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Brot
& Gebäck:
Kleines Wissens-ABC

Produkte
aus Getreide zählen zu unseren wichtigsten Grundnahrungsmitteln.
Brot ist auf Grund seiner Hauptzutat, dem Getreide, ein besonders
nährstoffreiches Lebensmittel,
allerdings gilt es auch beim Konsum von Brot & Gebäck einige
Regeln zu beachten, um
in der unüberschaubaren Produkt- und Informationssvielfalt
den "gesunden Überblick" zu bewahren.
Brot
ist ein traditionelles Nahrungsmittel, das aus einem Teig aus gemahlenem
Getreide (Mehl), Wasser, Salz und einem Teiglockerungsmittel (Hefe
oder Sauerteig) und eventuell weiteren Zutaten gebacken wird. Der
äußere obere Teil wird als Brotkruste bezeichnet, das
Innere ist die sogenannte Brotkrume. Der uns heute bekannte Brotlaib
wurde aller Wahrscheinlichkeit nach bereits 2000 v. Christus im
Orient durch Zusatz von Hefe bzw. Sauerteig geformt.
Brot
& Gebäck - Wellness- und Gesundheit pur!?
Das
enorme Angebot an Brot- und Gebäcksorten führt oft zur
Qual der Wahl. An die hundert verschiedene Sorten landen in den
Regalen. Aber sind auch alle gleich wertvoll? Auch heute braucht
der Bäcker nur vier Dinge zum Brotbacken: Mehl, Wasser, Salz
und Hefe und mit dieser Wundermischung werden in Österreich
und Deutschland heute um die 1000 Brot- und Gebäcksorten hergestellt,
alle weiteren Zutaten und Beigaben, wie z. B. Sonnenblumenkerne,
Nüsse oder Oliven sind dann Geschmackssache. Manche Zutaten
industriell gefertigter Produkte allerdings sind mehr als fragwürdig,
dazu zählen vor allem
Farb-
und Konservierungsstoffe.
Nähr-
und Ballststoffe
Das
angenehme bei Brot ist das günstige Verhältnis der Inhaltsstoffe,
die einerseits reich an Kohlenhydraten und andererseits arm an Fetten
sind. Langkettige und damit kontinuierlich energiespendende Kohlenhydrate
sind das Herzstück jedse Getreidekorns und somit jedes Brotweckens.
Mit reichlichem Brotkonsum kommt man demnach der wissenschaftlichen
Empfehlung nach, zur optimalen Energiezufuhr mehr als die Hälfte
der aufgenommenen Kalorien aus Kohlenhydratquellen zu beziehen.
Weiters
empfiehlt sich Brot und Gebäck durch seinen hohen Anteil an
Ballaststoffe, die von der Ernährungswissenschaft empfohlene
Menge von 30 Gramm täglich tatsächlich zu erreichen. Ballaststoffe
sind für den menschlichen Organismus unverdauliche Kohlenhydrate,
die nachweislich ganz wesentlich zu einer ausgewogenen Darmflora
beitragen. Aufgrund ihres Wasserbindungsvermögens quellen Ballaststoffe
im Dickdarm auf und helfen mit, die Verdauung in Schwung zu halten,
dazu binden sie auch "unerwünschte" Stoffe, wie etwa
Cholesterin auf Ihrem Weg durch den letzten Darmabschnitt und befördern
diese so mit aus dem Körper. Aus ernährungsmedizinischer
Sicht ist eine Versorgung mit Ballaststoffen unverzichtbar.
Inhaltsstoffe
Getreide,
Mehl und Brot sind nicht nur Lieferanten für wichtige
Vitamine
(vor allem aus der B-Gruppe) - und für Mineralstoffe wie Eisen
und Kalzium, sondern sie sind auch weltweit eine entscheidende Nahrungsquelle
für Eiweiß. Kohlenhydrate in Form von Stärke werden
vom Körper langsam verwertet, versorgen den Körper kontinuierlich
mit Energie und sind günstig für den Blutzuckerspiegel
und die Sättigungswirkung. Rund drei viertel der in unserer
Kost enthaltenen Stärke - Kohlenhydrate entstammen der Getreidenahrung.
Allerdings
gilt bei obigen Angaben zu beachten, dass die Mengen an Vitaminen,
Mineral- und Ballaststoffen stark von der jeweiligen Brotsorte abhängen.
Mehl
Mehl
ist der Sammelbegriff für alle Getreidesorten, die gemahlen
wurden. Die Bezeichnung stammt aus dem Althochdeutschen: "melo"
bedeutet so viel wie zerriebenes oder gemahlenes Pulver. Doch bei
dem Grundnahrungsmittel gibt es bedeutende Unterschiede - die Typenlehre
gibt Aufschluss für den Verbraucher.
