Sexualität
& Partnerschaft -
Verhütungsmittel:
Kondome
I.)
Was sie schon immer über Kondome wissen wollen, sich aber
nie getraut haben zu fragen
-
Benutzen Sie bei neuen Sexualpartnern ein Kondom! Zwar garantiert
auch dies nicht, dass eine Ansteckung völlig ausgeschlossen
ist, das Risiko ist aber deutlich geringer. Hier
gibt es eine anschauliche Anleitung
wie man ein Kondom benutzt.
- Kondome
bieten als einzige Verhütungsmethode hochgradigen Schutz
vor HIV-Infektionen (
Aids)
und Geschlechtskrankheiten.
- Benutzen
Sie nie öl-oder fetthaltige Gleitmittel (z.B. Babyöl,
Sonnenöl oder Vaseline) / Scheidenzäpfchen solche,
die für die Anwendung mit Kondomen entwickelt wurden.
Erstere können das Kondom innerhalb weniger Minuten angreifen
so daß kein verläßlicher Schutz mehr gegeben
ist. Fragen Sie den Arzt oder Apotheker.
- Gleichzeitig
äußerliche Anwendung rezeptpflichtiger oder rezeptfreier
Medikamente an Penis oder Vagina können die Zuverlässigkeit
des Kondoms beeinträchtigen. Bitte lesen Sie deshalb
vor der Anwendung die Gebrauchsanweisung, oder fragen Sie
Ihren Arzt oder Apotheker zu deren Verträglichkeit.
- Vor
dem Erguß kann der Penis bereits Sperma abgeben, nehmen
Sie deshalb schon bei Beginn des Liebesspiels ein
Kondom.
- Sollten
Sie noch nicht so geübt sein und das Kondom falsch herum
abgerolt haben, nehmen Sie unbedingt ein neues!
- Rollen
Sie ein Kondom nie vor dem Gebrauch zum Testen ab. Jedes Kondom
ist bereits vom Hersteller einzeln elektronisch geprüft.
- Verhütungsmethoden
wie z.B. Coitus interruptus,Knaus-Ogino oder die Temperaturmessung
sind unsicher. Nehmen Sie lieber noch zusätzlich ein
Kondom.
- Achten
Sie bei einer Liebesnacht darauf, daß kein Sperma an
den Händen oder am Körper ist, denn auch das kann
ungewollt in die Scheide gelangen und zu einer Schwangerschaft
führen.
- Sollten
Sie oder Ihr(e) Partner(in) nach dem Geschlechtsverkehr aus
irgendeinem Grund befürchten, schwanger zu sein, befragen
Sie unverzüglich Ihren Arzt.
- Wickeln
Sie ein gebrauchtes Kondom in ein Papiertaschentuch ein, und
werfen Sie es in den Abfalleimer. Niemals in die Toilette
entsorgen.
- Entsorgen
Sie gebrauchte Kondome so, daß für Dritte, besonders
Kinder, keine Infektionsgefahr besteht.
- Achtung:
Personen, bei denen eine Latexallergie vorliegt, dürfen
nur nach Absprache mit ihrem Arzt zusammen entscheiden, ob
ein Kondom benutzt werden darf oder nicht. Es gibt spezielle
Kondome
für Latex-Allergiker !
- Lagern
Sie Kondome kühl und trocken. Legen Sie sie nie in den
Kühlschrank, ins Auto-Handschuhfach oder in die Nähe
einer Heizung. Kondome keiner direkten Sonnenstrahlung aussetzen.
In der Originalfolie verpackt und richtig gelagert, bleibt
ein Kondom ab Produktionsdatum mindestens 5 Jahre lang einwandfrei.
- Die
nicht-vaginale Anwendung von Kondomen erhöht das Risiko
des Abrutschens oder der Beschädigung. In solchen Fällen
wird ein stärkeres Kondom gemäß Europanorm
EN 600 wie z.B. Durex Ultra Strong empfohlen.
- Benutzen
Sie jedes Kondom nur einmal.
II.)
Anwendung
1.
Trennen Sie ein Kondombriefchen vorsichtig an der Perforation
vom Sreifen ab. Reißen Sie die Folie behutsam in der Mitte
ein. Bitte keine Schere verwenden. Achten Sie darauf, daß
Ihre Fingernägel nicht eingerissen oder scharfkantig sind.
2.
Halten Sie das Reservoir zwischen Daumen und Zeigefinger, und
setzen Sie das Kondom auf die Spitze des vollständig erigierten
Penis, bevor es zum ersten Kontakt zwischen Penis und Vagina
kommt. Im Reservoir könnte sonst beim Gebrauch platzen.
3.
Das Kondom muß glatt, ohne Faltenbildung (Gefahr eines
Risses) über den erigierten Penis mit etwas zurückgezogener
Vorhaut abgerolt werden. Vorsicht bei eingerissenen Fingernägeln
oder scharfkantigem Schmuck.
4.
Möglichst bald nach dem Samenerguß und vor der Erschlaffung
muß der Penis aus der Scheide zurückgezogen werden,
ansonsten kann Sperma seitlich entweichen. Halten Sie dabei
das Kondom am Gliedansatz fest, damit es nicht abrutscht.
