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MedNews der Woche
Kalenderwoche 26; 2001

Hallux und Hammerzehe

Hammerzehe

Deformationen zu sogenannten Hammerzehen treten vor allem
bei Frauen durch das Tragen von Stöckelschuhen häufig auf.
Wirklich schöne Füße mit regelmäßig geformten Zehen sind ein seltener Anblick. Die meisten Menschen wären schon froh, ganz einfach "nur" gesunde Füße zu haben, auf denen sie schmerzfrei durchs Leben gehen können. Das ist in vielen - nicht in allen- Fällen möglich. Deformitäten des Vorfußes sind häufig, doch leider kommen die meisten Menschen erst dann zum Orthopäden, wenn diese Deformitäten Beschwerden machen und die Schmerzen sehr unangenehm werden. Bei einer Untersuchung werden die Patienten dann oft zum ersten Mal mit medizinischen Bezeichnungen für die Erkrankungen jenes Körperteils gemacht, der vom menschlichen Kopf nicht nur am weitesten entfernt ist, sondern meist auch in beengendem Schuhwerk versteckt ist: dem Vorfuß.

Medizin24.at möchte einige der bekanntesten Indikationen erklären und hat dazu OA Dr.Bernd Graf von der 2. orthopädischen Abteilung der Privatklinik Althofen befragt:

Vorfußbeschwerden

Vorfussbeschwerden gehören zu den häufigsten Krankheitsbildern, denen der Orthopäde begegnet- und die er entweder konservativ oder operativ lindern kann.

Hallux valgus

Hammerzehen
Klinische Merkmale für den "hallux valgus" sind die Achsenabweichung der Großzehe zur Kleinzehenseite hin, der "Ballen" an der Innenseite des ersten Mittelfußköpfchens und die Vorfußverbreiterung ("Spreizfuß"). Zu den konservativen Therapiemöglichkeiten gehören Redressionsverbände, Schienen und Ringspolster zur Druckentlastung im Bereich, des sogenannten "Ballens". Diese Maßnahmen sind jedoch kaum geeignet die Fehlstellung der Großzehe zu beseitigen oder entscheidend zu verbessern. Die chirurgische Therapie beinhaltet eine Vielzahl von Operationsmethoden. Ein Großteil der Patienten ist mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Diese Zufriedenheit wird durch die Befreiung vom Schuhdruckschmerz am "Ballen" und durch ein gutes kosmetisches Resultat erreicht.

Hallux rigidus

Der Begriff beschreibt eine schmerzhafte Bewegungseinschränkung des Großzehengrundgelenkes die zur Behinderung der Abrollbewegung des Fußes beim Gehen führt. In der Regel ist eine Arthrose des Großzehengrundgelenkes die Ursache. Zu den konservativen Therapiemöglichkeiten gehören neben den physikalsichen Maßnahmen die Einlagenversorgung (Rigidusfeder). Vielfältige operative Therapien können ebenfalls Besserung bringen.

Metatarsalgie

Unter "Metatarsalgie" versteht man den Schmerz durch Überlastung eines Mittelfußköpfchens, das meist mit Verlust des polsternden Fettkörpers und/oder durch ein luxierendes Zehengrundgelenk entsteht. Die häufigste Ursache ist die Spreitzfußdeformität. Hier ist vorerst eine konservative Therapie empfehlenswert. Sie besteht in der Einlagenversorgung durch Druckentlastung der Mittelfußköpfchen. Nach Ausschöpfen der konservativen Therapiemöglichkeiten ist eine operative Sanierung empfehlenswert.

Hammerzehen

Ein volkstümlich recht bekannter Begriff ist "die Hammerzehe". Es gibt aber verschiedene Arten der Hammerzehen. Je nach Lokalisation und Art der Deformität erfolgt die konservative oder operative Therapieplanung.

OA Dr. Bernd Graf, orthopädischer Chirurg an der 2. orthopädischen Abteilung der Privatklinik Althofen .

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