Die
verschiedenen Getreidearten, die als Mehl weiterverarbeitet werden,
gehören überwiegend zur Familie der Gräser und sind
als Weizen, Dinkel, Roggen, Gerste, Hafer, Hirse, Mais und
Reis bekannt. Dazu gibt es noch die alte Kulturpflanze Amaranth
(auch bekannt als Korn der Indios), die jedoch kein Getreide ist,
sondern eine getreideähnliche Pflanze, die ebenso zu den Fuchsschwanzgewächsen
(Amaranthaceae) gehört wie Quinoa, auch Reismelde, Inkakorn
oder Perureis genannt. Die mineralstoffreichen Blätter werden
als Gemüse oder Salat verzehrt. Die senfkorngroßen Samen
haben eine getreideähnliche Zusammensetzung, trotzdem wird
Quinoa, ebenso wie Amarant, als glutenfreies "Pseudogetreide"
bezeichnet. Der Gehalt an Eiweiß und einiger Mineralien (besonders
Magnesium und Eisen) übertrifft sogar das gängiger Getreidearten.
Es enthält sehr wenig Fett und über 50% ungesättigte
Fettsäuren.
Im
Vergleich zu einheimischen Getreidearten wie zum Beispiel Weizen
oder Hafer enthält die Körnerfrucht der Amaranth-Pflanze
einen höheren Proteinanteil mit besserer Proteinqualität,
und der Anteil an essentiellen Aminosäuren macht Amaranth zum
wichtigen Eiweißlieferanten. Ebenso weist der Fettanteil eine
hochwertige Zusammensetzung auf. Das in den Samen enthaltene Öl
besteht zu 70 Prozent aus ungesättigten Fettsäuren. Darüber
hinaus besitzt Amaranth einen hohen Mineralstoffgehalt (vor allem
Kalzium, Magnesium, Eisen und Zink) und ist bestens für Menschen
geeignet, die unter Getreideunverträglichkeit (
Zöliakie)
leiden, da die Samenkörner glutenfrei sind. (Gluten sind bestimmte
Eiweißstoffe, die in den meisten Getreidearten vorkommen und
auf die Menschen mit Glutenunverträglichkeit allergisch reagieren).
Eines ist allen genannten Pflanzenarten gemein: Sie liefern lebenswichtige
Nähr- und Wirkstoffe. Vor allem die Vitamine der B-Gruppe.
Zudem stecken Mineralstoffe und Ballaststoffe in Hülle und
Fülle im ganzen Getreidekorn. Produkte aus dem vollen Korn
sind für die Ernährung wertvoll, weniger aber Auszugsmehle
wie Weizenmehl Type 405, bei dem Randschichten und Keimling entfernt
sind. Der größte Teil des Getreides wird bei uns allerdings
in Form von weißen Auszugsmehlen verzehrt. Brot ist dabei
das wichtigste Getreideerzeugnis und besteht meist aus Roggen- und
Weizenmehl oder Mischungen.
Mehle
werden nach ihrem Ausmahlungsgrad und den Mehltypen unterschieden.
Der Ausmahlungsgrad bezeichnet den Gewichtsanteil beim vermahlten
Getreide in Prozent. Vollkornmehl entspricht einem Ausmahlungsgrad
von 100 Prozent. Der Ausmahlungsgrad ist das wichtigste Merkmal
für den gesundheitlichen Wert. Davon hängt ab, wie viel
von den nährstoffreichen Anteilen der Randschichten in das
Mehl gelangen. Deshalb gilt: Je höher umso besser.
Die
Mehltypen
geben den mittleren Mineralstoffgehalt in Milligramm pro 100 Gramm
Mehl als Trockenmasse an. Die Mehltype 405 hat also einen mittleren
Mineralstoffgehalt von 405 Milligramm pro 100 Gramm Mehl. Die Mehltypenbezeichnung
ist gesetzlich vorgeschrieben. Je höher die Typenzahl beim
Mehl, desto mehr vom ganzen Korn steckt in ihm. Vollkornmehle bestehen
immer aus allen Bestandteilen des Korns und haben keine Typennummer.
Kleines
Brot-ABC
Ich
leide an Milchunverträglichkeit, muss ich auf Brot verzichten,
das mit Milchsäure verarbeitet wurde?
Nein,
beim Prozess der Sauerteigreifung entstehenden organischen Säuren
- darunter Milch- und essigsäure - führt bei Menschen
die an einer
Laktoseintoleranz
(Milchzuckerunverträglichkeit) zu keinerlei allergischen
Reaktionen.
