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13 ; 2005 Hämaturie
- Blut im Harn
Unter
einer Hämaturie - von griech.: häm (Blut) und ouron (Harn) - wird
das Vorkommen von roten Blutkörperchen oder Blut im Urin verstanden.
Hämaturie heißt, dass im Urin des Patienten Blut enthalten ist. Prinzipiell
muss zwischen dem mit dem bloßen Auge im Urin feststellbaren Blut, der Makrohämaturie,
und dem nur unter dem Mikroskop oder mit speziellen Tests feststellbaren Blut
im Urin, der Mikrohämaturie, unterschieden werden. Beide Formen der Hämaturie
können auftreten, wenn eine Blutungsquelle zum Beispiel eine entzündete
Schleimhaut, ein die Schleimhaut reizender Harnstein im oberen oder unteren Harntrakt
oder ein Tumor vorliegen. Die Hämaturie ist ein wichtiges urologisches Symptom. Handelt
es sich dabei um das einzige Symptom, wird von einer symptomlosen oder asymptomatischen,
ansonsten von einer symptomatischen Hämaturie gesprochen. Ist das Blut schon
mit freiem Auge als Rotfärbung des Urins sichtbar, wird von einer Makrohämaturie
- als Gegensatz zur Mikrohämaturie - gesprochen. Letztere kann nur durch
eine mikroskopische Beurteilung oder eine Untersuchung mittels Harnstreifen festgestellt
werden. Mit der Ausnahme einer Hämaturie bei einem typischen akuten Harnwegsinfekt
der jungen Frau sollten alle Formen der Hämaturie abgeklärt werden. Ursachen
Bei
der Hämaturie handelt es sich um das bedeutendste Leitsymptom im urologischen
Fachgebiet. Es ist bei nahezu allen urologischen Krankheitsbildern von vordergründiger
Bedeutung. Folgende
Ursachen für Blutungen im Harntrakt kommen in Betracht: -
Entzündung:
Entzündungen gehen mit einer Veränderung der Schleimhautdurchblutung
einher. Durch die Gefäßweitstellung verlassen rote Blutkörperchen
das Gefäßlumen, treten in den Urin über und sind dort mikroskopisch
und laborchemisch nachweisbar.
- Harnstein:
Steine im Harntrakt führen zu einer mechanischen Beanspruchung der Schleimhaut.
Verletzungen und entzündliche Reaktionen sind die Ursachen für den Nachweis
von roten Blutkörperchen im Urin.
-
Verletzungen: Verletzungen von Organen des Harntrakts sind immer mit der Eröffnung
von Blutgefäßen vergesellschaftet.
- Tumor:
Geschwulsterkrankungen (Tumoren), insbesondere bösartige, haben eine eigene
Gefäßversorgung. Der Aufbau dieser Gefäße ist sehr einfach
und so kommt es relativ schnell zu Gefäßwanddefekten mit Blutungen.
Das Einwachsen bösartiger Tumoren in die Schleimhaut des Harntrakts kann
ebenfalls zu Blutungen führen.
Plötzlich
auftretende (akute) und länger andauernde (chronische) Entzündungen,
Steinerkrankungen, gut- und bösartige Gewächse (Tumoren) und Verletzungen
bedingen eine mehr oder weniger ausgeprägte Hämaturie.
Bei etwa 10% aller Hämaturien findet man keine Ursache. Das hat auch damit
zu tun, dass es nicht immer Sinn macht, weitere Untersuchungen durchzuführen.
So lassen sich manche leichte Nierenerkrankungen, die die Ursache einer glomerulären
Hämaturie sein könnten, nur nach einer Entnahme von Nierengewebe eindeutig
nachweisen. Wenn aber ansonsten keine Beschwerden (z.B. erhöhter Blutdruck,
Lidschwellungen) auftreten, das Eiweiß im Harn nicht wesentlich erhöht
ist und auch die Nierenwerte (Kreatinin, Kreatininclearance) im Blut normal sind,
dann wird man sich nur schwer zur Entnahme einer Probe aus der Niere entschließen
können. . Die
wichtigsten Krankheitsursachen einer Hämaturie - Verletzungen
Nieren-, Harnleiter-, Blasenverletzungen, Harnröhrenabriss - Entzündungen
Nierenbeckenentzündung, Harnröhren-, Prostata-, Nebenhoden-, Blasenentzündung - Steinerkrankungen
Nierensteine, Harnleiterstein, Geschwulste, Nierenbecken-, Harnleitertumor, Nierentumor,
Harnblasentumor, Prostatatumor Diagnose Die
Abklärung der Hämaturie erfolgt systematisch und stufenweise durch Erhebung
der Krankengeschichte (Anamnese), klinische Untersuchung des Patienten, Labordiagnostik
(Untersuchung von Blut und Urin), Einsatz bildgebender Untersuchungsmethoden (Ultraschall,
Röntgen, Blasen- und Harnleiterspiegelung). Therapie Da
die Hämaturie keine Krankheit, sondern ein Krankheitszeichen ist, bedarf
nicht die Hämaturie, sondern die Ursache der Hämaturie einer ärztlichen
Behandlung. Unterschiedliche Behandlungsverfahren können durchgeführt
werden - anbei ein kleiner Überblick: Kausale
Therapie je nach Blutungsursache
Zystitis haemorrhagica: Trimethoprimpräparate oder Gyrasehemmer
Steinleiden Glomerulonephritis Bilharziose
Nierentuberkulose Angiitis (arterielle Durchblutungsstörungen)
Harnblasentumoren Prostatahypertrophie (häufige Ursache
einer Mikrohämaturie bei älteren Männern) Die
Symptomatische Behandlung beschränkt sich auf
Reichliche Flüssigkeitszufuhr, notfalls mit Infusionen Hämostatika
(systemisch) bei nachgewiesener Blutgerinnungsstörung (z.B. Vitamin K1 bei
Cumarin-Überdosierung) Blasenspülung mit isotonen Lösungen:
0,9% NaCl-Lösung, 5% Glukose zur Verhinderung einer Blasentamponade
Spasmoanalgetika bei Schmerzen LINKTIPPS:
.... Nieren- und
Harnsteine
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Korrupte Medizin - Ärzte als Komplizen der Konzerne
Ein Journalist wechselt seine Identität und geht
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machen sich zu Komplizen. Der Autor absolviert eine
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Über
die Guerilla-Methoden der Pharmafirmen, gekaufte Ärzte
und wie aus Krankheiten gigantischer Profit geschlagen
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| Hans
Weiss, Medizinjournalist und Autor ("Bittere Pillen"):
Die traurige Erkenntnis aus meiner dreijährigen Recherche:
Der Spagat zwischen medizinischer Forschung und kommerziellen
Interessen ist oftmals unüberbrückbar. Im Zwiespalt
zwischen Ethik und Geschäft siegt im Zweifel immer
das Geschäft. |
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