Thema
der Woche
Kalenderwoche
42; Jahr 2004
Gesundes
Wohnen - Teil 2: Licht, Formen, Farben zum Wohlfühlen!
Tipps
& Tricks für Schönes Wohnen in den eigenen 4 Wänden! Öl-/Acrylbild
von www.kave.at
Nur
wenn Energie frei durch alle Räume zirkulieren kann, fühlen Sie sich
zu Hause wohl. Immer mehr Menschen setzen das Konzept der universellen Lebensenergie
Chi für sich ein, um Gesundheit, Leistungskraft und Wohlbefinden sowohl im
privaten Bereich als auch am Arbeitsplatz positiv zu beeinflussen. Dabei sind
die Weisheiten des Feng Shui nur ein Bereich der sinvollen Wohnraumgestaltung,
wir haben für Sie darüberhinaus weitere wichtige Tipps zum Gesunden
Wohnen zusammengefasst. Licht,
Farben, Natur. Das
Geheimnis von
Feng Shui liegt im freien Zirkulieren und in der guten Versorgung aller
Raumbereiche mit Lebensenergie. Blockierte Bahnen verursachen einen Stau und bringen
Hemmungen oder Krankheiten. Kleine Eingriffe zeigen oft große Wirkung. Wenn
bewußt der passende Punkt aktiviert oder eine kleine Veränderung in
Ihrem Haus oder Ihrer Wohnung vorgenommen wird, kann das große Auswirkungen
haben. Der Wohnbereich wird als Spiegel Ihrer Persönlichkeit gesehen, ausgehend
von der Annahme, daß jede Veränderung in Ihrem Umfeld wiederum Einfluß
auf Sie oder Ihre Familie hat. Wasser- und Energieadern, falsche Farben, ungeschützte
Ecken oder ungünstig plazierte Möbel können demnach das Wohnklima
und das Wohlbefinden des Menschen belasten.
Chi ist laut chinesischer Philosophie die Kraft hinter allem Lebenden; es bedeutet
auch göttlicher Atem oder vitale Lebensenergie. Es fließt sowohl in
unserem Körper (in den Meridianen, wie sie in der Akupunktur bekannt sind)
wie auch in der Erde und in der Atmosphäre. Im Feng Shui geht es hauptsächlich
darum, diese uns umgebende Energie zu nutzen und zu steigern, da sich niedriges
Chi oft als Mißerfolg - privat wie auch beruflich - manifestiert. Wer denkt,
dass schon ein paar Zimmerpflanzen richtig platziert, einige Windspiele fachkundig
aufgehängt, diverse Möbel umgestellt werden müssen und schon fühlt
man sich in seinen eigenen vier Wänden viel besser, hat nur das Minimum gehört. Für
Arbeitsplätze hat der Gesetzgeber durch das Festsetzen von Schadstoffgrenzen
Richtlinien geschaffen, die im privaten Wohnbereich fehlen. Wenn es für
die Zimmerluft klare und verbindliche Schadstoffgrenzen wie für Arbeitsplätze
gäbe, müssten 10% der Wohnungen in Deutschland evakuiert werden, bekämen
Millionen Menschen Hausverbot im eigenen Haus. Ähnlich stellt sich
auch die Situation in Österreich dar. Ähnlich wie am Lebensmittelsektor
sind die Konsumenten durch die Vielzahl an neuen Materialien am Bau- und Wohnsektor
überfordert, das Richtige für die eigenen Bedürfnisse auszuwählen.
Ähnlich wie beim Lebensmitteleinkauf ist sehr oft der Preis die Grundlage
für die Entscheidung. Deshalb ist es kein Wunder, dass sich immer öfter
giftige Chemikalien in die Wohnwelt einschleichen.
Tipps
für den Schlafbreich Der
Schlafplatz ist für das Wohlbefinden besonders wichtig. Nach der Lehre des
Feng Shui rückt man das Bett an eine Wand und achtet darauf, dass es möglichst
weit von Tür und Fenstern entfernt ist. Steht das Bett zwischen Tür
und Fenster, liegen die Schläfer im energetischen Durchzug. Abhilfe schaffen
ein Paravent, ein Raumteiler oder ein Vorhang. An den Fußteil des Bettes
sollte kein Möbelstück anschließen. Oberhalb des Kopfteils sollten
keine schweren Objekte wie Bücherregale montiert werden. Auch Spiegel haben
nach Feng-Shui im Schlafzimmer nichts verloren. Das
Schlafzimmer sollte möglichst weit weg vom Haupteingang liegen und wenn möglich
nicht an Bad oder Toilette grenzen. So wird man nicht durch Lärm im erholsamen
Schlaf gestört. Erholsame Ruhe oder tierischer Sex - beides findet im Schlafzimmer
statt und für beides braucht der Mensch eine Menge Energie. So kriegen Sie
das Chi an die richtige Stelle. e entscheiden selbst, ob Ihr Schlafzimmer eine
Oase der Freude werden kann oder nicht: es ist der Raum, in dem wir ein Drittel
unseres Lebens verbringen. Anders als in den meisten anderen Zimmer wechseln wir
hier selten die Position, der Schlafbereich sollte daher optimal gestaltet sein.
