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Thema
der Woche
Kalenderwoche 10; Jahr 2006 Zucker & Zuckerersatz: | ||||||||||
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Der aktuelle Buchtipp zum Thema *** | ||
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Das neue große Weight Watchers Kochbuch Nr. 2 Ein wenig erinnert es ja an den Grand Prix D'Eurovision: Spinat-Gnocchi mit Tomatensauce, 6 Points. Was musikalisch gesehen schon hochrangig wäre, das sieht kalorienmäßig anders aus: sechs Punkte, schon fast ein Drittel der erlaubten Tagespunkte. Spielerisch und sehr motivierend tritt es auf, das flexible Kochbuch der Weight Watchers. Die Einfachheit verblüfft und fasziniert gleichzeitig. Kein lästiges Kalorien zählen mehr, kein Nachschlagen von Fett- oder Ballaststoffen. Dafür "points, points, points". Kein strenger Diätplan, keine Kalorientabellen, dafür abwechslungsreiche Gerichte, die sich dem individuellen Tagesablauf anpassen das ist das Erfolgsrezept von Weight Watchers. | ||
| Kundenrezension: "Das Buch ist wirklich toll und auf jeden Fall zu empfehlen. Auch für Leute die nicht unbedingt abnehmen wollen ist es geeignet, da die Rezepte einfach nachzukochen und wirklich total lecker sind. Es handelt sich dabei auch um Rezepte bei denen keiner merken würde, dass es sich um 'fettarme' und 'diätgeeignete' Rezepte handelt, denn sie schmecken wirklich gut." | ||
Zucker als Nervennahrung?
Das Zentralnervensystem gewinnt seine Energie in der Regel aus Glukose - insofern stimmt die Aussage, dass Zucker Nervennahrung ist. Sehr viel besser als reiner Zucker ist aber natürlich z.B. ein frischer Apfel, der sowohl Zucker als auch verschiedene Vitamine und Mineralstoffe enthält. Ähnliches gilt für Brot, Getreideflocken, Kartoffeln, Hülsenfrüchte, Gemüse und andere Obstarten: Stärke und fruchteigener Zucker versorgen den Körper mit Energie; darüber hinaus werden Denk- und Lernprozesse nachhaltig durch die Fülle an verschiedenen B-Vitaminen unterstützt.
Zucker
und süße Speisen liefern aber nicht nur Kalorien, sondern auch Wohlbefinden
- und das hat biologische Gründe. Wird nämlich Süßes gegessen,
so schüttet die Bauchspeicheldrüse Insulin aus. Dieses Hormon sorgt
dafür, dass ein ganz bestimmter Eiweißbaustein aus dem Blut ins Gehirn
gelangen kann. Dieser Eiweißbaustein heißt wiederum Tryptophan und
ist die Vorstufe für den Botenstoff Serotonin. Und Serotonin sorgt
dafür, dass wir uns wohlfühlen. Normalerweise sorgt übrigens das
Tageslicht für einen hohen Serotoninspiegel. Das erklärt auch, warum
wir besonders in der dunklen Jahreszeit so gerne naschen und warum kohlenhydratarme
Diäten oftmals zu
Depressionen
führen.
Zuckersorten & Zuckerarten
Zucker ist nicht gleich Zucker: Hauptquellen der Zuckererzeugung sind Zuckerrohr (hauptsächlich in den Tropen) und Zuckerrübe (Anbau in gemäßigten Breiten, z.B. Mitteleuropa). Weißer Haushaltszucker (Saccharose) wird hierzulande üblicherweise durch Herauslösen, -kochen oder -pressen in wässriger Lösung aus Zuckerrüben gewonnen.
- Brauner Zucker: grob auskristallisiert, Zwischenprodukt bei der Zuckerherstellung. Anhaftender Sirup verleiht dem Zucker Färbung und klebrige feuchte Konsistenz.
- Dekorierzucker: feinster Puderzucker und Reisstärke, zur Dekoration von Gebäck, da auf warmem Gebäck nicht schmelzend.
- Demerara-Zucker: Weißer Rohrzucker, der mit Melasse aus Zuckerrohr versetzt ist. Er bildet ein relativ großes, leicht klebriges, blaßbraunes Kristall. (wird häufig zu Kaffee serviert)
- Einmachzucker: eine grobkörnige Raffinade, die besonders rein und auch durch die grobe Struktur ideal zum Einmachen von Obst und Gemüse ist. Enthält kein Geliermittel.
- Fruchtzucker/Fruktose: Natürlicher Fruchtzucker kommt in süßen Früchten vor. Als Monosaccharid ist er Bestandteil vieler Zuckerverbindungen. Er ist auch im Haushaltszucker enthalten. Gelegentlich wird er als Zuckeraustauschstoff angewandt. Er muß aber bei Diabetikern bei der BE Berechnung berücksichtigt werden.
- Gelierzucker: für Konfitüren, Gelees und Marmeladen; aus Raffinade mit Pektin, Zitronensäure oder Weinsäure als Geliermittel.
- Grieszucker: Grieszucker ist ein grobkörniger Kristallzucker. Kristallzucker wird in den Korngrößen Grieszucker, Sandzucker und Kastorzucker angeboten.
- Hagelzucker: sieht aus wie kleine Hagelkörner, zum Verzieren von Gebäck; aus Raffinade durch Agglomerieren hergestellt.
- Invertzucker: Durch Hydrolyse (Inversion) von Saccharose entstandenes Gemisch, halb aus Traubenzucker, halb aus Fruchtzucker.
- Isoglucose: (auch "Glukosesirup", "Corn Sirup", "Maissirup", "Maiszucker"), in Getränken und Obstkonserven verwendet, dem Invertzucker verwandt. Vorwiegend aus Maisstärke hergestellt.
