Österreichische
Diabetiker Vereinigung:
Moosstrasse
18/1, 5020 Salzburg
Tel: 05522/303 3667 Fax: 5522/303 2631
Diabetes
mellitus,
im Volksmund "Zuckerkrankheit" genannt, wird den Kohlenhydratstoffwechselerkrankungen
zugeordnet. Das Hauptsymptom: Ausscheidung von Zucker im Urin.
In
der Fachsprache hat sich Diabetes als Sammelbegriff für eine
heterogene Störung des Stoffwechsels, deren Leitbefund eine
Überzuckerung des Blutes (Hyperglykämie) ist, eingebürgert.
Ursache ist entweder ein Insulinmangel, eine Insulinunempfindlichkeit
(Insulinresistenz) oder beides. Je nach Ursache gibt es unterschiedliche
Diabetestypen, die jedoch verbindende Gemeinsamkeiten aufweisen.
Der
Verdauungsapparat verarbeitet die mit der Nahrung aufgenommenen
Kohlenhydrate, die beispielsweise in Zucker, Brot und anderen Getreideprodukten
enthalten sind, in Glucose. Diese wird anschließend über
die Blutbahn im gesamten Körper verteilt. Die Bauchspeicheldrüse
erzeugt ihrerseits in den Langerhansschen Inseln das regulierende
Hormon Insulin. Dieser Wirkstoff dockt an den Körperzellen
an und bewirkt die Öffnung von Poren in den Zellmembranen,
durch welche die Glucose in die Zellen zu ihrer Energiegewinnung
gelangt. Im Blutkreislauf darf sich jedoch eine größere
Menge von Glucose nicht länger als maximal 5 bis 6 Stunden
befinden, da sie sonst u. a. eine schädigende, irreversible
(nicht mehr rückgängig zu machende) chemische Verbindung
mit den Zellmembranen eingehen kann, die nicht durch einen niedrigen
Stoffwechsel zu kompensieren (auszugleichen) ist.
Weiterhin
werden die für das Immunsystem zuständigen weißen
Blutkörperchen in ihrer Funktion behindert, was insgesamt eine
Schwächung des Immunsystems bewirkt. Über den Blutparameter
(Blutkennzeichen) des HbA1c wird der durchschnittliche Blutzuckerspiegel
der letzten acht bis zehn Wochen ermittelt. Ein gesunder Mensch
hat einen HbA1c von etwa 4 bis 7%. Ist dieser Wert dauerhaft deutlich
erhöht, dann befindet sich also ständig eine zu große
Menge Blutzucker frei zirkulierend im Blutkreislauf und man spricht
von einem Diabetes mellitus.
Laut
Zahlen der "International Diabetes Federation", werden
im Jahre 2025 weltweit 333 Millionen Diabetiker erwartet. Der neue
Diabetes-Atlas weist eine Zahl von 314 Millionen Menschen aus, die
ein Risiko haben, an Diabetes mellitus zu erkranken. Die meisten
Menschen mit Diabetes mellitus sind im Alter zwischen 40 und 59
Jahren, wobei 10 % mehr Frauen als Männer Diabetes mellitus
und 20 % mehr Frauen als Männer eine gestörte Glucosetoleranz
haben.
An
Diabetes Erkrankte haben erhöhte Risiken einiger Erkrankungen,
wie etwa Schädigung der kleinen Blutgefäße, Nervenschädigungen,
diabetischer Fuß, Fettleber, u.v.m.
Personen,
die ihren Lebensstil nicht entsprechend den Empfehlungen (etwa der
UKPDS-Studie, bzw. der Steno-2-Studie) ändern, haben ein erhöhtes
Risiko, Spätschäden zu erleiden. Nur eine Minderzahl von
Diabetikern bleibt trotz schlechter Lebensgewohnheiten (fettes Essen,
Bewegungsmangel, mangelhafte Kontrolle des Blutzuckers) von Spätschäden
verschont.
Bei
der Therapie ist zwischen den einzelnen Typen (Diabetes Typ1 bis
Typ 4) zu unterscheiden.
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Für
den Diabetiker spielt die Ernährung eine wichtige Rolle.
-
Speisen, die mit
Zucker zubereitet
werden (Mehlspeisen) müssen gemieden werden
- Kartoffeln,
Teigwaren Reis und Brot sowie Obst können nur in beschränkter
Menge verzehrt werden
- Zusätzlich
ist auch die Fettzufuhr zu verringern.
Als
allgemeine Empfehlung für die Energieverteilung gilt auch für den
Diabetiker:
- 10-12
% Eiweiß
- 30-35
% Fett und
- 53-55
% Kohlenhydrate
Die
"Diabeteskost" entspricht damit den Richtlinien einer gesunden Ernährung.
Bei der Verwendung von sogennanter Diabetikerprodukten ist darauf
zu achten, daß sie in vielen Fällen nicht weniger Kohlenhydrate
als andere handelsübliche Produkte enthalten. Es werden nur andere
Zucker, wie der Zuckeraustauschstoff Sorbit oder Fruchtzucker, verwendet.
Damit diese Produkte gut schmecken, ist der Anteil der Fette höher.
Vorsicht
ist bei Mehlspeisen, Zeralienprodukten (z.B.: Müslimischungen und
Frühstücksflocken, die Zucker, Rosinen, Trockenobst und Nüsse enthalten),
Weintrauben sowie Fruchtsäften und Limonaden geboten. Versteckte
Fette finden sich in Wurst- und Fleischwaren sowie in Milch- und
Milchprodukten mit mehr als 40 % F.i.T.
Und
wer gerne auswärts ißt, muß darauf nicht verzichten! Man kann sich
in fast jedem Restaurant durch Salate, Gemüseplatten, gegrilltem
Fleisch oder Fisch und der erlaubten Menge an Beilagen schlemmen
- und wird satt!
LINKTIPPS:
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Linksammlung zum Thema Diabetes
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