Verhütung:
Die Pille danach

Das
kann sogar den diszipliniertesten Menschen passieren:
Die Leidenschaft verdrängt jeden Gedanken an Verhütung.
Oder das eingesetzte Verhütungsmittel versagt. Nicht immer
klappt es also so reibungslos mit der Verhütung. Für Pleiten,
Pech
und Pannen gibt es viele Gründe. Doch auch nach einem "Missgeschick"
besteht noch eine reelle Chance, eine Schwangerschaft zu verhüten:
die "Pille danach".
Frauen,
die während ihrer fruchtbaren Tage mit einem Mann geschlafen
haben, ohne zu verhüten, können mit der Pille danach eine
ungewollte Schwangerschaft noch verhindern. Durch eine kurzzeitige
Hormonbehandlung wird innerhalb einer Woche eine Blutung ausgelöst.
Das
Präparat kann aber nur wirken, wenn die ersten beiden der insgesamt
vier Tabletten
innerhalb von 48 Stunden, die nächsten beiden nach 60 Stunden
(maximal 72 Stunden je nach Präparat) nach dem ungeschützten
Sex eingenommen werden. Frauen in einer solchen Notsituation können
sich an ihren Frauenarzt / ihre Frauenärztin, die Ambulanz
einer Frauenklinik oder eine Pro-Familia-Beratungsstelle wenden
(das Präparat ist rezeptpflichtig!).
Was ist die "Pille danach" ?
Es handelt sich um eine Methode des "Nachholens" der Verhütung
nach ungeschütztem oder unzureichend geschütztem Verkehr.
Sie blockiert, je nach Zyklusphase, entweder den Eisprung oder eventuell
das Einnisten eines befruchteten Eis und verhindert so eine ungewollte
Schwangerschaft. Sie ist die Pille für den Notfall. Die Versagerquote
liege bei ungefähr zwei Prozent. Je kürzer die Zeitspanne
zwischen Geschlechtsverkehr und Pilleneinnahme sei, desto sicherer
sei der Schutz vor einer unerwünschten Schwangerschaft. Die
Pille-danach führt nicht zum Abbruch einer bereits bestehenden
Schwangerschaft. Das heißt mit der Pille-danach ist keine
Abtreibung möglich.
Die
"Pille danach" ist
kein Verhütungsmittel und nur für den Notfall gedacht!
Nebenwirkungen:
Durch
einen hohen Hormongehalt verhindert sie die Einnistung eines eventuell
befruchteten Eies; dies führt allerdings auch häufig zu
Nebenwirkungen wie Erbrechen, Schwindel oder Übelkeit
Wann
soll ich die "Pille danach" anwenden ?
Es
soll so früh wie möglich angewendet werden, aber jedenfalls
innerhalb von 72 Stunden (=3 Tage) nach ungeschütztem Verkehr,
besonders:
- wenn
Sie Geschlechtsverkehr hatten, bei dem weder Sie noch Ihr Partner
eine Empfängisverhütungsmethode angewendet haben.
- wenn
Sie über die maximal zulässige Zeitspanne hinaus vergessen
haben, die "Pille" einzunehmen. Sie können in der
Packungsbeilage Ihrer "Pille" nachlesen, für welchen
Zeitraum der Empfängnisschutz gewährleistet ist.
- wenn
das Kondom Ihres Partners geplatzt ist.
- wenn
Sie fürchten, daß Ihre "Spirale" nicht mehr
am richtigen Platz ist.
- wenn
Sie spermienabtötende Cremes, Ovula, etc. nicht richtig angewendet
haben.
- wenn
sich Ihr Scheidenpessar oder Ihre Portiokappe verschoben hat oder
zu früh entfernt wurde.
- wenn
Sie nach der Kalender- bzw. Temperaturmethode verhüten und
Verkehr in der vermutlich fruchtbaren Zeit hatten.
- wenn
Sie fürchten, daß die rechtzeitige Unterbrechung des
Geschlechtsverkehrs ("Coitus interruptus") nicht geklappt
hat.
- nach
Vergewaltigung
Die
Zulassung der "Pille danach" war aus ethischen Gründen
von Seiten mancher kirchlicher Einrichtungen kritisiert worden "Die
Pille danach ist keine Abtreibungspille" betont hingegen der
Fachverband deutscher Frauenärzte in Frankfurt/Main. Die Frauenärzte
sprechen von einer akzeptablen Notlösung.
LINKTIPPS:
.... Fragen & Antworten zur Pille danach
.... Pille-danach Online-Forum
.... Österreichische Gesellschaft für
Familienplanung
....
Sterilisation beim Mann (Vasektomie)
....
Sterilisation bei der Frau
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Worte der Lust ***
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