Thema
der Woche
Kalenderwoche
10; Jahr 2006
Zucker & Zuckerersatz:
Geschichten, Mythen & Kalorien
Selten
ranken sich um ein Nahrungsmittel dermaßen viele Geschichten, Halb- und
Unwahrheiten. Hedonistische Gourmets brechen ihm eine Lanze, Ernährungswissenschafter
und Fitness-Gurus können sich aber nach wie vor nicht über die gesundheitlichen
Auswirkungen der süßen Verführung einigen. Doch wenn beim
Zucker alles schon so kompliziert ist, wie ist es dann erst um die Zuckerersatzstoffe
bestellt?
Zucker
- die süße Versuchung Spricht
man von Zucker (vom arabischen Wort sakkara) in der Einzahl, so wird darunter
der Haushaltszucker, die sogenannte Saccharose, verstanden. Der Begriff Zucker
umfasst jedoch nicht nur Saccharose, sondern eine Reihe anderer Zucker, wie zum
Beispiel Traubenzucker, Fruchtzucker und Milchzucker. Sie alle zählen zu
der wichtigen Nährstoffgruppe der Kohlenhydrate. Der Energiegehalt von Zucker
beträgt 16,8 kJ pro Gramm (interessanter Vergleich: Alkohol liefert 29,8
kJ pro Gramm) Fest
steht: Zucker ist heute aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken. Er hat eine
einzigartige Karriere vom sparsam verwendeten Gewürz und Heilmittel zum selbstverständlichen
Nahrungsmittel gemacht. Zuckerrohr wurde schon vor 10.000 Jahren in der südostasiatischen
Inselwelt angebaut, von dort breitete es sich zunächst bis nach Persien aus.
Die Araber brachten Zucker (süßen: sukkar) dann im 7. Jh. über
den Mittelmeerraum bis nach Mitteleuropa, wo er als Heilmittel Verwendung fand:
äußerlich bei Hautkrankheiten oder Wunden, innerlich z.B. bei Husten
oder Fieber. Und bittere Medizin macht er noch heute genießbar, wie etwa
die bekannten Schluckimpfungen. Doch
Zucker hat in der Wahrnehmung der Menschen, nicht zuletzt aufgrund des zügellosen
Einsatzes in der Lebensmittelindustrie heute einen ganz anderen Stellenwert und
vor allem auch ein ganz anderes Image als noch vor wenigen Jahrzehnten. Das Konsumverhalten
gegenüber Zucker hat sich in unserem Jahrhundert merklich geändert,
denn Zucker gilt spätestens seit den 1960er, 70er Jahren als Dickmacher und
wesentlicher Verursacher von Karies. Natürliche alternative Süßungsmittel
wie Vollrohrzucker, Dicksäfte, Ahornsirup, Rübenkraute und auch Honig
finden immer mehr Zuspruch. Als Ersatzstoff für Zucker werden industriell
hauptsächlich die kalorienarmen - meist künstlichen - Zuckerersatzstoffe,
die sogenannten Süßstoffe, benutzt, da diese auch noch für Diabetiker
geeignet sind. Zucker
als Dickmacher? Ja
und nein, denn wie immer, kommt es erstens auf die Menge an und zweitens auf die
Zuckerart an. Um eines vorweg zu nehmen: Der "ungesunde" Aspekt am Zucker
liegt darin, dass er - der Zucker nämlich - von Seiten der Produzenten oftmals
verschleiert wird. Der Hauptteil des Zuckers wird nämlich nicht pur, sondern
in verarbeiteter Form verzehrt. Ist dies bei Süßigkeiten und Marmeladen,
allenfalls auch noch bei Erfrischungsgetränken offensichtlich, so ist wesentlich
weniger bekannt und dem Gros der Konsumenten kaum bewußt, dass er etwa auch
in Senf, Ketchup, Fertigmüslis, Fruchtjoghurt, sowie in Brot- und Fleisch-
bzw. Wurstprodukten einen wichtigen Bestandteil bildet. Ernährungsberater
warnen jedenfalls: über 100 Gramm Zucker pro Tag, mache nicht nur die Zähne
kaputt, sondern auch dick, süchtig und überhaupt krank. Dem halten Zuckerproduzenten
gegenüber, dass epidemiologischen Studien zu Folge Übergewichtige wesentlich
mehr Fett und weniger Kohlenhydrate verzehren als dies bei Normalgewichtigen der
Fall ist. Personen, die ein niedrigeres Körpergewicht als Normalgewichtige
aufweisen, nehmen sogar mehr Zucker als andere Kohlenhydrate zu sich. Somit können
Zucker bzw. Kohlenhydrate nicht für Übergewicht verantwortlich gemacht
werden. Es ist vielmehr ein Ungleichgewicht von Energiezufuhr und Energieverbrauch,
das im Falle einer zu hohen Energieaufnahme zu Übergewicht führt. Wer
dem süßen Laster nicht völlig entsagen kann - und das sind die
wenigsten - fragt sich angesicht der widersprüchlichen Aussagen, wie viel
Süßes noch gesund ist, ob Honig gesünder ist, oder ob Süßstoffe
die bessere Alternative sind.
