Symptome
Die
meisten Myome verursachen keine Symptome. So bekommen 25 % aller
Frauen im Laufe ihres Lebens Myome, doch treten nur bei 10 bis
20 % von ihnen Symptome auf. Daher ist nur bei einem kleinen
Teil der betroffenen Frauen eine Behandlung erforderlich.
Als häufigstes Symptom treten bei Myomen ungewöhnliche
Blutungen auf, üblicherweise in Form von verstärkten
Regelblutungen, meistens verbunden mit Gerinnselbildung. Dies
führt oft zur Anämie (Blutarmut). Der medizinische
Fachausdruck für die verstärkte Regelblutung lautet
Menorrhagie. Mit zunehmender Blutungsstärke entstehen auch
vermehrt Gerinnsel. Zur Blutgerinnung kommt es, weil das Blut
länger in der Gebärmutter bleibt, bevor es in die
Scheide abgegeben wird. Beim Abgang der Gerinnsel kann es zu
starken Krämpfen kommen.
Für
durch Myome ausgelöste verstärkte Regelblutungen ist
nicht in erster Linie deren Größe und Anzahl, sondern
vielmehr deren Lage entscheidend. Verstärkte Regelblutungen
werden meist durch Myome ausgelöst, die tief in der Gebärmutterwand
wachsen (intramural) oder Myome, die sich direkt unter der Innenauskleidung
der Gebärmutter befinden (submukös). Sehr kleine Myome
in der Gebärmutterwand oder Myome in der Außenschicht
der Gebärmutter (subserös) verursachen üblicherweise
keine ungewöhnlichen Blutungen.Da es viele weitere mögliche
Ursachen für verstärkte Regelblutungen gibt, muss
die Diagnostik bei betroffenen Patientinnen eine sorgfältige
Erhebung der gynäkologischen Vorgeschichte sowie eine gründliche
körperliche Untersuchung umfassen. Wenn eine Frau Myome
hat, ist damit noch nicht gesagt, dass diese auch die Auslöser
von ungewöhnlichen Blutungen sind.
Risiko
eines bösartigen Tumors bei Myomen?
Eine häufig gestellte Frage lautet, ob es sich bei einem
vermuteten gutartigen Myom der Gebärmutter, wenn dieses
groß ist, auch um einen bösartigen Tumor handeln
könnte.
Die
Antwort lautet ja, obwohl solche Tumore, genannt Leiomyosarkome,
äußerst selten vorkommen. Sie treten in etwa einem
von 1.000 Fällen auf. Neuere genetische Untersuchungen
machen es unwahrscheinlich, dass diese Tumore aus vorbestehenden
gutartigen Tumoren hervorgehen. Vielmehr scheinen sie unabhängig
von möglicherweise vorhandenen Myomen zu entstehen.
(Quelle:
Institut für Radiologie, Universitätsklinikum Charité,
Berlin)
Diagnose
Größerer
Myome können bei der gynäkologischen Untersuchung
getastet werden. Bei der Ultraschalluntersuchung
fallen schon kleinere Myome auf. Bei unklaren Befunden kann
eine Gebärmutterspiegelung oder eine Bauchspiegelung weiter
helfen. Dabei können die Myome auch entfernt werden.
Therapie
Myome,
die keine Beschwerden machen, müssen meistens nicht behandelt
werden. Falls eine gewünschte Schwangerschaft nicht eintritt
oder Fehlgeburten durch Myome bedingt sind, ist eine Entfernung
sinnvoll. Ebenso bei auftretenden Butungstörungen oder
Schmerzen und bei ungebremsten Größenwachstum. Oft
ist einen Entfernung durch minimal-invasive OP-Technik (Laparoskopie
oder Hysteroskopie ) möglich. eine vielversprechende Behandlungsmethode
ist die Kernspinresonanz (NMR von engl. Nuclear Magnetic Resonance
= Kernmagnetische Resonanz) gezielte Ultraschallerwärmung,
möglich ist auch eine arterielle Embolisation von Myomen.
Die Gebärmutter kann dabei meist erhalten werden.
Wenn
Myome groß und zahlreich vorhanden sind, ist gelegentlich
die Entfernung der Gebärmutter sinnvoll, falls kein Kinderwunsch
besteht.
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