Mythos
& Missverständnisse:
Erogene Zonen bei Frau und Mann

Eine
Erogene Zone ist ein Körperbereich, dessen geeignete Reizung
bei entsprechender
Lust eines Menschen dessen sexuelle Erregung hervorrufen oder
steigern kann.
Doch es handelt sich bei diesen Punkten nicht um Knöpfe,
die einfach gedrückt werden
müssen um Erregung hervorzurufen. Vielmehr sind es individuelle
Bestandteile der höchst
komplexen Erregungsmechanismen von Mann und Frau.
Erogen: griech. = geschlechtlich reizbar. Erogene Zonen sind besonders
empfindsame Stellen des Körpers. Erotische Reize erregen
sowohl Mann wie auch Frau sexuell, wenn auch oftmals auf unterschiedliche
Weise. Sowohl Auge und Ohr, als auch der Geruchssinn können
diese Reize vermitteln. Die Berührung der erogenen Zonen,
sowie sexuelle Phantasien - also sogenannte geeignete Reizung
- wecken das Lustempfinden. Die Reizung dieser Bereiche ohne entsprechendes
Verlangen oder die ungeeignete Reizung kann allerdings negative
Gefühle bis hin zum Schmerz hervorrufen.
Die
Abenteuer finden im Kopf statt - kein Lustempfinden, wenn das
Gehirn es nicht zulässt
Bei steigendem Lustempfinden sendet das Gehirn vermehrt Signale
an die Sexualzentren und an die Nervenendungen der Geschlechtsorgane.
Umgekehrt leiten die Nervenbahnen eine Reizung erogener Zonen
über das Rückenmark an das Gehirn weiter. Das Gehirn
wiederum verarbeitet die Reize als Steigerung des Lustempfindens.
Werden erogene Zonen berührt, erregen sie einen Menschen
sexuell. Ob jemand eine Berührung als lustvoll empfindet,
hängt jedoch von seiner Stimmung und seiner Bereitschaft
zum sexuellen Zusammensein ab. Zudem hat jeder Mensch seine ganz
besonderen Vorlieben und Abneigungen, nicht zuletzt unterscheidet
sich weibliches und männliches Sexualempfinden aufgrund der
unterschiedlichen Anatomie aber auch einer gechlechtsspezifischen
Erziehung wegen.
Je
nach Individuum variiert die Empfänglichkeit bestimmter Bereiche
mitunter beträchtlich, sie kann sich sogar auf Grund von
Emotionen verändern. Die Körperzonen, die aller Wahrscheinlichkeit
nach am empfänglichsten sind, lassen sich jedoch klar nennen.
Einteilung
Laut der Online-Enzyklopädie Wikipedia, lassen sich die erogenen
Zonen in zwei Klassen einteilen:
Nicht
spezifische erogene Zonen
Die
Klasse der nicht spezifischen erogenen Zonen umfasst behaarte
Hautbereiche und hat eine normale Dichte an Nervenenden und Haarfolikeln.
Zu diesen Zonen gehören die Seiten des Halses und
das Genick, die Füße und vor allem die
Fußsohlen, die Achselhöhlen und die Seiten
des Brustkorbs, die Arminnenseiten, Rücken
und Rückgrat insbesondere im Bereich des Kreuzbeins,
die Lenden, der Bauch, das Gesäß
und die Schenkel, vor allem die Oberschenkelinnenseiten.
Eine weitere nichtspezifische erogene Zone der Frau ist der Ellenbogen.
Bei dessen Stimulation 65% aller Frauen stark sexuell erregt werden.
Das
Gefühl, gestreichelt zu werden und die erhöhte Erwartung
auf weitere Zuwendung und auf die nahe bevorstehende Stimulation
der spezifischen erogenen Zonen sind für die erhöhte
Erregung verantwortlich.
Spezifische
erogene Zonen
Die
Klasse der spezifischen erogenen Zonen umfasst Haut- und Schleimhautbereiche,
die eine hohe Dichte an Nervenenden besitzen (die größte
erogene Zone ist damit die Haut - unter der riesigen Hautoberfläche
münden cirka 80 000 Nervendenden, die durch Berührung
stimuliert werden können), und Körperbereiche, die eine
direkte Stimulation empfänglicher innerer Organe des Beckenbereiches
zulassen. In der Regel geht von ihnen ein wesentlich stärkeres
Gefühl als von den nicht spezifischen erogenen Zonen aus.
Nicht
jede dieser Zonen muss bei jedem Menschen aktiv sein oder starke
Erregung hervorrufen. Insofern ist es völlig unangebracht
und falsch, wenn in den Medien in regelmäßigen Abständen
von "Super-Orgasmus-Punkten" berichtet wird.