Zucker
& Gesundheit
Glukose ist die wichtigste Energiequelle für die menschlichen Körperzellen.
Aus ihr kann sowohl mit Hilfe von Sauerstoff (aerob) als auch ohne Sauerstoff
(anaerob) Energie gewonnen werden. Der Abbau wird als Glykolyse bezeichnet. Die
meisten Organe und Gewebe (z.B. Muskulatur, Fettgewebe) brauchen das Hormon Insulin
für die Aufnahme von Glukose in die Zellen und deren Verwertung. Zucker
in der Nahrung wird, anders als Stärke, die erst durch Verdauung in Zucker
umgewandelt werden muss, sehr schnell von der Darmwand aufgenommen und ans Blut
abgegeben. Er erhöht daher kurzfristig den Blutzuckerspiegel und regt die
Insulinausschüttung an. Durch das Insulin wird auch die Aufnahmefähigkeit
des Gehirns für Tryptophan aus dem Nahrungseiweiß gefördert, wo
es in das Hormon Serotonin umgewandelt wird, das eine stimmungsaufhellende Wirkung
besitzt. Der Körper wird also für den Verzehr süßer Nahrung
doppelt belohnt: durch einen "Energieschub" und "gute Laune".
Diese Effekte halten allerdings nicht lange an, da der erhöhte Blutzuckerspiegel
schnell wieder abgebaut wird. Bei stärkehaltigen Nahrungsmitteln wird der
Zucker dagegen, durch den Verdauungsprozess verzögert, gleichmäßiger
ans Blut abgegeben. Je
nachdem, welche Lebensmittel gegessen werden, steigt der Blutzuckerspiegel, und
in der Folge auch die Insulinausschüttung, unterschiedlich stark. Beispielsweise
gelangen Kohlenhydrate aus Vollkornbrot sehr viel langsamer in die Blutbahn als
Kohlenhydrate aus Limonade. Maßstab für das Ausmaß des Blutzuckeranstiegs
nach Verzehr einer kohlenhydrathaltigen Mahlzeit ist der glykämische Index
(GI). Aktuell
wird diskutiert wird, inwieweit die Entstehung von Übergewicht durch den
Verzehr von "falschen" Kohlenhydraten begünstigt werden kann. Das
sind Lebensmittel mit hohem glykämischen Index (GI), wie Glukose,
Weißbrot, Limonaden, aber auch Kartoffeln, Reis oder Möhren. Lebensmittel
mit einem hohen GI bewirken einen steilen Blutzuckeranstieg und eine starke Insulinreaktion.
Insulin bringt den Blutzuckerspiegel wieder auf Normalniveau, denn es veranlasst
die Aufnahme von Glukose in die Körperzellen. Die
WHO (Weltgesundheitsorganisation) empfiehlt jedenfalls bis maximal 10 % der täglichen
Kalorienzufuhr in Form von zugesetzten Zuckerarten und Süßungsmitteln,
wie z.B. Honig, aufzunehmen. Ein
einfaches Rechenbeispiel soll dies verdeutlichen: Eine
32jährige Frau, mittlere körperliche Aktivität, mit einem Kalorienbedarf
von rund 2300 kcal / Tag sollte demnach bis zu etwa 55 g zugesetzten Zucker aufnehmen.
