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Entspannung für Körper & Seele:
Die wichtigsten Saunaregeln
für das richtige Saunabaden


Saunaregeln für gesundes Schwitzen

Wichtig: qualitativ hochwertiges Saunazubehör

Der Aufguß

Durch einen Aufguß läßt sich die Luftfeuchtigkeit in der Sauna vorübergehend erhöhen. Ein Aufguß bedeutet, daß durch das Aufgießen von Wasser auf die heißen Ofensteine die Saunaluft bewußt angefeuchtet wird. Durch einen Aufguß wird zwar der Wassergehalt in der Luft erhöht, aber die Temperatur der Saunaluft bleibt unverändert. Da der Wärmetransport und der Wärmeinhalt bei Gasen geringer ist als bei Flüssigkeiten kommt es dazu, daß der Wärmeübergang auf den Körper durch einen Aufguß wesentlich größer ist als bei der normal herrschenden, trockenen Luft. Durch das Aufgießen des Wassers auf die Ofensteine steigt der überhitzte Wasserdampf nach oben. Der Dampfstoß, breitet sich in der oberen Luftzone schnell aus und erreicht so zuerst die oberen Liegebänke. Durch Wedeln mit einem Handtuch wird erreicht, daß der Dampf auch die unteren Bänke erreicht. Durch diesen Vorgang wird ein kräftiger Hitzereiz ausgelöst und es kommt zum erhöhten Schwitzen. Übrigens sollten alle Mitbadenden gefragt werden, ob ein Aufguß angenehm wäre.

Im Bereich eines Aufgusses kommen auch ätherische Öle zum Tragen. Diese Öle, welche häufig aus Heilkräuterkonzentraten bestehen, werden bestimmte Eigenschaften und Anwendungsgebiete zugewiesen. Rosmarin, um nur ein Beispiel zu nennen, wirkt krampflösend, harntreibend und wird bei Durchblutungsstörungen und Rheuma verwendet. Die Liste kann man beliebig fortsetzen, aber dies würde den Rahmen dieses Berichtes sprengen. Auf jeden Fall ist die Wahl des richtigen Aufgußzusatzes für die Gesamtwirkung eines Saunabades von Bedeutung, da neben der physischen Erholung, auch die psychische Entspannung von großer Bedeutung ist.

Gesundheitliche Aspekte:

Das Saunabaden soll dem ganzheitlichen Wohle des Menschen dienen, Krankheiten vorbeugen und Heilungsprozesse unterstützen. Aufgrund langjähriger Beobachtung und Erforschung verschiedener Krankheitsbilder hat sich herauskristallisiert, daß für bestimmte Krankheitsbilder der Saunabesuch nur eingeschränkt zu empfehlen ist. Letztendlich hängt ein Saunaverbot bei bestimmten Krankheiten vom Krankheitstadium und den medizinischen Empfehlungen der Fachärzte unter Berücksichtigung der verabreichten Medikamente mit ihren Nebenwirkungen ab. Bei folgenden Krankheitsdiagnosen sollte unbedingt vor einem Saunabesuch ein Fach- oder Hausarzt konsultiert werden:

  • Akute, fieberhafte Erkrankungen
  • Entzündungen, insbesondere an Organen oder Blutgefäßen
  • Erkrankungen des Herzens und des Blutkreislaufes
  • Epilepsie
  • Krebs
  • Nicht ausgeheilte Lungentuberkulose
  • Neurovegetative Dysregulationen
  • Hypertonie
  • zerebrale Durchblutungsstörungen
  • Leber- oder Nierenveränderungen

Grundsätzlich kann man abschließend sagen, daß, solange ein Patient ins Bett gehört, er nicht in die Sauna darf. So wie es Einschränkungen bei bestimmten medizinischen Diagnosen gibt, so gibt es aber auch eine Saunaempfehlung, um bestimmte Krankheiten in Ihrer Heilungsphase zu unterstützen und den Genesungsprozeß zu beschleunigen. Diese sind:

  • Chronische Bronchitis
  • Asthma bronchiale
  • Chronische Katarrhe der oberen Atemwege
  • Arthrosen, degenerativ bedingte Wirbelsäulensyndrome
  • Nicht aktive, rheumatische Krankheiten
  • Periphere Durchblutungsstörungen
  • Weichteilrheumatismus
  • Hypertone und hypotone Regulationsstörungen
  • depressive Stimmungszustände, Depressionen u.v.m.

Flüßigkeitsverlust

Während eines Saunabades wird je Minute 20 - 40 g Schweiß ausgeschieden. Dies bedeutet, daß während eines Bades mit drei Saunagängen, der Mensch 0,5 - 1,5 Liter Flüssigkeit verliert. Schwerpunkmäßig stammt die ausgeschiedene Flüssigkeit aus dem Blut, das dadurch kurzzeitig etwas eingedickt wird. Da der Körper bestrebt ist, die Zusammensetzung des Blutes konstant zu halten, wird überall im Fett- und Bindegewebe und der Muskulatur Flüssigkeit entzogen. Diese Flüssigkeitsverschiebung wird auch als Entschlackung tituliert. Die Abbaustoffe, welche ins Blut
gelangt sind, werden nicht ausschließlich über die Schweißdrüsen, sondern auch über die Nieren ausgeschieden. Dies erklärt auch, warum während eines Saunabades keine Flüssigkeit zu sich genommen werden sollte, da der Organismus die zugeführte Flüssigkeit direkt über den Darm dem eingedickten Blut zuführen und somit ein Entschlacken verhindern würde. Der oben genannte Flüssigkeitsverlust durch den ausgeschiedenen Schweiß erklärt auch eine Gewichtsabnahme, bei drei Saunagängen ca. 500 - 1500 g. Allerdings kann dies nicht als Abnehmen bezeichnet werden, da dieses Flüssigkeitsdefizit durch Essen und Trinken nach dem Saunabad dem Körper wieder zugeführt wird.

Tipps & Tricks

  • Nicht abgehetzt in die Sauna gehen
  • Wer in die Sauna geht, sollte sich Zeit nehmen
  • Nicht hungrig und nicht direkt nach dem Essen in die Sauna
  • Da die Wirkungen eines Saunabesuches etwa eine Woche anhalten, reicht auch ein Saunabesuch pro Woche um sich vor Infekten zu schützen.
  • Auch während der Schwangerschaft ist Saunabaden möglich. Eine Untersuchung von Frauen während der Schwangerschaft, welche einmal wöchentlich in die Sauna gingen, zeigte eine deutlich verkürzte und leichtere Geburt.
  • Auch Kindern jeglichen Alters sollte Saunabaden ermöglicht werden. Die Gründe liegen auf der Hand. Zum einen lieben Kinder Wasserspiele. Abhärtung und eine Erhöhung der Widerstandsfähigkeit gegen Infekte sind positive Begleiterscheinungen neben Entspannung und Erholung.
  • Nach oben gibt es keine Altersgrenze für einen Saunabesuch.

Quelle: www.lifestylemagazin.de

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