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MedNews
der Woche
Kalenderwoche 12; 2010 Hyposensibilisierung:
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Laut Prof. Waltraud Emminger, Ärztliche Leiterin des Allergiezentrums Rennweg, liegt die Ursache für Allergien darin, dass "das Immunsystem in den ersten Lebensjahren lernt, eine Toleranz, beispielsweise gegenüber Nahrungsmitteln, zu entwickeln. Bei Allergikern funktioniert diese Toleranzentwicklung nicht ausreichend. Sie reagieren auf Substanzen, die dem Immunsystem überhaupt nicht schaden würden und wehren sie ab. Die Immuntherapie versucht, diese Toleranzentwicklung nachzuholen." Die Wirkungsweise kann man sich ähnlich der der Grippeimpfung vorstellen. Durch Spritzen der Allergieauslöser verändert sich die Reaktion des Immunsystems, das bedeutet im Laufe der Zeit reagiert es nicht mehr auf die Allergene. Nicht jede Allergie kann mit der Immuntherapie bekämpft werden. Besonders eignet sich die Behandlung für Pollenallergien, Überempfindlichkeit gegen Insektenstiche und Hausstaubmilbenallergie. |
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Lebensretter bei Insektengiftallergien?
Speziell
bei Allergien gegen Bienen- oder Wespengift kann eine spezifische
Immuntherapie lebensrettend sein. Denn diese Überempfindlichkeiten
können sogar tödlich enden. Im Fall der
Insektengiftallergie gibt es die Möglichkeit der
Schnellhyposensibilisierung. Sie erfordert einen Aufenthalt
im Krankenhaus, denn es werden in diesem Zeitraum mehrmals täglich
Injektionen verabreicht. Im Test sind bereits Impfstoffe gegen
Schimmelpilze, eine wirksame Behandlung gibt es bis dato noch
nicht. Für jede Allergie gilt, je kürzer die Allergie
besteht, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit
auf dauerhaften Erfolg der Behandlung.
"Aus einer harmlosen Pollenallergie, die am Anfang Beschwerden an Augen und Nase verursacht, entwickelt sich bei vielen Patienten häufig leider auch allergisches Asthma. Es kommt zu einer Verstärkung der Symptome und die Therapie, die anfangs gut hilft, wirkt nicht mehr ausreichend. Die Allergie sucht sich andere Bahnen, wie eben die Lunge und es kommt zu chronischen Atembeschwerden. Eines muss man auch wissen: Ist die Lunge einmal betroffen, kommt es zu irreversiblen Umbauvorgängen in den Atemwegen, zum so genannten Remodelling, das auch mit der besten Therapie nicht mehr umkehrbar ist." erklärt Prof. Dr. Emminger die Problematik das Zuwartens auf die Behandlung.
Um
die Behandlung durchführen zu können, muss der Allergieauslöser
eindeutig identifiziert sein. Zudem muss man den Allergenen
auch aus dem Weg gehen können. Neben der Injektionstherapie
gibt es auch die sublinguale Hyposensibilisierung. Das bedeutet,
dass die Allergene als Tabletten oder Tropfen verabreicht werden.
Seit vorigem Jahr ist in Österreich die Behandlung mit
der sogenannten "Gräsertablette" möglich.
Sie bringt vor allem für den Patienten große Vorteile,
weiß Prof. Dr. Emminger.. "Die Gräsertablette
enthält Gräserpollen in einer viel höheren Konzentration.
Die Behandlungsergebnisse sind deshalb gleichzusetzen mit denen
der subkutanen Immuntherapie. Außerdem ist die Tablette
praktisch: Die Tropfen waren üblicherweise zu kühlen
bzw. vor allzu großer Hitze zu schützen. Die Tablette
muss nicht gekühlt werden (was besonders im Urlaub komfortabel
ist). Man kann sie in der Brief- oder Handtasche mit sich tragen
bzw. zuhause einnehmen.", so die Ärztliche Leiterin
des Alleriezentrums Rennweg zu den Vorteilen der
Gräsertablette.
