Verein
von Raucher zu Nichtraucher
Raucherberatungsstelle / Wiener Gesundheitsberatung |
|
||||||
|
|
|||||||
|
RAUCHEN Wie es häufig anfängt Die meisten Raucher errinnern sich an ihre erste Zigarette. Geschmeckt hat sie oft nicht, und den meisten ist es auch schlecht gegangen. Denn der Körper hat noch anders reagiert. Wenn sie sich ans Rauchen gewöhnt haben, behaupten viele Raucher, daß ihnen die Zigarette (und vor allem "ihre" Marke) schmeckt. Vorbilder
prägen Das Passivrauchen Besonders
betroffen sind die Kinder rauchender Eltern. Sie können sich
nicht zu Wehr setzen, sie müssen mitrauchen. Es sei denn, die
Eltern rauchen nicht dort, wo sich ihre Kinder aufhalten. Das
gleiche Problem haben natürlich Paare, wenn einer der Partner
nicht raucht. Am Arbeitsplatz setzten sich zunehmend Nichtraucherschutz-Regelungen
durch. Schon das Kind im Mutterleib "raucht" mit. Wenn die Mutter
selbst Raucherin ist, nimmt das Kind durch den gemeinsamen Blutkreislauf
alle Tabakschadstoffe auf. Die Folge: Beeinträchtigungen der
geistigen und körperlichen Entwicklung. Kinder von Raucherinnen
haben bei der Geburt im Durchschnitt 100 bis 300 Gramm weniger
Gewicht als Kinder von Nichtraucherinnen. Auch besteht ein höheres
Frühgeburts- und Mißbildungsrisiko. Kinder erkranken wesentlich
häufiger an Entzündungen der Atemwege und der Lunge, wenn sie
rauchenden Eltern und Erziehern ausgesetzt sind. Die Beschwerden
von Asthmakranken und Allergikern können ebenfalls durch Tabakrauch
erheblich zunehmen. Hauptstrom
und Nebenstrom Kohlenmonoxid Raucher geraten bei körperlicher Anstrengung leichter außer Atem als Nichtraucher. Die Ursache hierfür ist vor allem das Kohlenmonoxid. Dieses giftige Gas gelangt zum größten Teil über die Lungenbläschen ins Blut. Dort wird es anstelle des Sauerstoffs an die roten Blutkörperchen gebunden. Es wird weniger Sauerstoff transportiert. Das Einatmen größerer Mengen Kohlenmonoxid bei starken Rauchen ruft deshalb Sauerstoffmangel in Geweben und Organen hervor. Dadurch entstehen Durchblutungsstörungen. Teer Teer
ist im Rauch in winzigen Partikeln enthalten, die sich mit jedem
Zug aus der Zigarette in den Atemwegen und der Lunge absetzen.
Nur ein geringer Anteil wird wieder ausgeschieden. Wer täglich
ein Päckchen Zigaretten raucht, nimmt pro Jahr eine Tasse Teer
auf. Luftröhre und Bronchien sind mit Flimmerhärchen ausgestattet,
die verhindern, daß in der Atemluft vorhandene Staubteilchen
in die Lunge gelangen. Man kann die Flimmerhärchen mit einem
Fließband vergleichen, das die eingedrungenen Schadstoffe wieder
nach draußen befördert. Dieser Mechanismus wird durch den Tabakteer
lahmgelegt. Die Flimmerhärchen werden bewegungsunfähig und später
sogar zerstört. So wird die Selbstreinigung der Atemwege praktisch
ausgeschltet. Die Schmutzstoffe können sich nun ungehindert
auf den Schleimhäuten ablagern. Da sie ein idealer Nährboden
für Bakterien und Viren sind, kommt es leicht zu Entzündungen.
Durch Husten versucht der Körper die liegengebliebenen Schmutzstoffe
loszuwerden. Jeder starke Raucher kennt den morgendlichen Reizhusten.
