Gefährlich
wird es dann, wenn mehr als 50 Prozent eines Blutgefäßes durch Ablagerungen
verengt sind. Bei Anstrengungen können sich diese Gefäße nicht
mehr ausdehnen, Sauerstoffmangel ist die Folge. Feinböck: "Wenn aber
etwa der Herzmuskel nicht mehr ausreichend versorgt wird, droht ein
Herzinfarkt. Es können
aber auch Gefäße im Gehirn, den Nieren, dem Darm, den Beinen betroffen
sein. Gehirnschlag oder Nierenversagen sind mögliche Folgen."
Die
Nahrung allein macht die Höhe des Cholesterinspiegels nicht aus. Dieser wird
auch von Alter, körperlicher Bewegung, Nikotin, Medikamenten und manchmal
Vererbung beeinflusst. Als Faustregel gilt, dass Werte ueber 200 mg/dl das Herzinfarktrisiko
erhoehen. Werte bis 200 mg/dl liegen bei Menschen ueber 20 Jahren im Normalbereich.
Bei 200 bis 250 mg/dl besteht ein mäßiges, bei mehr als 250 mg/dl ein
hohes Herzinfarktrisiko, wobei es auch auf die Zusammensetzung von "gutem"
(HDL) Cholesterin und "bösem" (LDL) Cholesterin ankommt.
Mäßig
erhoehte Werte koennen relativ einfach wieder gesenkt werden. Feinböck:
"Eine bestimmte Diaet hilft. Wenn der
Genuss von Eiern, fettem Fleisch
oder Milchprodukten, wie Schlag oder Kaese, eingeschraenkt wird, Margarine statt
Butter aufs Brot kommt oder die Nahrung fettarm zubereitet wird, sinkt der Cholesterinwert
sicher." Übergewichtige sollten abnehmen, Raucher den Genuss von Nikotin
einschränken oder am besten gleich ganz aufgeben.
Auch
Sport wirkt sich günstig auf den Fettstoffwechsel aus. "Besonders gut
geeignet sind Sportarten, die die Ausdauer fördern, also zum Beispiel Schwimmen
oder Radfahren. Denn dabei werden Koerperfette am besten abgebaut", so Feinböck.
Wichtig ist jedenfalls körperliche Bewegung. Das Benützen von Stiegen
anstelle von Rolltreppen ist schon ein erster Anfang.