Sport
und Training
Training
aus sportmedizinischer Sicht
In
früheren Jahren war ein gesunder Körper oftmals
das einzige Kapital des Menschen im täglichen Kampf ums
Überleben. Dieser Aufgabe konnte nur ein gesunder und
leistungsfähiger Körper gerecht werden. In der heutigen
Zivilisation mit ihrer fortschreitenden Technisierung haben
Bewegungsarmut, physische und psychische Belastungen zu Schäden
an unserem aktiven und passiven Bewegungsapparat geführt.
Diese Schäden könnten in den meisten Fällen
durch ein gezieltes Trainingsprogramm vermieden werden. Prof.
Wilsor Hollmann,einer der bekanntesten deutschen Sportmediziner,
hat es einmal folgendermaßen ausgedrückt: Die Wandlung
unseres Lebensstils hat zwar die Umwelt verändert, aber
nicht unser Erbgut. Wie vor Jahrtausenden gilt die biologische
Grundregel: Struktur und Leistungsfähigkeit eines Organs
werden bestimmt von Qualität seiner Beanspruchung. Beginnen
Sie heute noch mit Ihrem Fitnessprogramm. Wir wünschen
Ihnen dabei viel Spaß!
Allgemeine
Trainingshinweise:
Sie sollten die folgenden Hinweise bei der Durchführung
Ihres Fitnessprogramms beachten:
1)
Trainingszeit
Nicht
unmittelbar nach dem Aufstehen bzw. vor dem Schlafengehen
trainieren. Auch sollte direkt nach einer Mahlzeit kein Training
durchgeführt werden. Ca. 4 Std. nach dem Aufstehen bzw.
der Nachmittag oder die frühen Abendstunden sind die
geeignetsten Trainingszeiten.
2)
Aufwärmen
Durch
das Aufwärmen kommt es zu einer Temperaturerhöhung
im Körper und damit nimmt die innere Reibung der Muskulatur
ab und der gesamte Muskel-, Sehnen- und Bandapparat wird elastischer
und dehnfähiger. Somit ist das Aufwärmen eine ideale
Vorbeugung, um Verletzungen am aktiven und passiven Bewegungsapparat
zu vermeiden. Ein leichtes Laufen auf der Stelle oder ein
Training mit dem Springseil.
3)
Richtige Atmung
Niemals
bei der Übungsausführung den Atem anhalten. Als
Empfehlung gilt "Bei der geringeren Anstrengung einatmen
und bei der Anstrengung ausatmen."
4)
Trainingshäufigkeit
Im
Allgemeinen reicht ein zweimaliges Training der gleichen Muskelgruppe
pro Woche. Natürlich können auch schwächere
Muskelpartien dreimal pro Woche trainiert werden. Als Wiederholungszahlen
werden 8 - 15 Wiederholungen empfohlen. Je nach Trainingszstand
sollte zwischen 3 - 6 Serien (1 Serie = 1 abgeschlossene Wiederholungszahl)
durchgeführt werden.
5)
Pause
Je
nach Trainingszustand sollte zwischen den Serien eine Pause
von ca. 1-2 1/2 min. eingehalten werden. Diese Zeit sollten
Sie mit leichten Lockerungsübungen überbrücken.
Das
im Bild und Text dargestellte Fitnessprogramm ist bestens
geeignet, Ihren Körper zu konditionieren und die ersönliche
Fitness zu verbessern. Die bei den einzelnen Übungen
beeiligte Muskulatur ist zum besseren Verständnis mit
Farbe gekennzeichnet und wird zudem in der folgenden Zusammenfassung
gezielt angesprochen. Dies erleichtert Ihnen, unabhängig
von dem angebotenen Trainingsprogramm, die richtigen Übungen
für das Training einzelner Körperpartien auszuwählen.
Bein-
und Armtrainer
Muskelbeanspruchung
und Auswirkung auf den Körper:
1)
Stärkung der Bauch- und Hüftbeugemuskulatur
Formen
die Taille und stabilisieren usammen mit den Rückenmuskeln
die Wirbelsäule.
2)
Stärkung der Rückenmuskulatur
Stabilisiert
die Wirbelsäule und verbessert die Körperhaltung:
3)
Verbesserung der Hüftbeweglichkeit
Beugt
Muskelverkürzungen vor.
4)
Stärkung der Gesäß- und Oberschenkelmuskulatur
Formen
die Beine und festigen das Gesäß.
5)
Stärkung der Schulter- und Brustmuskulatur
Verbessern
IhrSauerstoffaufnahmevermögen und harmonisieren die Bewegungsabläufe.
Nach
Absolvieren des Trainingsprogramms können Sie aus den
bestehenden Übungen einen eigenen Trainingsplan nach
Ihren Bedürfnissen zusammenstellen.
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zu den Übungen
Sit
ups gebeugte Beine
Rückenlage,
Beine gebeugt, Fußsohlen am Boden. Arme vor der Brust
oder hinter dem Kopf verschränken und Oberkörper
soweit als möglich aufrichten.

Rumpfdrehen
in der Rückenlage (Scheibenwischer)
Arme
seitwärts, Beine senkrecht nach oben gestreckt. Abwechselnd
werden die Beine nach rechts und links abgelegt. Anfänger
sollten die Beine vorerst noch abbeugen.

Beinbeugen
und Beinstrecken sitzend
Am
Boden sitzen, Hände am Boden abgestützt, Beine beugen
und strecken ohne den Boden zu berühren.

Arm-
und Beinheben im Kniestand
Aus
dem Kniestand gleichzeitig den linken Arm und das rechte Bein
langsam anheben, danach den rechten Arm und das linke Bein.

Beinabspreizen
stehend
Mit
den Händen an einem Stuhl abstützen, Bein abspreizen,
dabei zeigt Fußspitze nach innen.

Bein
nach hinten heben stehend
Mit
den Handflächen auf der Sitzfläche eines Stuhles
abstützen, Bein nach hinten heben.

Hackübung
Seitgrätschstellung,
Arm in Hochhalte, Hände gefaltet, Schwunghaftes Vorbeugen
des Rumpfes, Arme schwingen mäglichst weit zwischen den
Beinen durch und wieder aufrichten.
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