Was
sind Gluten?
Gluten
sind Eiweißbestandteile, die in den meisten getreidesorten
enthalten sind. Menschen, die an der Stoffwechselerkrankung Zöliakie
leiden, können diese nicht verdauen und müssen auf glutenfreie
Spezialbrote (etwa aus mais oder Buchweizen) zurückgreifen,
da schon kleinste Spuren von Gluten bei ihnen schlimme Durchfälle
verursachen würden.
Was
bedeutet "Unter Zusatz von Malzextrakt hergestellt"?
Malzextrakt
wird aus gekeimter Gerste gewonnen, wobei die Stärke des Korns
durch korneigene Enzyme zu Malzzucker abgebaut wird. Dieser Malzzucker
(Malzextrakt) wird hauptsächlich Weizenteigen als sogenannte
Hefenahrung beigegeben und dient in geringen Mengen als Geschmacksabrundung.
Was
ist Guarkernmehl?
Guakernmehl
wird aus dem Samen der Guarpflanze (einer Hülsenfrucht) gewonnen
und zählt mit seinen unverdaulichen Kohlenhydraten zu den Ballaststoffen.
Guarkernmehl wir heute beim Backen dazu verwendet, um einen optiomale
Feuchtigkeitsverteilung , also eine saftige Krume im Brot zu erreichen.
Früher wurden dazu gekochte Kartoffel (Erdäpfel) verwendet.
Guakernmehl ist ein völlig unbedenklicher
Lebensmittelzusatzstoff,
der auch bei der herstellung von Bioprodukten erlaubt ist.
Aufbewahrung
-
Brot
gehört nicht in den Kühlschrank, denn dort wird es schnell
altbacken und trocken, da ihm im Kühlschrank die Feuchtigkeit
entzogen wird.
- Aber
bei Zimmertemperatur droht - vor allem im Sommer - Schimmelgefahr.
Brot kommt mit rundum keimfreier Kruste aus dem Ofen! In Österreich
und Deutschland werden für frisches Brot und Gebäck
immer seltener Konservierungsstoffe verwendet: Über 95 Prozent
kommen heute "ohne" in die Bäckereien und Regale.
Das bedeutet allerdings: regelmäßige Schimmelvorbeugung
ist im Haushalt unverzichtbar.
- Die
Entwicklung von Schimmelpilzen wird von Wärme und Luftfeuchtigkeit
begünstigt, deshalb Brot nicht luftdicht verpacken!.
- Der
ideale Aufbewahrungsort ist trocken und sauber, um die 18°C
- bestens geeignet sind dafür Brotkästen aus Holz bzw.
Steinguttöpfe.
- Das
Wichtigste zum Schimmelschutz ist die sorgfältige Reinigung
des Brotbehälters daheim. Alte Brotreste und Krümel
sollten alle 2 - 3 Tage entfernen werden, denn sie begünstigen
zusammen mit Feuchtigkeit die Entstehung von Schimmel.
- Den
Vorratsbehälter wischt man mit Essigwasser aus, um Schimmelbildung
zu vermeiden.
Was
tun bei Schimmel am Brot?
Wenn
Brot einmal zu schimmeln begonnen hat, sollte es zur Gänze
weggeworfen werden, da die vorhandenen Schimmelsporen meist kegelförmig
tief ins Brot wachsen Schimmelgifte sind stark gesundheitsgefährdend,
deshalb verschimmeltes Brot auch nicht an Tiere verfüttern!
Webtipp
Brot
backen lernen mit dem Online-Brotbackkurs bei ISSGesund.at.
LINKTIPPS:
.... Wikipedia-Online-Enzyklopädie zum Thema Brot
....
Backen ohne Ei und Milch (Nahrungsmittel-Allergien)
.... Brot & Gebäck selber backen
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Rezept: Chapati & Naan: Indisches Fladenbrot selbstgemacht
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Rezept: Peshwari Naan: Süßes indisches Fladenbrot selbstgemacht
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Rezept: Köstlicher Brotsalat
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Rezept: Früchtebrot schnell & einfach
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einem Kapitel. Auch ohne biochemische Vorkenntnisse ist es leicht
zu verstehen. Der Autor gibt auch reichlich praktische Tipps,
wie man seinen Vitaminbedarf über die Ernährung deckt.
Außerdem sind für spezielle Probleme (wie Erkältung,
Gedächtnisschwäche oder Ischias) die wichtigsten Vitamine
und Gesundheits-Tipps angegeben." |
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