Langwierig aber effektiv
Die Behandlung erfolgt in vielen Fällen aber auch per Injektion. Für beide Behandlungsformen gilt, die Menge der Allergene wird in den ersten Monaten immer wieder angepasst. Begonnen wird mit minimalen Dosen, die Verabreichung erfolgt wöchentlich und jedes Mal wird die Dosis erhöht. Durch die geringe Anfangsdosis wird diese zu Beginn der Behandlung wöchentlich verdoppelt, später wird sie nur mehr in kleinen Schritten gesteigert. Nach dieser Zeit spricht man von der Toleranz, diese Dosis wird dann monatlich geimpft.
Die Behandlung ist langwierig und dauert bis zu drei Jahre, manchmal sogar noch länger. Während der Spitzenzeit der Allergie zu impfen, also zum Beispiel bei Pollenallergie in der Blütezeit, hätte nur wenig Sinn. Geht man regelmäßig zur Impfung so ist die Erfolgsquote bei über 90 Prozent. Auch bei Mehrfachallergien können sich die Erfolge mit 70 bis 80 Prozent sehen lassen. Strikt unterlassen sollte der Patient am Tag der Behandlung Extremsport Sauna und Konsum von Alkohol. Lässt man öfters eine Injektion aus oder hält man sich nicht an die Vorgaben, so sinkt die Wahrscheinlichkeit des Erfolges. Die Beschwerden lassen nach Beendigung der Behandlung deutlich nach oder verschwinden zur Gänze. Bei anhaltender Allergien treten oft weitere Allergien auf. Durch eine erfolgreiche Behandlung kann auch diese Erweiterung des Allergiespektrums eingedämmt werden.
Kaum unerwünschte Nebenwirkungen
Wie
fast jede medizinische Behandlung kommt es bei der Immuntherapie
auch zu unterwünschten Nebenwirkungen. Entzündungen
der Haut an der Einstichstelle und damit verbunden Schwellungen
oder Juckreiz, Ermüdung, asthmatische Anfälle oder
auch ein
anaphylaktischer Schock können Folgebeschwerden
der Behandlung sein. Aufgrund der möglichen Nebenwirkungen
bleibt der Patient normalerweise noch für 30 Minuten unter
Beobachtungen im Allergieambulatorium. Treten hier Nebenwirkungen
auf kann sich der Beobachtungszeitraum verlängern, damit
der Arzt im Komplikationsfall der Arzt sofort eingreifen und
dem Patienten helfen kann.
[ameis]
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Quellen:
¹
Allergieambulatorium
Rennweg
² allergien.com
LINKTIPPS:
.... Allergien
- Irrtum im Immunsystem
....
Was tun bei Hausstaubmilbenallergie?
.... Gesundheit
& Klimawandel
....
Pseudoallergie: Nahrungsmittelintoleranz
.... Zöliakie
(Glutenallergie)
.... Blutbild, Blutbefund,
Blutwerte
.... IgG-Test bei Verdacht auf Nahrungsmittelunverträglichkeit?
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Der aktülle Buchtipp zum Thema ***
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Gesund und allergiefrei. Ratgeber. Es lohnt auf jeden Fall, in diesem informativen Buch zu stöbern, da der Leser die verschiedensten Lehrmeinungen und Ernährungsmöglichkeiten vom Altertum bis zur Neuzeit präsentiert bekommt (z.B. Ayurveda, Trennkost, Rohkost, Anthroposophie und Hildegard-Lehren). |
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| Kundenrezensionen: Dieses Buch ist nicht nur ein Muß für jeden Allergiker, sondern für alle, die an der Erhaltung bzw. Wiederherstellung ihrer Gesundheit interessiert sind. Auch ich bin seit meiner Kindheit Allergiker und merkte sehr schnell, daß mir die Schulmedizin nicht helfen konnte. Danach folgte ein jahrelanges Suchen nach alternativen Heilmethoden und ich las mich durch den unendlichen Dschungel diesbezüglicher Literatur. | ||
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