Zu
den spezifischen erogenen Zonen gehören bei Mann und Frau
der Bereich der Augen, die Ohrmuscheln, Nase und Mund
(Lippen, Zunge und die gesamte Mundhöhle), die Haargrenze
im Bereich der Stirn, der Bereich von den Fingerbeeren bis zu
den Handinnenflächen, die Achselhöhlen, der Bereich
des Damms und der Anus (bei der Frau kann über
ihn auch der A-Punkt und das Scheidengewebe stimuliert werden,
beim Mann über ihn auch die Prostata); eher bei der
Frau, seltener bei Männern die Brusthügel, die
Warzenvorhöfe und die Brustwarzen; beim Mann
zusätzlich Penis und Hodensack; bei der Frau
zusätzlich der Venushügel mit den großen
und kleinen Schamlippen, die Klitoris (von manchen modernen
Autoren C-Punkt genannt), auf dem Scheidenvorhof insbesondere
der Bereich der Harnröhrenöffnung (von manchen
modernen Autoren U-Punkt genannt), im Bereich der Scheide insbesondere
in der Scheidenvorderwand der Bereich in der Nähe der oberen
Harnröhre, Gräfenberg-Zone oder G-Punkt
genannt, der Bereich im Scheidengewölbe in der Nähe
des Gebärmutterhalses, neuerdings A-Punkt genannt
und der Muttermund (Portio).
Fest
steht, dass jeder gesunde Mensch zur Reaktion auf sexuelle Reize
fähig ist. Wenn auch das physiologische Grundprinzip bei
allen Menschen sehr ähnlich ist, sind diese Reaktionen und
deren Auslöser bei keinem Menschen genauso wie bei einem
anderen. Entsprechend dieser Erfahrungswerte, wird mittlerweile
auch die männliche Sexualität wissenschaftlich als weit
komplexer beschrieben, als es bisher der Fall war.
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Erogene
Zonen des Mannes
Der Plural ist bewußt gewählt, denn, ja, es gibt beim
Mann mehr Bereiche, die sexuelle Reizung hervorrufen können
als der
Penis alleine. Viele erogene Zonen sind bei Männern
und Frauen gleich, Abweichungen und Ergänzungen ergeben sich
"nur" aufgrund der unterschiedlichen Sexualorgane. Anbei
die geschlechtsspezifischen Zonen:
Das männliche Glied, jene erogene Zone, deren Stimulation
zumeist den Orgasmus auslöst, reagiert besonders sensibel
auf sanfte Liebkosungen mit den Fingern, den Lippen oder der Zunge.
Erregend wirken ebenfalls Streicheleinheiten in der Gesäßspalte
hinter dem Hoden. Die sensibelste Zone ist jedoch die Spitze
des Gliedes, die sogenannte Eichel und ganz besonders deren
unterer Bereich.
Aber
auch hier gilt: Es gibt keine erogenen Zonen, die jederzeit zwangsläufig
zu einer tiefen sexuellen Befriedigung führen - selbst der
Penis ist kein Objekt, das automatisch und mechanisch "auf
Befehl" reagiert: Beschäftigt man sich jedoch zu lange
mit dieser empfindlichen Partie, "de-sensibilisiert"
man sie leicht, das heißt, man erreicht das Gegenteil von
dem, was man möchte oder tut dem Anderen sogar weh. Zögern
Sie daher nicht, alle Partien abwechselnd zu liebkosen. Die "Fellation"
(
Oralverkehr), bei der die Frau das männliche Glied
in den Mund nimmt, wird von vielen Männern geschätzt.
Die Hände bleiben jedoch nicht inaktiv und streicheln dabei
das Glied oder die benachbarten Zonen.
Als
weitere männerspezifische erogene Zonen seien der Hodensack,
sowie die Prostata (oftmals auch als
G-Punkt
des Mannes bezeichnet) genannt.
Erogene
Zonen der Frau
- die
Vagina (
Scheide)
- das innere Genitale der Frau ist als ein gefurchter,
muskulöser Kanal ausgebildet. Er erstreckt sich von
der Vaginaöffnung bis zum Gebärmutterhals. Bei
Erregung weitet sich die Vagina im hinteren Teil aus.
- die
Klitoris - sie ist das einzige Organ, das allein nur der
Lust dient. Die Klitoris besteht aus erektionsfähigem
Gewebe. Ihre Form ähnelt einem «Y» oder
einem Schaft mit zwei Schenkeln. Aber nur die Spitze des
Schafts befindet sich ausserhalb des Körpers und
ist sichtbar. Die vollständige Klitoris misst ungefähr
zehn Zentimeter. Im Erregungszustand vergrössert
sich die ganze Klitoris durch verstärkte Durchblutung
vom Schaft her. Häufig erhält die Spitze die
Bezeichnung "Kitzler". Berührungen der
sensiblen Klitorisspitze können einen Orgasmus auslösen.