Implanon
Das
Implanon-Stäbchen ist eine neue Methode zur Empfängnisverhütung,
die eine sichere und langanhaltende Wirkung gewährleistet.
-)
ist ein kleines flexibles Kunststoffstäbchen ohne Silikon
-)
wird der Frau an der Innenseite des Oberarms unter die Haut
eingesetzt
-)
ist kleiner als ein Streichholz - nur 4cm lang und 2mm dick
-)
gibt gleichmäßig eine kleine Menge des Gelbkörperhormons Gestagen
ab
-)
verhütet 3 Jahre lang sorgenfrei und sicher eine Schwangerschaft
-)
kann bei Kinderwunsch jederzeit entfernt werden
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Spirale
Die
Spirale ist ein kleiner, zarter meist T-förmiger Plastikkörper,
dessen senkrechter Arm mit einem feinen Kupfer-Silber-Draht
umwickelt ist. Die T-Form mit den flexiblen Ärmchen wurde gewählt,
weil sie einfach und schmerzarm einzulegen ist, sich gut in
die Gebärmutterhöhle einfügt und dadurch besonders verträglich
ist. Zum Ertasten und Entfernen der Spirale durch Ihren Frauenarzt
befindet sich am unteren Teil der Spirale ein Kunstftoffaden.
Pille
Die
in der Pille enthaltenen Hormone sind den körpereigenen Hormonen
sehr ähnlich. Sie sorgen dafür, daß keine befruchtungsfähigen
Eizellen mehr heranreifen. Außerdem ist durch die Einnahme der
Pille das Sekret des Gebärmutterhalses um die Zeit des Eisprungs
für Spermien undurchlässig und die Gebärmutterschleimhaut nicht
für die Einnistung der Eizelle vorbereitet. So kommt es, daß
die Pille besonders sicher vor einer Schwangerschaft schützt.
Wichtig ist aber eine korrekte Einnahme. Der Frauenarzt kann
heute eine Menge verschiedener Pillenpräparate verschreiben
mit unterschiedlichen Wirkstoffzusammensetzungen. Die meisten
von ihnen sind heute so niedrig dosiert, daß sie einen sicheren
Empfängnisschutz bieten und meistens gur verträglich sind. Neben
der Minipille und sogenannten Mehrstufenpräparaten gibt es Kombinationspräparate,
die jeden Tag zwei Hormonkomponeneten haben, ein Gestage und
ein Östrogen. Sie sind so dosiert, daß ein Eisprung sicher unterdrückt
wird. Am gebräuchlichsten sind die niedrigdosierte Einphasenpille,
die Mikropille genannt wird und über 21 Tage die gleiche Kombination
von Östrogenen und Gestagenen enthält.
Verhütungspflaster
Das
4,5 x 4,5 cm große Verhütungspflaster enthält
wie die Pille ein Östrogen und ein Gestagen, die den Eisprung
wirksam unterdrücken und so vor einer ungewollten Schwangerschaft
schützen. Der Unterschied zur Pille: Das Pflaster wird
3 Wochen hintereinander für jeweils eine Woche aufgeklebt,
die 4. Woche ist pflasterfrei.
Als "Klebepunkte" für das Pflaster kommen vier
verschiedene Bereiche am Körper in Frage: der Bauch, das
Gesäß, die Außenseite des Oberarms oder der
Oberkörper (nicht im Bereich der Brüste).
Einmal aufgeklebt, wird das Verhütungspflaster für
eine Woche getragen. Nach sieben Tagen, immer am gleichen Wochentag,
wird das Pflaster gewechselt. Dies kann zu einer beliebigen
Uhrzeit erfolgen. Nach insgesamt drei Wochen ist die vierte
Woche pflasterfrei, in dieser Woche kommt es zur Entzugsblutung.
Der nächste Zyklus mit dem Verhütungspflaster beginnt
wieder am "Pflasterwechseltag".
Für den Wiener Gynäkologen Johannes Huber ist das
Pflaster aus zwei Gründen ein Quantensprung. Erstens umgeht
das Östrogen die Leber, wenn es durch die Haut aufgenommen
wird. Dadurch werde die starke Produktion von Stressfaktoren
in der Leber verhindert. Zweitens unterdrücke die Anwendung
über die Haut nicht die natürliche Produktion von
Androgenen (männlichen Geschlechtshormonen) der Frau.
Dadurch werden Nebenwirkungen vermieden, die bei der Pille vorkommen
können: etwa Brustspannen, eine Minderung sexueller Lust
oder Gewichtszunahme.
Nebenwirkungen:
Nur knapp 2% der Probandinnen, hatten das Pflaster wegen Hautunverträglichkeit
absetzen müssen. 1,5% litten an Kopfschmerzen und 1,8%
klagten über Übelkeit, was lt. Gynäkologen in
einem normalen Rahmen liegt. Starke Raucherinnen und Frauen
mit Neigung zu Thrombosen müssen vorsichtig sein bzw. kommen
dafür nicht in Frage und sollten in jedem Fall mit ihrem
Gynäkologen ein Beratungsgespräch führen. Für
Frauen, welche die Pille schon über einen längeren
Zeitraum einnehmen, können bedenkenlos zu dieser Art der
Verhütung wechseln.
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