Thema
der Woche
Kalenderwoche
44; Jahr 2004
Das
Prämenstruelle Syndrom: Regelschmerzen & Menstruationsbeschwerden

Manchmal
dauern die Schmerzen im Bauch und im Kreuz nur Stunden, oft den ganzen Tag.
Wenn man hektisch, gestresst oder seelisch nicht gut drauf ist, tut's noch mal
so weh.
Für
viele Frauen sind die Tage vor den Tagen eine Qual: Seele und Körper spielen
verrückt. Viele Frauen erkennen sich nicht wieder: Gefühlsschwankungen,
Depressionen, Aggressionen, Heulkrämpfe, Lethargie, Antriebslosigkeit, Angst-
und Panikgefühle, sexuelles Desinteresse, Ruhelosigkeit oder Fress-Sucht.
Darüber hinaus klagen die meisten Frauen noch über körperliche
Beschwerden, wie Gewichtsschwankungen, aufgeblähter Bauch, geschwollene Brüste,
gereizte Brustwarzen, Wasseransammlungen im Körper, Migräne und Verdauungs-
oder Hautprobleme. Die
Symptome können gleichzeitig oder auch nur vereinzelt auftauchen. Mit der
monatlichen Periode verschwinden sie bei den meisten Frauen wieder. Tritt bei
einer Frau zyklisch vor der Regelblutung mindestens eines der genannten Symptome
auf, leidet sie unter dem Prämenstruellen Syndrom, kurz PMS. Ursachen
von PMS Die
Schulmedizin geht davon aus, dass PMS ein hormonelles Problem ist. Eine der Hauptursachen
für PMS ist ein Ungleichgewicht zwischen Östrogenen und Gestagenen.
Es kann sein, dass der Körper zu viel Östrogen produziert, was allerdings
seltener der Fall ist. In der Regel wird zu wenig Gestagen, also Gelbkörperhormon,
produziert. Gelbkörperhormon schwemmt Wasser im Gewebe aus, Östrogen
dagegen sammelt Wasser an. Durch das hormonelle Ungleichgewicht kommt es zu einer
vermehrten Wasseransammlung im Körper, daraus folgen die oben genannten Symptome. Therapiemöglichkeiten Vielen
Frauen ist geholfen, wenn sie zur Regulierung ihres Hormonhaushaltes eine auf
sie abgestimmte Pille verschrieben bekommen. Die Pille hilft allerdings nicht
allen Betroffenen. Außerdem gibt es auch viele Frauen, die die Einnahme
der Pille ablehnen oder starke Raucherinnen sind und deswegen ohnehin auf die
Pille verzichten sollten. Eine Alternative zur Pille ist die Behandlung mit natürlichem
Progesteron oder den chemisch davon abgeleiteten Gestagenen. Diese können
genau auf den hormonellen Bedarf der Frau abgestimmt werden. Neben der hormonellen
Behandlung eignet sich die Einnahme von Mönchspfeffer (agnus castus). Diese
Substanz soll regulierend in den Hormonhaushalt eingreifen, indem sie unter anderem
gelbkörperhormonartig wirkt oder den Prolaktinspiegel senkt. Der Einsatz
dieses Wirkstoffes unter anderem bei PMS beruht auf klinischen Erfahrungsberichten
und Anwendungsbeobachtungen. Darüber hinaus sollten sich PMS-Betroffene ausgewogen
ernähren. Besonders zu empfehlen ist eine tägliche Zufuhr von essentiellen
Fettsäuren (zum Beispiel Olivenöl). Auch Magnesium soll bei der Bekämpfung
der Symptome helfen. Zur Entschlackung des Körpers an den PMS-Tagen sollten
Betroffene Brennnesseltee oder Birkenblättertee trinken.
Regelschmerzen, die unregelmäßig auftreten und nicht
als PMS diagnostiziert wurden lassen sich auch mit einigen guten
"Tricks" lindern:
Tee
Hirtentäschel,
Kamille und Gänsefingerkraut: Für einen krampflösenden
Aufguss einen Esslöffel der Mischung (je ein Drittel von
jedem Kraut) mit einer Tasse heißem Wasser überbrühen
und 15 Minuten ziehen lassen.
Wärme
Gegen
krampfartige Schmerzen hilft eine erwärmte Heublumenkompresse.
Oder eine Wärmflasche. Sie wird in ein feuchtes Tuch gewickelt,
auf den Bauch gelegt und mit einem trockenen Tuch bedeckt.
Entspannung
Schmerzen
führen zu Verspannungen, und Verspannungen steigern den
Schmerz. Diesen Kreislauf kann man mit Entspannung durchbrechen:
Dazu an etwas Schönes denken, etwa zehnmal tief durch die
Nase einatmen und langsam durch den Mund ausatmen. Dabei die
Pobacken bewusst locker lassen. Massage: Mit einer Mischung
aus ätherischen Ölen (Kamille, Pfefferminze, Fenchel)
sanft den Unterbauch massieren.
Entspannungsbad gegen Schmerzen und zum Abschalten
Kaufen
Sie sich (z.B. im Bioladen, im Reformhaus oder in einer Drogerie)
die Aroma-Öle Ylang-Ylang und Neroli (Orangenblütenöl)
oder Orange Fünf Tropfen. Ylang-Ylang und zwei Tropfen
oder vier Tropfen Orange in einem Becher Schlagsahne verrühren.
Diese Mischung dem einlaufenden Badewasser zugeben.
Aroma-Öle nicht einnehmen!
In
der Schwangerschaft dürfen sie auch als Bad nicht angewendet
werden. Allergiker sollten vorher feststellen, ob sie das Öl
vertragen, zum Beispiel, indem sie an dem Fläschchen riechen.
Lichttherapie
hebt die Stimmung bei prämenstruellen Beschwerden
Bereits
ein Spaziergang kann helfen, seelische Tiefs zu überwinden,
besonders dann, wenn die Sonne scheint. Licht hellt die Stimmung
wieder auf. In der dunklen Jahreszeit dient künstliche
Bestrahlung dem gleichen Zweck. Licht hilft gegen PMS, insbesondere
bei Stimmungsschwankungen und Gereiztheit. Deswegen sollten
man am Tage ausgiebig spazieren gehen, um Sonnenlicht zu tanken.
In der dunklen Jahreszeit geht es auch mit künstlichem
Licht. Spezielle Tageslichtlampen dafür gibt es im Handel,
z. B. Tischgeräte. Mit Preisen zwischen 300 und 3000 Euro
sind die handelsüblichen Geräte nicht gerade billig,
allerdings hilft
Lichttherapie
nachweislich. Wir haben für Sie eine preisgünstigere
Lösung auf der Basis von Energiesparlampen gefunden, die
man auch selbst anfertigen kann
Hobbythek-Bauanleitung.
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