Klitorale Orgasmen sind bei Frauen häufiger als vaginale
Orgasmen.
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-
Brust,
Brustwarzen - Obwohl die Brust der Frau nur ein sekundäres
sexuelles Organ ist, ist sie bei den meisten Frauen sehr reizempfindlich.
Kommt es zu einer Stimulation der Brust oder sexueller Erregung
allgemein, richten sich die Brustwarzen auf, weil sich das
Muskelgewebe innerhalb des Brustgewebes zusammenzieht . Die
Brustwarzen vergrößern sich sowohl in der Länge
als auch in der Breite. Bei weiter steigender Erregung füllen
sich die Venen an der Oberfläche und in der Brust mit
Blut. Dies führt zu einem zunehmenden Umfang der Brust
sowie einer Verdunkelung des Warzenhofes. Eine intensive Stimulationen
- besonders an den Brustwarzen - können bei manchen Frauen
sogar einen Orgasmus auslösen.
Die
meisten
sexuellen Praktiken beinhalten eine Reizung der erogenen
Zonen, z.B. der Kuss, der Geschlechtsverkehr,
Petting
oder die
Masturbation. Dazu werden von einer immer größer
werden Zahl von Menschen häufig sexuelle Hilfsmittel (sogenannte
Sextoys) zur Steigerung der Stimulation eingesetzt. Heute gibt
es jedenfalls
Sextoys
in einer riesigen Anzahl an Farben und Formen mit und ohne Vibration.
Dazu zählen
Vibratoren (sog. Massagestäbe),
Dildos,
Liebeskugeln,
Vaginanachbildungen
ebenso, wie
Penismanschetten,
Puppen, Pumpen,
Ringe,
Wäsche,
Sauger, Klammern,
Fesseln,
Ketten, Zwingen, Reizsrom,
Massageöle,
Gele und Lotionen. In einem weiter gefassten Sinn kann man auch
besondere Bekleidung,
Rollenspiel-Utensilien (z.B.
Handschellen,
Gerten,
Peitschen)
und ähnliches Zubehör hier hinzurechnen. Derartige Gegenstände
werden in Sexshops, auf Erotikmessen, in Erotikkatalogen und auf
einschlägigen Internetseiten angeboten.
Die
sexuelle Reaktion des Menschen wird aber auch stark von psychischen
Faktoren bestimmt, und viele Menschen können allein durch
Phantasien erregt werden. Den meisten Menschen ist bewusst, dass
sie nicht nur durch Berührung sexuell erregbar sind, sondern
auch durch das, was sie sehen, hören, riechen oder schmecken.
Der Anblick eines schönen Körpers, der Klang einer verführerischen
Stimme, der Geruch eines Parfüms, der Geschmack bestimmter
Gerichte oder die Drüsensekretionen eines geliebten Menschen
können sehr wirksame Reize sein. So können auch Fetische
für manche Menschen erregend wirken - der Fetischist findet
meist durch den Anblick oder das Berühren des Gegenstandes
mit oder ohne gleichzeitigem Onanieren/Geschlechtsverkehr seine
sexuelle Befriedigung. Der Übergang von normaler Stimulation,
die z.B. erotische Kleidung aus
Leder
oder Gummi
(Latex) auslösen kann, bis hin zur Abhängigkeit
von solchen Äußerlichkeiten, ist oftmals fließend.
Sofern eine Person bestimmte Gegenstände hin und wieder zur
Luststeigerung, vor allem beim Partner, verwendet, wie z.B.
reizvolle
Unterwäsche, ist dies sicherlich als völlig
"normal" anzusehen.
Dabei
können nicht nur Gegenstände zum Fetisch werden - so
gibt es Fetischisten, die allein beim Betrachten von speziellen
Körperteilen wie Brüsten, Händen, Pos oder
Füßen auf Fotos sexuelle Erfüllung finden.
Die Zahl der Fetische ist nahezu grenzenlos. So kann praktisch
jeder Mensch für sich seinen eigenen Fetisch, sein eigenes
Objekt der Begierde finden - was immer er sexuell bevorzugt, wird
sein eigener kleiner Fetisch. Doch nur bei wenigen Menschen artet
der
Fetischismus in krankhafte Zustände aus, der sie
für normale sexuelle Reize unempfindlich macht.
LINKTIPPS:
.... der männliche Orgasmus
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.... die 10
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Geschlechtsspezifische Aspekte von Sexualität und Geschlecht
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bei geringer Akkuladung -
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ca. 2 Stunden
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