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der Woche Weihrauch
- altes Heilmittel neu entdeckt |
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H15 wird eigentlich in Indien (Bombay) von der Gufic Ltd. hergestellt und ist dort unter dem Name "Sallaki" zugelassen. H15 Ayurmedica sind Tabletten, die je 400 mg Trockenextrakt (Olibanum extractum siccum) aus Boswellia serrata enthalten. Die Packungsbeilage deklariert es als "pflanzliches Antirheumatikum" mit den Indikationen aktive rheumatische Arthritis (rheumatoide Arthritis) und juvenile chronische Arthritis Doch inzwischen macht der Weihrauch auch in höchst profanen Zusammenhängen von sich reden: sowohl die moderne Naturheilkunde als auch die naturwissenschaftlich orientierte "Schulmedizin" interessieren sich für die stark entzündungshemmende Wirkung von Weihrauchpräparaten bei chronischer Arthritis und entzündlichen Darmerkrankungen. Entscheidend für die Wirkung scheint zu sein, daß bestimmte Inhaltsstoffe - die sogenannten Boswelliasäuren - ein Schlüsselenzym im Entzündungsstoffwechsel, die sogenannte 5-Lipoxigenase, hemmen. |
Eine erste offene Studie (1) und Einzelbeobachtungen (2) ließen auch auf eine Hemmung der Entzündungsmechanismen bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen schließen. Basierend auf diesen Resultaten erfolgte der Vergleich der Wirksamkeit und Verträglichkeit von Extrakten aus indischem Weihrauch mit 5-Aminosalicylsäure bzw. einem Sulfonamid bei solchen Erkrankungen im Rahmen zweier verumkontrollierter Studien (3, 4):
Eine
randomisierte (nach dem Zufallsprinzip), doppelblinde, 8-wöchige Studie (3)
wurde mit dem Präparat »H15« in Deutschland an Patienten im Alter
von 18 bis 70 Jahren mit aktivem Morbus Crohn durchgeführt. »H15«
ist ein standardisiertes Trockenextrakt (DEV 4,25,9:1, Auszugsmittel Methanol)
aus dem Rohharz von Boswellia serrata und wurde mit Mesalazin als anerkanntem
Therapeutikum bei akutem
Morbus Crohn
verglichen. Aufgrund der statistischen Auswertung konnte gezeigt werden,
dass die Behandlung mit »H15« jener mit Mesalazin nicht unterlegen
ist. Diese Bewertung wurde auch durch die Nebenzielparameter bestätigt. Die
Unterschiede zwischen den beiden Gruppen waren nicht signifikant. Die Zahl der
unerwünschten Ereignisse (»H15« = 8, Mesalazin = 17) und der
arzneimittelassoziierten Nebenwirkungen (»H15« = 0, Mesalazin = 4)
zeigte die gute Verträglichkeit von Weihrauchextrakt. Hinsichtlich einer
Nutzen-Risiko-Abwägung bewerten die Autoren der Studie »H15«
günstiger als Mesalazin. (Quelle: Österreichische Apothekerzeitung)
Mit
den angeführten Studien konnte das antiinflammatorische Potenzial von Extrakten
aus dem Harz von Boswellia serrata bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen
gezeigt werden. Im Vergleich mit 5-Aminosalicylsäure bzw. Sulfasalazin, deren
klinische Wirksamkeit bei solchen Krankheitsbildern nachgewiesen ist, waren die
Weihrauchpräparate nicht unterlegen.
»H15« ist in Indien
unter dem Namen »Sallaki« und in einem Schweizer Kanton zugelassen.
Für Deutschland konnte die Fa. Pharmasan in Freiburg eine Importgenehmigung
bei ärztlicher Verordnung erwirken.
Der therapeutische Einsatz von H15 in Österreich und Deutschland gestaltete sich bisher problematisch, inzwischen ist er jedoch möglich geworden - auf ärztliche Verordnung, als Medikament ist es jedoch nach wie vor nicht zugelassen. In Österreich werden verschiedene Weihrauchpräparate als Nahrungsergänzungsmittel vertrieben. Aufgrund der gesetzlichen Bestimmungen ist die pharmazeutische Qualität von Nahrungsergänzungsmitteln nicht abschätzbar.
Spezialisten von Weihrauch überzeugt
Der bekannteste Weihrauchspezialist ist der deutsche Pharmakologe Hermann Ammon. Er hat sich über Jahrzehnte an der Universität Tübingen mit der Wirkung von Weihrauch beschäftigt undkam zu dem Schluß, dass Weihrauch im rheumatisch entzündeten Areal "schonend und effektiv" wirke.
Auch in Kärnten haben Rheumaspezialisten bereits Erfahrungen mit Weihrauch in der Rheumatherapie gemacht. Einer der Befürworter ist der frühere österreichische Gesundheitsminister Rheumaexperte Dr. Michael Ausserwinkler: "In der sog. Erfahrungsmedizin weiß man seit Jahrhunderten, dass Gelenkbeschwerden durch Weihrauch gelindert werden können." Die erste wissenschaftliche Arbeit gab es 1969 und seitdem gebe es nach Ausserwinkler etwa 200 Arbeiten, die belegen, dass Weihrauch gegen entzündliche Gelenkkrankheiten wirkt. Der Wirkstoff könne als Kapsel oder Tablette eingenommen werden - den Rauch einzuatmen helfe nicht.
"Der Körper absorbiert die Bestandteile des Weihrauchs sehr gut, wie eine neue Studie belegt. Der Wirkstoff unterbricht die Entwicklung von Entzündungssäuren und somit direkt den Prozess der Entzündung", so Ausserwinkler weiter. Weihrauch ist damit für Mediziner und Patienten eine willkommene Alternative zu den üblichen Schmerzmitteln und Antirheumatika.
LINKTIPPS:
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Weihrauchharz gegen Entzündungen
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Weihrauch-Extrakte in der Therapie entzündlicher Darmerkrankungen (ÖAZ)
....Ttherapeutischen
Anwendungen von Weihrauch bei chronischen Entzündungen
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Weihrauch: Infos (MZ-Verlag Ltd.)
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