Abnehmen
durch gesunde Ernährung

Angelockt
von Versprechungen wie "5 Kilos in 10 Tagen",
"Essen Sie was Sie wollen und nehmen Sie trotzdem dabei ab", ...
oder Ähnlichem, stehen Menschen immer wieder alle möglichen
(und unmöglichen) Kuren, einseitigen Diäten und "Wunderbehandlungen"
durch.
Nach einer gewissen Zeit müssen die meisten erkennen,
daß es noch die "leichtere Übung" war, das Gewicht abzunehmen,
als das Zielgewicht dann auch lange Zeit zu halten.
Denken
Sie daran: Kein einzelnes Lebensmittel macht dick, sondern nur die
gesamte Ernährungsweise. Es gibt daher keine "guten"
und "schlechten" Lebensmittel und somit auch keine strikten
Verbote. Versuchen Sie immer, sich abwechslungsreich zu ernähren
- dadurch werden Sie mit allen wichtigen Vitaminen und Mineralstoffen
optimal versorgt. Leichter gesagt als getan? Wir glauben nicht, beherzigen
Sie bloß die einfachsten Regeln! Wir sagen Ihnen wie's geht.
Dazu fangen wir mit den wichtigsten Grundsätze für eine
gesunde Ernährung an.
10
einfache Regeln für gesunde Ernährung
- Nehmen
Sie sich Zeit, genießen Sie Ihr Essen
Bewusstes Essen hilft, richtig zu essen. Lassen Sie sich Zeit
beim Essen. Das macht Spaß, regt an, vielseitig zuzugreifen
und fördert das Sättigungsempfinden.
- Achten
Sie auf Ihr Wunschgewicht und bleiben Sie in Bewegung
Tun Sie regelmäßig etwas für Fitness, Wohlbefinden
und Ihre Figur.
- Schmackhaft
und schonend zubereiten
Kurzes Garen mit wenig Wasser und wenig Fett erhält den natürlichen
Geschmack der Speisen und schont die Nährstoffe.
- Vielseitig
essen
Genießen Sie die Lebensmittelvielfalt. Es gibt keine
"gesunden" oder "ungesunden" Lebensmittel.
Auf die Menge, Auswahl und Kombination kommt es an.
- Getreideprodukte
am besten aus Vollkorn (soferne Sie es vertragen) - mehrmals
am Tag, auch Kartoffeln sollen nicht fehlen.
- 5
x am Tag Gemüse und Obst
Frisch, kurz gegart oder auch als Saft liefern Obst und
Gemüse reichlich Vitamine, Mineralstoffe, Ballaststoffe
und sekundäre Pflanzenstoffe.
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- Wenig
Fett und fettreiche Lebensmittel
Fettarmes Fleisch und fettarmen Aufschnitt bevorzugen. In
der Küche hochwertige pflanzliche Speiseöle, wie
Olivenöl oder Rapsöl, bevorzugen.
- Zucker
und Salz sparsam verwenden
- Reichlich
Flüssigkeit trinken
mindestens 1,5 Liter jeden Tag. Alkoholische Getränke
nur gelegentlich und in kleinen Mengen konsumieren (bei
Männern z.B. 0,5 l Bier oder 0,25 l Wein pro Tag.
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- Täglich
Milchprodukte
1 x in der Woche Fisch. Fleisch, Wurstwaren sowie Eier
in Maßen
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Greifen
Sie außerdem mehr zu
- Getreideprodukten
(Brot, Gebäck, Teigwaren, Reis, Nockerl, ...) - vorzugsweise aus
Vollkornmehl
- Hülsenfrüchten,
Gemüse und Salaten
- Obst
->
Sie machen nicht nur wunderbar satt, sondern versorgen Sie auch
noch mit vielen wichtigen Vitaminen und Mineralstoffen.
Im
vollen Korn steckt viel Kraft - Vollkornprodukte machen nicht nur
länger satt als Weißmehlprodukte, sie helfen auch mit, Ihre Verdauung
in Schwung zu halten (wenn Sie genügend dazu trinken).
Praxis-Tipp:
- Machen
Sie Ihre Beilage und Gemüse zur Hauptspeise und das Fleisch zur
Beilage. Schneiden Sie Ihr Brot ruhig etwas dicker - dafür den
Belag dünn drauflegen.
- Nehmen
Sie sich öfters die asiatische und italienische Küche zum Vorbild:
viel Reis,
Teigwaren,
Kartoffeln und Gemüse. Wenn's dann noch aus vollem Korn ist, dann
ist's perfekt.
