warmwasseranwendung erreicht man nicht
nur eine Durchblutungsverbesserung des gebadeten Körperteiles,
sondern auch der mit dem entsprechenden Segment verbundenen
inneren Organe und der gesamten Körperoberfläche. Die Phytotherapie
wird nicht nur im klassischen Sinne, als Anwendung von Tees
und Kräutersäften, verordnet, sondern auch in Form von Heusackpackungen,
Bädern und Inhalationen.
CHARAKTERISTISCHE
MERKMALE
Der
Mensch steht immer als unlösbare Einheit von Leib und Seele
im Mittelpunkt. Man trainiert und übt die Harmonisierung aller
leiblichen und seelisch-geistigen Funktionen, Ziel: Abhärtung,
geringere Störanfälligkeit, größere Belastbarkeit, bessere
Anpassung an die unterschiedlichen Anforderungen des Lebens.
Information und Anregung zur Erhaltung oder Wiedergewinnung
der Gesundheit mit dem Ziel einer umfassenden aktiven Gesundheitspflege.
THERAPIE:
Die
Kneipp-Therapie beruht auf fünf Säulen bzw. Wirkprinzipien:
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Der
Hydrotherapie (Wasseranwendungen)
Die Kneipp-Hydrotherapie ist in ihren Wirkungen
großteils erforscht und gehört zum Fachgebiet der physikalischen
Medizin. Sie umfasst Waschungen, Güsse, Voll- und Teilbäder,
Wickel, Auflagen und Packungen, Taulaufen, Wassertreten
und Schneegehen. Die Kneippanwendungen werden kalt, im
Wechsel (warm/kalt) oder warm verabreicht. Bei kalten
Wasseranwendungen gilt das Prinzip: warm - kalt - warm.
Das heißt, kalte Wasseranwendungen dürfen nur bei warmem
Körper verabreicht werden, nach der kurzen kalten Anwendung
erfolgt Wiedererwärmung durch Bewegung oder Bettruhe.
Kneipp versuchte mit kleinsten Reizen die größtmöglichen
Effekte zu erzielen. Im Vordergrund steht meist der thermische
Reiz. Dieser wird über eigene Rezeptoren wahrgenommen
und löst über verschiedene Ebenen des vegetativen Nervensystems
Reflexvorgänge aus. Der wichtigste Effekt erfolgt im Bereich
des Gefäßsystems im Sinne eines Gefäßtrainings.
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Der
Phytotherapie (Pflanzenheilkunde)
HEILPFLANZEN Die Verwendung von Heilpflanzen ist
heute moderner denn je. Die Wirksamkeit vieler Arzneipflanzen
konnte dank wissenschaftlicher Forschung nachgewiesen
werden. Die Pharmaindustrie verwendet die Inhaltsstoffe
von manchen Heilkräutern als Ausgangsbasis für hochwirksame
Medikamente. Mild wirkende Heilkräuter werden heute von
gesundheitsbewussten Menschen zur Heilung banaler Erkrankungen
und zur Unterstützung ärztlicher Therapie verwendet: in
Form von Teemischungen, Säften und Elixieren, als Salben,
für Einreibungen und Badezusätze. Sebastian Kneipp: "Das
Wasser heilt und die Kräuter helfen" und über das Kombinieren
von Wasseranwendungen und Helkräutertees "Wenn ein Pferd
den verfahrenen Karren nicht aus dem Dreck ziehen kann,
dann spanne ein zweites dazu".
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Der Ernährungstherapie (Vollwertkost)
ERNÄHRUNG Die von Kneipp gelobte "einfache, nahrhafte
Kost" steht im Einklang mit den heutigen Erkenntnissen
der modernen Ernährungslehre. Empfehlenswert ist eine
vollwertige Mischkost mit viel Obst, Gemüse, Getreide-
und Milchprodukten nach dem Motto "Mehr von der Pflanze,
weniger vom Tier".
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Der Bewegungstherapie
BEWEGUNG Obwohl Bewegung dem Menschen durch die
körperliche Betätigung allein schon eine Anregung des
Stoffwechsels, eine bessere Durchblutung der Muskulatur
und eine Verbesserung der Gelenksbeweglichkeit bringt,
kommen erst bei regelmäßigem Bewegungstraining die wichtigsten
Vorsorgeparameter zum Tragen: systematischer Kraftaufbau
bringt nicht nur erhöhte Muskelkraft, sondern stärkt auch
das Knochen- und Gelenksystem, regelmäßiges Ausdauertraining
bietet den besten Schutz gegen Herz-Kreislaufprobleme,
Koordinationsübungen verbessern Geschicklichkeit, Gleichgewicht,
Haltung und Bewegungsgefühl und Entspannungsübungen ermöglichen
Stressabbau.
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Der Ordnungstherapie (Psychohygiene und Erziehung
zur Gesundheit)
LEBENSORDNUNG Lebensordnung und Gesundheitsbildung
muss als wichtigster Bestandteil der Kneipp'schen Lebens
und Heilweise angesehen werden. Sie umfasst eine ausgewogene,
natürliche Lebensführung, die der Einheit von Körper, Geist
und Seele gerecht wird. Über die physischen und psychischen
Belange des einzelnen Menschen hinaus ruft uns die Ordnungstherapie
auch zur Hilfsbereitschaft und Nächstenliebe und zum Streben
nach sozialer und ökologischer Ordnung auf.
Weitere
umfangreiche Informationen bieten die Kneipp Traditionshäuser
der Marienschwestern Aspach - Bad Kreuzen - Bad Mühllacken
www.kneippen.at.
Kur
& Kneipp in Österreich
www.stress.kneippen.at
Kneipp-Bund
Deutschland eV
Kneipp
Quelle der Gesundheit
Biorhythmus
& Organuhr - die innere Uhr
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