Migräne
SHG:
c/o Dachverband der oberösterr. Selbsthilfegruppen Kontaktperson:
Waltraud Stanzel
Gierkeweg 15 A-4040 Linz
SHG
- Kopfschmerzen und Migräne:
c/o Selbsthilfe Kärnten
Stauderplatz 5/III/308, A-9010 Klagenfurt
Wiener
SHG - Migräne:
Kontaktperson: Brigitte Pabel
Högelmüllergasse 12/18, A-1050 Wien
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MIGRÄNEATTACKEN
Gerade
bei der Behandlung von mittleren und schweren Migräneattacken
stehen heute verschiedene neue Substanzen zur Verfügung, die
nicht nur den Kopfschmerz bekämpfen, sondern auch gegen die
Begleitsymptome einer Migräne wie zum Beispiel Übelkeit und
Licht- bzw. Lärmempfindlichkeit wirken.
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MIGRÄNE
Der
Begriff "Migräne" kommt aus dem Französischen
und bedeutet: "migraine" = Kopfschmerzen. Es handelt sich um
heftige pulsierende Kopfschmerzen, die anfallartig auftreten.
Sie sind oft auf eine Kopfhälfte begrenzt und sind begleitet
von Übelkeit, Erbrechen, Lichtempfindlichkeit und neurologischen
Störungen. Man nimmt an, daß bestimmte Faktoren wie z.B. Klimafaktoren,
Arzneimittel, Genußmittel oder psychische Belastungen zu einer
vorübergehenden Veränderung an den Blutgefäßen im Gehirn führen,
was dann die Migräne auslöst.
Die Symptome können Stunden, ja sogar Tage dauern. Auch die
Häufigkeit der Anfälle variiert stark. Manche Patienten können
mit wenigen Attacken pro Jahr ein völlig normales Leben führen,
andere sind mit mehreren Anfällen pro Monat kaum noch arbeitsfähig.
SYMPTOME:
Das
wichtigste Symptom der Migräne sind
Kopfschmerzen,
die sehr oft (60 bis 70%) nur auf einer Seite empfunden werden.
Häufig sind die Betroffenen ausgesprochen empfindlich gegen
Licht und Geräusche. Übelkeit und Erbrechen treten ebenfalls
in vielen Fällen auf. Ein Migräne-Anfall kann von einer sogenannten
Aura eingeleitet werden. Dabei sehen die Patienten vor dem Einsetzen
der Kopfschmerzen beispielsweise flimmernde Lichter oder weiße
Flecken. Auch andere neurologische Symptome bis hin zu Lähmungserscheinungen
können im Rahmen einer Aura auftreten.
BEHANDLUNG:
Migräne
ist eine komplexe Krankheit mit vielen möglichen Symptomen,
Schweregraden und Ausprägungen. Daher kann es auch kein Patentrezept
zu ihrer Therapie geben. Eine Migränebehandlung gehört in die
Hand eines Arztes und muß in enger, ständiger und vertrauensvoller
Zusammenarbeit von Arzt und Patient geschehen.
Leider gibt es bis heute keine Behandlung, die Migräne zum Verschwinden
bringt. Allerdings läßt sich durch die Kombination moderner
Medikamente eine deutliche Linderung der Schmerzen sowie eine
Reduktion der Anfallshäufigkeit erreichen. Diese Behandlung
kann nicht nach Schema erfolgen, sondern muß für jeden Patienten
individuell zusammengestellt werden. Daher ist eine genaue Diagnose
durch den Facharzt (Neurologen) dringend zu empfehlen. Dieser
muß zunächst auch abklären, ob der Kopfschmerz nicht andere
Ursachen (z.B. chronische Verspannungen im Nacken) hat. Leider
nützen viel zu wenig Betroffene diese Möglichkeit. Nach Schätzungen
besprechen an die 30 Prozent der Migräne-Kranken ihr Problem
niemals mit einem Arzt.
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Akutbehandlung:
Einige Migräneattacken lassen sich oft mit relativ
unkomplizierten Maßnahmen behandeln. Beispielsweise hilft es
vielen Betroffenen schon, sich in einen abgedunkelten, ruhigen
Raum zurückzuziehen und ein wenig zu ruhen oder zu schlafen.
Sind die Schmerzen nicht sehr intensiv, müssen es nicht gleich
Medikamente sein: häufig lindert auch ein kühlender Eisbeutel
die Beschwerden. Im Berufs- und Familienalltag ist es allerdings
allzuhäufig kaum möglich, diese Ruhe und die nötige Zeit zu
finden.
Gegen leichte Migräneattacken stehen heute eine ganze Reihe
von - auch freiverkäuflichen Medikamenten - zur Verfügung. Doch
Achtung: allein die Tatsache, daß die Medikamente ohne Rezept
zu erhalten sind, ist kein Freibrief für eine risikolose Selbstbehandlung!
Auch wenn Sie sich Ihre Medikamente selbst kaufen können, gehört
die Behandlung einer Migräne in die Hand eines Arztes. Bei der
Behandlung der leichten Migräne bewähren sich vor allem drei
Substanzen: Die Acetylsalicylsäure (ASS), das Paracetamol und
die Substanz Ibuprofen. Diese Substanzen sind unter den unterschiedlichsten
Präparatenamen im Handel. Auf der Medikamentenpackung stehen
immer sowohl der Name der Wirksubstanz als auch der Name des
Medikaments. In der Praxis haben sich Monopräparate bewährt,
das sind Präparate die nur eine Substanz enthalten.
LINKTIPPS:
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