- Aus
Hülsenfrüchten lassen sich ebenfalls köstliche Gerichte zaubern,
die sogar dem eingefleischten Verfechter bodenständiger Küche
schmecken werden (z.B. Bohnengulasch mit Brot, Linseneintopf mit
Kartoffeln, ...)
-
An Gemüse soll's nie fehlen! Ob gedünstet oder roh - je nach Ihrem
Geschmack. Versuchen Sie auch abends zur kalten Jause Tomaten,
Rettich, eingelegtes Gemüse, ... oder eine Salatschüssel dazu.
- Planen
Sie täglich Vollkornprodukte ein: ein leckeres Müsli zum Frühstück,
Vollkornbrote und -gebäck, Vollkornnudeln, ... Verwenden Sie auch
Vollkornmehl zum Kochen: für Nockerln, Palatschinken oder Kuchen,
...

Fett
macht dick
Brot,
Nudeln, Kartoffeln, ... wurden lange Zeit zu unrecht als Dickmacher
verpönt. Nicht das Brot oder die Bohnen machen dick, sondern der
fette Belag auf dem Brot oder der fette Speck bei den Linsen.
60
- 80 g Fett pro Tag - mehr sollten es wirklich nicht sein -
wir Österreicher essen aber oft sogar das Doppelte davon. Denn vieles,
was uns besonders gut schmeckt, enthält leider reichlich Fett. Und
das Heimtückische daran ist, daß man es ihnen nicht immer ansieht.
Wer würde schon in 100 g Leberkäse 28 g, in einem Stück Bratwurst
(150 g) 43 g, in 1 Tafel Schokolade (100 g) 32 g Fett vermuten?
Und achten Sie vor allem auf die wirklich heimtückischen
Transfettsäuren,
Sie schleichen sich unbemerkt in unsere Nahrung und sind wirklich
schädlich für unsere Gesundheit. es handelt sich dabei
um industriell gehärtete pflanzliche Fette, bei deren Herstellung
neue, dem Körper fremde Fettmoleküle - eben in Form von
Transfettsäuren - entstehen.
Zur Gesamtaufnahme dieser Fettsäuren tragen vor allem Margarinen
und Backfette bei. Wir finden sie aber auch in Fast Food, fertigen
Kuchen und Keksen. Einen hohen Anteil an Transfettsäuren (TFA)
haben generell Frittiertes, Gebackenes (auch aus der Bäckerei)
und industriell hergestellte Lebensmittel wie z.B. Fertigpizzen,
Knabbereien oder auch Softeis und Billig-Schokolade.
Wenn
schon Fett, dann "hochwertiges" Fett - geben Sie pflanzlichen Ölen
den Vorzug. Sie enthalten neben reichlich Vitamin E ungesättigte
Fettsäuren und wirken sich positiv auf ein erhöhte Cholesterinwerte
aus. Als gute Fettsäuren gelten Omega-3-Fettsäuren (vor
allem in Fischölkonzentrat, Rapsöl und Leinöl) und
Omega-9-Fettsäuren bzw. einfach ungesättigte Fettsäuren,
wie sie vor allem in Olivenöl (fast 75%!), Kernöl, Rapsöl,
Maiskeinöl, in
Nüssen
(deshalb auch als Gehirnnahrung bezeichnet) und Avocados vorkommen.
Wenn's
ums Fett geht, dürfen Sie geizig sein - es zahlt sich aus!
Einfache
Praxis-Tipps:
- Seien
Sie sparsam, wenn es um' s Streich- und Kochfett geht. Ein Teelöffel
kann Dosierhilfe sein. Verwenden Sie beschichtete Pfannen zum
Braten, Sie kommen mit sehr wenig Öl aus. Bedenken Sie: Panierte
und frittierte Speisen saugen das Fett wie ein Schwamm auf.
- Bevorzugen
Sie mageres Fleisch - egal ob vom Schwein, Rind, Kalb,
Wild
oder Geflügel. Wechseln Sie mit fleischlosen Hauptgerichten ab.
Es muß nicht jeden Tag Fleisch auf dem Tisch stehen.
- Planen
Sie öfters Fisch ein - als Empfehlung gilt: 1 - 2 mal pro Woche
- Bevorzugen
Sie fettarmen Belag für Ihr Brot! In den meisten Wurstsorten und
Fleischaufstrichen verbergen sich riesige Fettmengen. Greifen
Sie lieber öfters zu Putenwurst, Schinken, mageren Braten - dünn
aufgeschnitten. Probieren Sie magere Käsesorten (bis 45 % FiT)
wie Berggraf, Magrom, Bierkäse, Quargel, Bad Ischler, Bergtilsiter,
Gervais "leicht", ... . Selbst zubereitete Topfenaufstriche (mit
Kräutern, nach Liptauer Art, Kren oder Thunfisch, ...) bringen
ebenfalls Abwechslung auf Ihr Brot.
