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Rezept der Woche
Kalenderwoche 49; 2007

Spinatknödel mit Gorgonzolasauce

Spinatknödel mit Gorgonzolasoße

Zutaten (4 Portionen):

  • 150 g Spinat, evtl tiefgekühlt und aufgetaut
  • 125 ml Milch
  • 250 g Knödelbrot (Weißbrot, Brötchen) altbacken
  • 80 g Mehl
  • 1 kleine Zwiebel
  • 1 Zehe Knoblauch
  • 1 Bund Petersilie
  • 2 Eier
  • 150 g Käse, gerieben
  • 70 g Butter
  • Salz
  • Pfeffer
  • Muskatnuß

Für die Gorgonzolasauce

  • 200 g Gorgonzola (oder anderen Blauschimmelkäse)
  • etwa 125 ml Obers (Sahne)
  • Salz
  • Pfeffer (frisch gemahlen)

1.) Spinat blanchieren, gut abtropfen lassen und fein wiegen oder mixen.

2.) Zwiebel und Knoblauchzehe fein würfeln und in etwas Butter leicht glasig anschwitzen, Petersilie hacken und alles zu den Brötchenwürfeln geben und mit der Spinatmilch (Milch, Eier, Muskatnuß) übergiessen.

3.) Geriebenen Käse und zerlassene Butter untermischen, mit Salz und Pfeffer kräftig abschmecken. Alles gut durchmischen und gleichmäßig durchziehen lassen.

4.) Mit nassen Händen Knödel formen, fest rollen, so dass sie aussen glatt sind. In kochendes Salzwasser geben und 10-15 Min. bei milder Hitze garziehen lassen.

5.) Für die Käsesauce den Obers (Sahne) langsam erhitzen und den Blauschimmelkäse (z.B. Gorgonzola) darin lansam schmelzen lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und zusammen mit den Spinatknödeln servieren.

Zubereitungszeit: ca. 45 min.

Information: Je nach Aussaattermin unterscheidet man zwischen dem zarten Frühlings- und Sommerspinat (Ernte von März bis Mai), der auch als Salat gegessen werden kann, und dem kräftigeren, langstieligen Herbst- und Winterspinat (Ernte von September bis November), der immer gekocht wird.

Die einfachste Zubereitung ist, ihn nach dem Waschen noch nass ohne weitere Flüssigkeitszugabe in einen Topf zu geben und zugedeckt unter gelegentlichem Rühren kurz zu garen, bis er zusammengefallen ist. Anschließend kann er nach Geschmack mit z. B. Salz, Pfeffer, Knoblauch und Olivenöl abgeschmeckt werden. Bei dieser Art der Zubereitung bleiben auch die meisten Inhaltsstoffe erhalten.

Spinat ist ein regelrechter Jungmacher, er wirkt im Dreier-Vitaminpaket (Beta-Carotin, Vitamin E und C) gegen freie Radikale, und ist als excellenter Folsäurelieferant besonders wichtig für werdende Mütter. Die Mär von riesigen Mengen Eisen, die Generationen von Kindern den Spinat verhasst machte, beruhte jedoch auf einem Kommafehler und stellt einen der größten Ernährungsirrtümer der Ernährungslehre dar.

Nach Berechnungen eines Wissenschaftlers aus dem 19. Jahrhundert enthalten 100 Gramm Spinat sagenhafte 35 Milligramm Eisen. Zugegeben, das ist mehr als üppig. Was leider nicht so bekannt ist: Der Wissenschaftler arbeitete mit 100 Gramm getrocknetem Spinatpulver. Seine Ergebnisse waren korrekt, sie wurden allerdings falsch kopiert. Bunge bezog seine Angaben nämlich auf Spinatpulver, auf getrockneten Spinat also, der aus einem Kilo Frischware hergestellt wurde, das hatten die Abschreiber offensichtlich übersehen. Da das Gemüse zu 90 Prozent aus Wasser besteht, schrumpft damit der Eisengehalt für frischen Spinat auf gar nicht mehr ungewöhnliche 3,5 Milligramm pro hundert Gramm.

Da Spinat zu den nitratreichen Lebensmitteln gehört, sind einige Punkte bei der Zubereitung zu beachten. Nitrat ist zwar selbst nicht schädlich, kann aber durch falsche Behandlung zu Nitrit umgewandelt werden, das den Sauerstofftransport im Blut behindert und als Nitrosamin im Verdacht steht, krebsfördernt zu sein. Durch Garen kann der Nitratgehalt um bis zu 70% gesenkt werden. Kochwasser daher nicht weiterverwenden! Spinat sofort nach dem Kochen servieren! Längeres Aufbewahren bei Zimmertemperatur und langes Warmhalten begünstigt die Nitritbildung - Spinat daher immer frisch und zügig verarbeiten.

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