Rezept
der Woche
Kalenderwoche
15; 2005
Chapati
& Naan: Indisches Fladenbrot

Zutaten
(6-8 Portionen):
- 500
g Weissmehl (oder Chapatimehl),
- 1
Teelöffel Salz,
- 1
Esslöffel Ghee (bzw. Butterschmalz),
- 3
dl heisses Wasser,
- 2
Esslöffel Milch
1.
Mehl und Salz in einer Masse mischen. Ghee dazu geben und mit
den Händen verreiben bis die Masse krümelig ist. Das
heisse Wasser mit der Milch vermischen. Einen Teil des Wassers
zum Mehl giessen und mischen, bis sich das Mehl zu einem Stück
verbindet. Dann nach und nach das restliche Wasser hinzugeben,
bis der Teig weich und elastisch wird. In einer Schüssel
zugedeckt bei Zimmertemperatur während 30 min ruhen lassen.
2.
Den
Teig nochmals kneten und dann in 2 Stücke teilen. Jede Hälfte
zu einer Rolle formen und diese in 12 gleiche Teile schneiden.
Daraus Bällchen formen. Die Teigkugeln auf einem bemehlten
Brett einzeln rund auswallen. Die Fladen mit Ghee einpinseln und
einmal falten. Wieder mit Ghee einpinseln und ernet falten. Dies
einige Male wiederholen, so dass am Schluss ein Dreieck einsteht.
Den Teig dazwischen immer wieder mit Mehl bestäuben.
3.
Die Bratpfanne bei mittlerer Hitze warm werden lassen. Mit etwas
Ghee einpinseln. Dann die Chapati nacheinander in die Pfanne legen
und bei mittlerer Hitze etwa 1 min braten. Die Oberfläche
mit Ghee einpinseln, wenden und die andere Seite ebenfalls etwa
1 min braten. Den Fladen nochmals wenden. Sie sind fertig, wenn
beide Seiten goldbraun sind.
4.
Die Kartoffelpuffer aus dem Öl nehmen und mit Servietten
oder Küchencrèpe abtupfen. Zum Schluss über die
frischen Puffer den Knoblauch mit einer Presse ausdrücken
und zusammen mit der Dipsauce servieren.
Hinweis:
Eine Variante sind Tanduri Chapatis: bBei ihnen wird der ausgerollte
Teig mehrmals mit Ghee bepinselt, zusammengeklappt und wieder
ausgerollt, so dass das Ergebnis an Blätterteig erinnert.
Sie werden zu Tanduri-Gerichten serviert. Das Formen des Teiges
ist etwas aufwendig. Der Ablauf ist aber genau zu befolgen, weil
das Brot sonst nicht die besondere Blätterteigart von Original-Chapati
bekommt.
Einfache
Alternative: Naan
Zutaten
(6-8 Portionen):
- 500
g Vollkornmehl,
- Salz,
- etwa
2 Teelöffel Öl,
- 2
- 2.5 dl lauwarmes Wasser
Alle
Zutaten mischen und einen Teig bereiten. Den Teig zu Fladen formen
und backen.
Kleine
Warenkunde: Mehl
Die
Typenzahl bezeichnet den Anteil der Kleie im Mehl (resp. Mineralstoffgehalt).
Eine Type von 1400 entspricht z.B. einem Weizenkleieanteil von
10%.
Die
Ermittlung der Type bzw. Helligkeit erfolgt durch die Bestimmung
des Mineralstoffgehaltes. Niedrige Mehl-Typen wie 405 sind - mit
geringem Mineralstoffgehalt - sehr hell, hohe Typen wie 1800 sehr
dunkel und reich an Mineralstoffen. Die Typenzahl bezeichnet hierbei
den Mineralstoffgehalt in Gramm pro 100 Kilogramm wasserfreiem
Mehl.
Type
1150 - für Mischbrote, regional unterschiedlich verbreitet
Type 1050 - für Mischbrote oder herzhafte Backwaren im Haushalt
Type 1370/1740 - typische Bäckermehle für
herzhafte Roggen- und Roggenmischbrote
Unseres
Wissens nach gibt es Type 1700 (Weizenbackschrot ohne Keimling)
für indische Roti-Fladen etwa in indischen Supermärkten
(Chapati-Atta = Mehl) z.B am Wiener Naschmarkt. Ansonsten 1370
bzw. 1740 alternativ.
LINKTIPPS:
.... Rezept: Kochen mit Curry Teil 1 - "Garam Masala"
.... Rezept: Masala-Chai - indischer Gewürztee
.... Rezept: Mango-Lassi
.... Rezept: Tandoori-Huhn
.... Rezept: Murkha Dal (indischer Linsentopf)
.... Rezept: Peshwari Naan
.... Rezept: Gemüse-Kokos-Curry
.... Rezept: indische Linsensuppe mit Koriander
.... Rezept: Rote Linsensuppe mit Creme fraiche
.... hier geht's zum Archiv
|
***
Der aktuelle Buchtipp zum Thema ***
|
(klick)
|
Ministry
of Food - Jamie's Kochschule
Für
Jamie Oliver ist klar: Jeder kann kochen! Ganz egal
wie viel Zeit, Geld oder Erfahrung man hat. Denn Jamie
verspricht: Jeder, der in "Jamies Kochschule"
schmökert, kann danach leckere neue Gerichte auf
den Tisch zaubern - und lernt ganz nebenbei vieles übers
Kochen. Sein unkonventioneller Kochkurs der unterhaltsamen
Art steckt deshalb nicht nur voller toller neuer Rezeptideen
für Jamie-Fans, sondern ist auch das perfekte Buch
für all jene, die sich bisher nicht an den Herd
trauten.
|
|
|