- Zum
Binden von Suppen und Saucen verwenden Sie Mehl oder Maisstärke
mit Milch verrührt statt der üblichen fetten Einbrenn. Verzichten
Sie lieber auf den "Schuß" Obers oder den Becher Creme fraiche
- ein Löffel Kaffeeobers oder Sauerrahm tut's auch (wenn überhaupt
nötig). Pürieren Sie etwas Gemüse oder eine gekochte Kartoffel
mit - das macht die Suppe oder Sauce auch sämiger.
- Sind
Sie eine Naschkatze? Die fettarme Alternative zur Blätterteig-Topfengolatsche,
Schwarzwälder Kirschtorte oder Cremeschnitte sind Mehlspeisen
aus Germteig, Biskuitteig oder Strudelteig; z.B. Apfelstrudel,
Topfentorte (mit wenig Obers) mit Früchten, Biskuitroulade (mit
Marmelade gefüllt), Germteigstriezel, ... . Nicht nur Torten mit
Cremefüllungen enthalten viel Fett. Auch zahlreiche "trockenen"
Kuchen sind mit großen Mengen Fett zubereitet. Gusto auf Schokolade?
Gönnen Sie sich ab und zu ein kleines Stück und genießen Sie es.
Aber vielleicht können Ihnen auch Gummibärchen, Zuckerl oder Kaugummi
(= 0 g Fett) bei Ihrem Süßgusto helfen.
- "Wenn
ich nur aufhören könnte ..." lassen Sie die Packung mit Erdnüssen,
Chips und Crackern besser geschlossen - eine fettarme Alternative
wäre frische Rohkost mit Joghurt-Dips.
Trinken,
trinken, trinken ...
1,5
l Flüssigkeit pro Tag sollten es mindestens sein Löschen Sie Ihren
Durst mit Leitungswasser, Mineralwasser, (ev. leicht gesüßte) Tees,
stark verdünnte Obstsäfte, Gemüsesäfte statt mit Limonaden, Most,
Bier, Wein, ...
Gewichtsreduktion
- Wundermittel gibt es nicht !
Langfristiger
Erfolg kann nur durch eine dauerhafte Umstellung der Ess- und Trinkgewohnheiten
erfolgen, die nicht als "unnatürlich" empfunden werden.
Ideal ist eine ausgewogene energiereduzierte Mischkost (z.B. Weight-Watchers-
Diät, oder auch Brigitte-Diät), mit dem Ziel, das Ernährungsverhalten
langfristig umzustellen.
Aus
einem ständigen Missverhältnis zwischen Energieaufnahme
(Nahrungszufuhr) und Energieverbrauch (Muskelarbeit) entsteht Übergewicht.
Das richtige Essverhalten muss in Zusammenarbeit mit Ernährungsfachleuten
(Dipl.-Diätassistentin bzw. Diätologen, Arzt) unter fortlaufender
Kontrolle erlernt werden, um auch einen Langzeiterfolg bei der Gewichtsabnahme
erzielen zu können.
Bewegung
unterstützt das Abnehmen
Eine
Selbstverständlichkeit: Ohne Bewegung geht gar nichts!
Regelmäßige
körperliche Bewegung trägt zum Wohlbefinden bei und unterstützt
sie beim Abnehmen. Wer sich nicht bewegt, dessen Stoffwechsel läuft
auf Sparflamme. Sport verbraucht Energie und trainierte Muskeln
verbrennen am liebsten Fett - selbst dann, wenn sie nicht bewegt
werden. Und: wer Muskeln zulegt, erhöht seinen Grundumsatz
und verbrennt so auch mehr Energien, wenn gerade gar nichts getan
wird. Die für Sie optimale sportliche Betätigung ist aber
von Ihrer individuellen Verfassung abhängig und am besten ebenfalls
mit Ihrem Hausarzt abzuklären.
- Bringen
Sie Bewegung in Ihren Alltag mit zum Beispiel Treppen steigen
statt den Lift zu benützen, zur Arbeit mit dem Fahrrad statt mit
dem Auto, ...
- Planen
Sie mindestens 2 x pro Woche ½ Stunde Bewegung (z.B. Radfahren,
Schwimmen, Laufen, ...) ein.
Wichtig
ist, daß es Ihnen Spaß macht. Wohlfühlen ist alles. Mit verbissenem
Training ist's wie mit einer strengen Diät - man hält nicht lange
durch.
LINKTIPPS:
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