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Grippe-Informationen


Realinformationen:

AKH-Klinik für Allgemeinmedizin
Vorstand: Prof. Dr. M. Maier
A-1090 Wien, Währinger Gürtel 18-20
Tel.: 01 / 40400-0

SMZ-Ost (Donauspital)
A-1220 Wien, Langobardenstraße 122
Telefon: 01/288 02 - 0 Telefax: 01/288 02 - 2050
E-Mail: karl.burggraf@smz.magwien.gv.at
Internet: www.health.magwien.gv.at


grippaler Infekt

Die "echte Grippe" ist eine akute Infektion des Atemtraktes, die durch die Influenza-Viren ausgelöst wird. Die Ansteckung erfolgt durch eine Tröpfcheninfektion (Husten, Niesen, etc.).

Der Grippevirus wird in die Lunge eingeatmet, setzt sich dort fest und vermehrt sich. Die Folge ist eine Entzündung der Atemwege und nach ein bis drei Tagen entwickelt sich das typische Krankheitsbild. Die Patienten sind ein bis 2 Tage vor und bis zu 7 Tage nach Auftreten der Symptome ansteckend.

Bei fieberhaften Viruserkrankungen, die in der kalten Jahreszeit auftreten, spricht man im Volksmund meist von "der Grippe". In manchen Fällen kann es sich dabei auch wirklich um eine echte Virusgrippe (Influenza) handeln, meist ist es jedoch eine Infektion mit einem oder mehreren der mehr als 200 Schnupfenviren. Die Symptome sind verstopfte Nase, Halsentzündung und Fieber. Sie sollten innerhalb weniger Tage wieder vergehen. Wirksames Medikament gegen die Viren gibt es keines, auch die Entwicklung einer Impfung scheitert an der großen Zahl und Vielfalt der möglichen Krankheitserreger. In der Apotheke rezeptfrei erhältliche Mittel (am bekanntesten ist das Aspirin) wirken jedoch fiebersenkend, entzündungshemmend und schmerzstillend. Wegen der Kreislaufbelastung durch das Fieber ist Bettruhe dennoch anzuraten.

Im Gegensatz zur harmlosen Erkältung ist die echte Grippe (Influenza) eine nicht zu unterschätzende Infektionskrankheit. Je nach Virenstamm kann sie lebensgefährliches Fieber verursachen. Die gefürchtete "spanische Grippe", die nach dem Ersten Weltkrieg in Europa wütete, kostete Millionen Menschenleben und war die größte medizinische Katastrophe der Geschichte. Doch auch die Influenza-Wellen, die uns jedes Jahr heimsuchen, sind nicht zu unterschätzen. Der Betroffene merkt den Unterschied zur Erkältung meist recht leicht: Hohes Fieber, schweres Krankheitsgefühl und häufig quälende Gliederschmerzen sind Zeichen für eine Influenza. In solchen Fällen ist unbedingt Bettruhe einzuhalten und bei sehr hohem oder über meherere Tage andauerndem Fieber ein Arzt zu konsultieren. Das einzige wirksame Mittel gegen die Grippe ist die rechtzeitige Impfung. Angesichts der Schwere der Krankheit und der Tatsache, daß besonders ältere Menschen durchaus an der Grippe sterben können, ist die jährliche Impfung äußerst empfehlenswert.

Jährlich erkranken weltweit zwischen 10 und 15% der Bevölkerung an der "echten" Grippe (Influenza), das sind in Österreich 800.000 bis 1,2 Mio. Personen. Die höchsten Erkrankungsraten findet man bei Kindern und Jugendlichen. Jedes Jahr gibt es sogenannte Grippewellen. Sie treten in unseren Breiten vorzugsweise zwischen Dezember und März auf, ihre Dauer beträgt 6 bis 8 Wochen.

SYMPTOME:

Typisch für die Grippe ist das plötzliche Einsetzen schwerer Symptome. Im Vordergrund stehen Allgemeinsymptome wie Gliederschmerzen, Kopfschmerzen, Fieber, Schüttelfrost, allgemeines Krankheitsgefühl und Schwäche sowie Appetitlosigkeit. Weiters treten trockener Husten und Halsschmerzen auf. Bei Kindern kommt es häufig auch zu Übelkeit oder Erbrechen. Die Krankheitsdauer beträgt meist 7 bis 14 Tage, ein allgemeines Schwächegefühl und Appetitlosigkeit können jedoch noch über Wochen hinaus andauern. Im Gegensatz dazu beginnt ein grippaler Infekt (Erkältung) eher schleichend, im Vordergrund stehen Symptome wie Schnupfen und Halsschmerzen. Das Krankheitsgefühl ist viel geringer, Allgemeinsymptome wie Fieber fehlen oder sind nur schwach ausgeprägt.

Infolge einer Grippe kann es zu einer Reihe von Komplikationen kommen wie z.B. Mittelohr-, Lungen- und Herzmuskelentzündung. Diese Komplikationen treten in erster Linie bei Risikogruppen auf, das sind einerseits Personen über 65 Jahre und anderseits Personen mit chronischen Erkrankungen der Lunge (Asthma, chronische Bronchitis), des Herz-Kreislauf-Systems, Nierenerkrankungen, Diabetes sowie bei eingeschränkter Funktion des Immunsystems. Besonders für diese Personengruppen ist eine jährlich durchzuführende Grippeimpfung empfehlenswert.

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