Versuchen Sie alle geopathologischen Störfelder auszuschalten und stellen
Sie Ihr Bett an den störungsfreien Platz. Sind Sie ein Morgenmensch, dann
wählen Sie einen Raum im Osten zu Ihrem Schlafzimmer, als Abendmensch, dann
darf der Raum auch nach Westen gehen. Vermeiden Sie südlich ausgerichtete
Zimmer, dort können Sie nicht entspannen.Tagsüber sollte Sonnenlicht
ins Zimmer gelangen, das bringt das Chi in den Raum, allerdings sollte das Bett
nicht direkt von der Sonne angestrahlt werden. Das kann die Liegestatt überaktivieren
und Probleme beim Einschlafen ergeben - sind Sie allerdings frisch verliebt, dann
kann feurige Energie sicher nicht schaden. Stellen
Sie ihr Bett nicht mit dem Kopfteil zur Tür, das bringt Unsicherheit. Auch
soll Ihre Schlafgelegenheit nicht direkt gegenüber der Tür stehen, das
nennt man in China die ?Sargstellung?. Rotes Bettzeug kann zwar die sexuelle Aktivität
steigern, schlafen sollten Sie in einer so "aufgeladenen" Umgebung allerdings
nicht - allzu "feurige" Träume könnten die Entspannungsphase
stören. Sie finden im Bett nicht zueinander und harmonisieren nicht beim
Liebesspiel? Vielleicht haben Sie getrennte Matratzen - polstern Sie die ?Besucherritze?
gut ab und verdecken Sie sie - oder legen Sie ein rosafarbenes Kissen am Kopfende
auf die Stelle, wo die beiden Matratzen aufeinanderstoßen, das kann die
Gegensätze verbinden. Achten Sie darauf, daß keine Kasten- oder Kommodenecken
auf ihr Bett zeigen, sie schießen Sha-Pfeile auf Sie ab und können
zu Streit führen. Und noch etwas: Das Schlafzimmer ist der Raum der Zweisamkeit
- stellen Sie also keine Kinderfotos aufs Nachtkästchen - Kinder haben im
ganzen Haus ihren Platz, im Schlafzimmer sollten Sie sich ganz auf Ihren Partner
konzentrieren. Lichtquellen
Neben
einer Deckenbeleuchtung für den ganzen Raum sollten in jedem Schlafzimmer
Leselampen mit gutem Licht zur Verfügung stehen. Auch der Schminktisch mit
Spiegel braucht eine gute Beleuchtung. Schrankbeleuchtungen erleichtern das Kramen
in großen Kleiderkästen. Farbenspiel
Naturfarben,
helle Cremetöne bis hin zu Cremefarben wirken sauber und einladend. Gedämpftes
Blassgrün wirkt kühl und beruhigend, aber nicht kalt. Vermeiden Sie
wilde Muster und grelle Farben. Dann können sich Geist und Körper so
richtig erholen. Weiß ist übrigens der chinesischen Lehre nach die
Farbe der Trauer - auch in unserer westlichen Einschätzung hat Weiß
etwas Steriles, Kaltes. Wie soll sich darauf also feurige Leidenschaft entwickeln?
Beziehen Sie daher den Ort Ihres Liebespieles nicht mit steifen, weißen
Laken! Wer Weiß liebt, sollte es in anderen Kombinationen - z.B. durch weiße
Glasvasen - einsetzen. Natur
ist Trumpf Natürliche
Baustoffe sorgen für angenehmes Raumklima. Vollholzmöbel mit geölter
oder gewachster Oberfläche können Feuchtigkeit aufnehmen und wieder
abgeben. Dasselbe gilt für Böden aus unversiegeltem Holz, Kork oder
Naturfaser-Teppiche. Da das Schlafzimmer meist auch die gesamte Kleidung beinhaltet,
sollte der Schrank gut zu lüften sein.