Aus all diesen Schädigungen entwickelt sich oft eine Nikotin Nikotin ist ein hochwirksames Gefäßgift. Raucher regulieren ihren Nikotingehalt im Blut durch die Häufigkeit und Tiefe des Inhalierens. Sinkt der Nikotinspiegel, wird erneut geraucht, um ihn wieder hochzutreiben. Beim Übergang auf eine leichtere Zigarettenmarke inhalieren Raucher oft tiefer oder rauchen mehr, um den Nikotinspeigel in der gewohnten Höhen zu halten. Bei Inhalieren erreicht das Nikotin das Gehirn innerhalb von Sekunden. Es wirkt in kleinen Mengen anregend, aber auch beruhigend und kann vorübergehend Müdigkeit, Unlust- und Hungergefühle beseitigen. Raucher empfinden subjektiv, daß in monotonen Situationen eine oder mehrere Zigaretten ein Absinken der Leistung verhindert. Bei Streß oder starker Anspannung empfinden sie durch das Rauchen einen dämpfenden Effekt. Unter anderem deswegen greifen "Streß-Raucher" zur Zigarette. |
Die
gesundheitlichen Folgen
Krebs Lungen-
und Bronchialkrebs gilt als die Raucherkrankheit schlechthin.
Bei der männlichen Bevölkerung der Bundesrepublik ist er die
häufigste Rauchen begünstigt die Entstehung von Mundhöhlen-, Kehlkopf-, und Speiseröhrenkrebs, Bauchspeicheldrüsen-, Nieren- und Blasenkrebs. Gefährdet sind alle Teile des Körpers, die direkt oder indirekt mit den krebserzeugenden Stoffen im Tabakrauch in Berührung kommen. Herz- und Kreislaufkrankheiten, Herzinfarkt Rauchen ruft akut eine Verengung der Blutgefäße, ein Ansteigen des Blutdrucks und eine Erhöhung der Herztätigkeit hervor. Langfristig schädigt es das Gefäßsystem und fördert die Gefäßverkalkung (Arteriosklerose), die häufig Gefäßverschluß zur Folge hat. Betroffen sein können die Arterien des Herzens, des Gehirns und der Gliedmaßen. Das Risiko, eine Erkrankung der Herzgefäße zu erleiden, wird zu 25 % durch das Rauchen bedingt. Für den vorzeitigen Tod vieler Raucher durch Herzinfarkt ist das Rauchen ein Risikofaktor unter mehreren. Allerdings ein sehr wichtiger Risikofaktor. Die Gefahr, an einem Herzinfarkt zu sterben, leigt für Raucher etwa doppelt so hoch wie für Nichtraucher. Wird das Rauchen mit weiteren gesundheitsgefährdenden Lebensgewohnheiten kombiniert (z.B. hoher Blutdruck, Übergewicht, hoher Alkoholgenuß, Streß, Bewegungsmangel), können sich die Risikofaktoren gegenseitig verstärken. Bei Frauen steigt das Infarktrisiko durch die Einnahme der Pille nochmals stark an. Herzinfarkte vor dem 40.Lebensjahr betreffen fast ausschließlich Raucher. Raucherbein Man versteht darunter Gefäßverengungen und -verschlüsse der Beinarterien, die zu heftigen Schmerzen, unter anderem beim Gehen, führen. Die Erkrankung tritt nach dem 40.Lebensjahr wesentlich häufiger auf. Im Ruhezustand reicht die Durchblutung meist noch aus. Beim Gehen ist der Sauerstoffbedarf jedoch erhöht, und ein plötzlich auftretender Schmerz zwingt den Kranken zum Stehenbleiben. Wer dieses Arlarmzeichen nicht ernst nimmt und beim ersten Auftreten von Schmerz unterhalb der Kniekehlen nicht sofort das Rauchen einstellt, muß mit größeren Beschwerden und ernsthaften Gesundheitsgefahren rechnen. Chronische Bronchitis, Emphysem Raucher leiden häufig an Erkrankung der Atemwege mit Husten und Auswurf. Diese Symptome verschwinden jedoch oder nehmen ab, wenn das Rauchen aufgegeben wird. Häufig kommt zur chronischen Raucherbronchitis eine Lungenblähung (Emphysem) hinzu. Bei dieser Krankheit wird im Spätstadium jeder Atemzug zu Qual, weil beim Ausatmen, das nur mit Anstrengung möglich ist, nicht die gesamte verbrauchte Luft aus den Lungen ausgestoßen wird. Die Lungenbläschen werden dadurch niemals ganz geleert, sie vergrößern sich und können sogar platzen, wenn ihre feine Außenhaut sich nicht weiter dehnen kann. Im weiteren Verlauf wird das engmaschige Netz des Lungengewebes immer gröber, und die Zahl der funktionsfähigen Lungenbläschen nimmt ab. Damit verringert sich die Lungenoberfläche und die Möglichkeit, Sauerstoff aufzunehmen. Patienten mit diesem Leiden müssen schneller atmen und können in schweren Fällen nur durch Sauerstoff aus Atemgeräten überleben. www.aerzteinitiative.at
|
||||||
|
|||||||


