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der Woche Medizinisches Wörterbuch: Anästhesie
Anästhesie [griech.anästhissía - die Nicht-Empfindung], bezeichnet 1.
den Zustand der Unempfindlichkeit des Nervensystems im weitesten Sinn;
Die Allgemein-Anästhesie oder Narkose greift am Zentralnervensystem an. Sie ist die Steigerung der Hypästhesie, der Empfindungsverminderung, und steht im Gegensatz zur Hyperästhesie, einem Zustand vermehrter Empfindlichkeit und Schmerzhaftigkeit z. B. bei Entzündungen, und zu Parästhesien, meist kribbelnden Missempfindungen, die bei manchen Nervenerkrankungen (Neuropathien) vorkommen. Narkotika
sind entweder leicht flüchtige Flüssigkeiten und Gase (Inhalationsnarkotika,
z.B. Äther, Lachgas usw.), die eingeatmet werden, oder feste Substanzen,
deren Lösungen in die Blutbahn injiziert werden können (Injektionsnarkotika,
z.B. Abkömmlinge der Barbitursäure); sie führen zu einem schlafähnlichen
Zustand mit Bewußtlosigkeit und zentraler Schmerzausschaltung. Lokalanästhesie
(örtl. Betäubung) nennt man die künstliche Schmerzausschaltung
(in Form einer sogenannten Formen
Die Anästhesie als medizinisches SpezialgebietDie Anästhesie ist als praktisches Arbeitsgebiet ein Teil der Anästhesiologie. Außer der Ausschaltung von schmerzhaften Wahrnehmungen beinhaltet die Tätigkeit des Anästhesisten die Aufrechterhaltung der Vitalfunktionen (z.B. Atmung, Sauerstoffversorgung, Kreislauffunktion u.a.m.). Dazu gehört auch, den Organismus vor schädigenden Einflüssen des chirurgischen Eingriffs (z.B. Blutverlust) und anderen Stressfaktoren zu schützen. Die Anästhesie wird in Österreich, Deutschland und der Schweiz durch spezialisierte Ärzte ausgeführt, die je nach Land als Fachärzte für Anästhesie und Intensivmedizin oder als Anästhesisten (auch: Narkosearzt) bezeichnet werden.
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