- Kandiszucker: Zuckerkristalle von unterschiedlicher Größe und Farbe; entsteht durch langsames Auskristallisieren reiner Zuckerlösung. Um braunen Kandis zu erhalten, wird karamellisierter Zucker zugefügt; gleiche Süßkraft wie Raffinade.
- Karamell: Durch Erhitzen von Traubenzucker oder Rohrzucker auf 150 bis 180°C entstehende braune Masse, die nicht kristallisiert.
- Läuterzucker: Klarer, dickflüssiger Sirup aus Invertzucker und wenig Wasser, wird meist für die Herstellung von Mixgetränken (Cocktails etc.) eingesetzt, da auch kalt schnell löslich.
- Maltose, Malz, Malzzucker: Aus Stärke gewonnener Zucker, der bei der Produktion von Alkohol zum Einsatz kommt.
- Milchzucker:
("Laktose", "Sandzucker") in der Milch vorkommend, besteht
aus Glukose und Galaktose. In der Pharmakologie häufig als Grundlage für
Tabletten dienend. Wird von vielen Menschen, besonders Nichteuropäern, genetisch
bedingt nicht vertragen. (sogenannte
Milchzuckerunverträglichkeit
bzw. Lactoseintoleranz) - Puderzucker, oder Staubzucker: fein gemahlene Raffinade; bei der Herstellung von Zuckerglasuren und beim Backen von Makronen verwandt.
- Raffinade: meistgebrauchter weißer Haushaltszucker, aus Zuckerrohr oder Zuckerrüben hergestellt. Besteht zu 99,9 Prozent aus Saccharose, muss besonderen Reinheitsanforderungen entsprechen, in verschiedener Körnigkeit hergestellt.
- Raffinose: nicht süß schmeckender Zucker, kommt in vielen Pflanzen vor. Tritt häufig als Verunreinigung im Haushaltszucker auf.
- Rohrzucker: Zucker, aus Zuckerrohr hergestellt; gleichbedeutend mit Saccharose. Rohrzucker wird häufig im Erzeugerland als Rohzucker abgegeben und in speziellen Zuckerraffinerien aufgelöst, erneut kristallisiert (= raffiniert) und je nach dem Bedarf des lokalen Marktes in verschiedenen Sorten an die Verbraucher abgegeben. Vollrohrzucker ist eingedickter und getrockneter Zuckerrohrsaft ohne weitere Verarbeitung. Er besteht zu 95 Prozent aus Saccharose und anderen Zuckerarten, enthält aber auch Mineralstoffe, Spurenelemente und Vitamine.
- Sirup: Ahornsirup, Rübensirup, Birnendicksaft u. a. Sirupe durch mehrmaliges Kochen des Saftes hergestellt. Hoher Zuckeranteil: Ahornsirup 65 %, Rübensirup 62 %, Birnendicksaft 78 %.
- Stärkezucker: alle aus Stärke (z.B. Maisstärke) hergestellten Zuckerarten, u.a.: Isoglukose, Stärkesirup, Glukosesirup, Fruktosesirup, Maltodextrin; in der Industrie zunehmend verbreitet, häufige Alternative zur Raffinade.
- Traubenzucker (Glukose): aus Weintrauben hergestellt besteht hauptsächlich aus Dextrose
- Vanillezucker: Feiner weißer Zucker mit echtem Vanillemark gemischt.
- Vanillinzucker: Statt echter Vanille wird Vanillin-Aroma mit feinem weißem Zucker vermischt.
- Würfelzucker: Raffinade wird angefeuchtet und dann zu Würfeln gepresst und anschließend wieder getrocknet.
Zuckeraustauschstoffe sind ebenfalls Kohlenhydrate und schmecken auch wie Zucker, haben jedoch eine wesentlich geringere Süßkraft (nur ca. 60% im Vergleich zur Süßkraft von Haushaltszucker), sodass zur Erreichung des gleichen Süß- Empfindens eine größere Menge erforderlich ist. Zuckeraustauschstoffe können vom menschlichen Stoffwechsel allerdings ohne Insulin verarbeitet werden. Daher dienen sie meist als Zuckerersatz für Diabetiker-Lebensmittel. Denn bei der Verstoffwechslung von Zuckeraustauschstoffen steigt der Blutzuckerspiegel und der Insulinspiegel nur leicht an.
Zuckeraustauschstoffe
sind chemisch gesehen keine Zucker, sondern höherwertige Alkohole. Im Gegensatz
zu
Süßstoffen
haben Zuckeraustauschstoffe Kalorien, jedoch zum Teil weniger als Zucker. Aus
gesundheitlicher Sicht sind sie zwar unbedenklich, können jedoch bei hoher
Dosierung Durchfall verursachen und eine abführende Wirkung haben. Außerdem
können sie entwässern, da sie vom Dünndarm nicht vollständig
aufgenommen und damit teilweise unverändert in den Dickdarm gelangen wo Sie
Wasser binden.
Einige
Zuckeraustauschstoffe werden häufig für die Herstellung von zahnfreundlichen
Lebensmitteln, wie etwa Kaugummi verwendet, denn sie können nicht von jenen
Bakterien verwendet (verstoffwechselt) werden, die an der Bildung von
Karies beteiligt
sind.
Zu den Zuckeraustauschsoffen zählen:
- Sorbit bzw. Sorbitol (E 420)
- Mannit (E 421)
- Isomalt (E 953)
- Maltit (E 965)
- Maltitol bzw. Maltit-Sirup (E 965 II)
- Lactit (E 966)
- Xylit (E 967)
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