Raumfarben als Heilmittel - Farben im Schlafzimmer und Ihre Assoziationen
Anthroposophen
streichen die Wände ihrer Kliniken, Altenheime und Schulen schon seit den
zwanziger Jahren nach Erkenntnissen der
Farbheilung
und sind damit therapeutisch sehr erfolgreich. Natürlich sind Farben
nicht nur im medizinisch-therapeutischen Bereich nutzbar, sondern von jedem anwendbar,
wenn man sich mit ihnen umgibt. Farben richtig einzusetzen ist keine Kunst, wenn
man weiß, wie sie wirken: VIOLETT
wirkt als Vollton schwer und mystisch, in zarteren Versionen wie lila oder
flieder sensibilisiert es jeden, der den Raum betritt und ist daher für den
Eingangsbereich einer Wohnung sehr geeignet. Positive Assoziationen:
Spiritualität, Religiosität, Feierlichkeit, Mystik Negative Assoziationen:
Magie, Macht BLAU
als Mittelblau sparsam verwendet, wirkt es sehr beruhigend. Als Hellblau
kühlt es den Raum und gibt Weite für Menschen mit hohem Blutdruck
und viel "Hitze" sehr angenehm. Speziell für Schlafräume geeignet.
Im Wohnzimmer könnten Besucher leicht frösteln. Positive Assoziationen:
Ruhe, Weite, Tiefe, Himmel, Luft, Wasser, Sehnsucht, Kühle, Treue, Vertrauen
Negative Assoziationen: Grün und blau schlagen, blau sein, den Blues
haben TÜRKIS
wirkt als Blautürkis antiseptisch, für alle Bereiche, die dieses
Gefühl vermitteln sollen - wie Bäder, Toiletten oder Praxisräume
- ideal. Gelbtürkis wirkt dagegen heiter. GRÜN
entstresst und führt zu unserer Mitte. Für alle Ruhe- und Erholungs-Räume
ideal. Ganz besonders gut für Menschen mit einer Herzschwäche. Positive
Assoziationen: Natur, Wachstum, Harmonie, Leben, Frieden, Sympathie, Zufriedenheit,
Frische GELB
bringt viel Licht in einen Raum und stimmt heiter. Gelb macht kleine Räume
größer und dunkle Räume heller. Positive Assoziationen: Licht,
Sonne, Erleuchtung, Helligkeit, reifes Obst, Blumenduft, Blüten, Gold
Negative Assoziationen: Gift, Galle, Eiter, Schwefel, Neid,
Eifersucht
ORANGE
bringt in seiner dunkleren, gedämpften Variante Wärme und Gemütlichkeit.
Das leuchtende Frühlings-Orange peitscht auf und hält wach deshalb
sparsam einsetzen, damit die Wirkung nicht zu aufregend wird. Positive Assoziationen:
Wärme, Abendsonne, Feuer, Erotik, Apfelsinen, Fruchtbarkeit, Fraulichkeit
ROT
eignet sich nicht für Plätze, an denen kommuniziert werden soll,
da man energetisch aufgeladen wird oder bleibt, und dies sonst oft zu Streitigkeiten
führen könnte. Für Morgenmuffel z.B. im Bad geeignet.
Positive Assoziationen: Energie, Kraft, Liebe, Leidenschaft, Lust, Feuer, Glut,
Willenskraft, Mut, Rosen, Kirschen Negative Assoziationen: Kampf, Verletzung,
Mord, Wut, Opfer, Sucht, Chaos, Egoismus, Gefahr, Macht, Hexen, Krieg, Apokalypse ROSA
besänftigt,
sensibilisiert und reduziert Aggressionspotentiale. Zusammen mit einem Lind- oder
Apfelgrün beeinflusst es das Verhalten von cholerischen Menschen überaus
positiv. BRAUN
ist die ideale Farbe für Fußböden, z.B. Parkett oder Terrakotta-Fliesen.
Es vermittelt das Gefühl, festen Boden unter den Füßen zu haben.
An den Wänden gibt es einen Höhlencharakter. Für Kinderzimmer sind
dunkle Brauntöne ungeeignet Kinder brauchen Spektralfarben und helle,
klare Töne. Positive Assoziationen: Bäume, Holz, Nüsse,
Leder, Tabak, "Mutter Erde" Negative Assoziationen: Gutbürgerlichkeit,
Nationalsozialismus, Fäkalien WEISS
ist als Wandfarbe am gebräuchlichsten. Wenn es geschickt mit Accessoires
und Bildern durchbrochen wird, sorgt es für Klarheit und Weite. Positive
Assoziationen: Unschuld, Sauberkeit, Weisheit, Heiliges, Leere GOLD
bringt Wärme und Sonnenglanz in die Räume. Diese Farbe stärkt
das Herz und hat eine hohe Heilschwingung. SILBER
verstärkt im Raum klare Linien, vermittelt aber auch Kühle. Besonders
sinnvoll eingesetzt, wenn man chaotische Charakterzüge mildern will.
LINKTIPPS:
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