Diese Menge wird bereits erreicht durch: 25
g Konfitüre: ~ 15 g Zucker 50 g Gummibärchen: ~ 38 g Zucker In
der Alternativmedizin
wird Zucker - besonders als Raffinade, also fast reine Saccharose - mit verantwortlich
gemacht für eine Beeinflussung des körpereigenen Säure-Basen-Haushalts
in Richtung eines geringeren pH-Werts, einer Übersäuerung. Sie gilt
in Teilen der Naturheilkunde als mitverantwortlich für verschiedene Erkrankungen
wie Rheuma, Migräne, Schlaganfall und Herzinfarkt, teilweise auch für
Krebs. Als Indiz für eine angebliche Übersäuerung des Körpers
durch Aufnahme von Zucker wird dabei auf den pH-Wert des Urins verwiesen, der
jedoch im Laufe eines Tages sehr starken Schwankungen unterworfen ist und im Regelfall
keinen Rückschluss auf den entscheidenen pH-Wert des Blutes oder der Gewebe
zulässt. Bei diesen Theorien handelt es sich um Spekulationen. Unbestreitbar
ist jedenfalls die schädliche Wirkung von Zucker an Zähnen: Zucker in
der festen Nahrung sowie in süßen Getränken und Säften (Babynahrung!)
ist von großer Bedeutung für die Entstehung von
Zahnkaries,
da im Mundraum lebende Streptokokken überschüssigen Zucker in Säuren
umwandeln, die Mineralien aus dem Zahnschmelz lösen und ihn so schädigen.
Diabetes: Anders als der Name
vermuten lassen könnte, wird die Zuckerkrankheit nicht direkt durch Zuckerkonsum
verursacht. Sie beruht nach heutigem Wissensstand entweder auf einer Autoimmunreaktion,
die die Bauchspeicheldrüse schädigt (Typ 1) oder auf einer genetischen
Disposition zur Insulinresistenz (Typ 2, auch Altersdiabetes genannt), die besonders
durch Übergewicht und Bewegungsmangel zum Tragen kommen kann, und deren Folge
ein ständig erhöhter Blutzuckerspiegel ist.
Der im deutschen Sprachgebrauch oft verwendete Ausdruck Zuckerkrankheit
bedeutet also nicht, dass Diabetes durch Zucker hervorgerufen wird, sondern, dass
die Regelung des Blutzuckerspiegels nicht mehr funktioniert. Diabetikern wurde
lange Zeit absolute Zuckerabstinenz verordnet. Neueren Erkenntnissen zufolge ist
jedoch die Energiezufuhr durch Zucker in Mengen bis zu 10% des Gesamtenergiebedarfs
zulässig. In jedem Fall ist dies mit dem behandelnden Arzt zu besprechen.
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Ein wenig erinnert es ja an den Grand Prix D'Eurovision: Spinat-Gnocchi mit Tomatensauce,
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Rezepte handelt, denn sie schmecken wirklich gut." | Zucker
als Nervennahrung? Das
Zentralnervensystem gewinnt seine Energie in der Regel aus Glukose - insofern
stimmt die Aussage, dass Zucker Nervennahrung ist. Sehr viel besser als reiner
Zucker ist aber natürlich z.B. ein frischer Apfel, der sowohl Zucker als
auch verschiedene Vitamine und Mineralstoffe enthält. Ähnliches gilt
für Brot, Getreideflocken, Kartoffeln, Hülsenfrüchte, Gemüse
und andere Obstarten: Stärke und fruchteigener Zucker versorgen den Körper
mit Energie; darüber hinaus werden Denk- und Lernprozesse nachhaltig durch
die Fülle an verschiedenen B-Vitaminen unterstützt. Zucker
und süße Speisen liefern aber nicht nur Kalorien, sondern auch Wohlbefinden
- und das hat biologische Gründe. Wird nämlich Süßes gegessen,
so schüttet die Bauchspeicheldrüse Insulin aus. Dieses Hormon sorgt
dafür, dass ein ganz bestimmter Eiweißbaustein aus dem Blut ins Gehirn
gelangen kann. Dieser Eiweißbaustein heißt wiederum Tryptophan und
ist die Vorstufe für den Botenstoff Serotonin. Und Serotonin sorgt
dafür, dass wir uns wohlfühlen. Normalerweise sorgt übrigens das
Tageslicht für einen hohen Serotoninspiegel. Das erklärt auch, warum
wir besonders in der dunklen Jahreszeit so gerne naschen und warum kohlenhydratarme
Diäten oftmals zu Depressionen
führen. Zuckersorten
& Zuckerarten Zucker
ist nicht gleich Zucker: Hauptquellen der Zuckererzeugung sind Zuckerrohr (hauptsächlich
in den Tropen) und Zuckerrübe (Anbau in gemäßigten Breiten, z.B.
Mitteleuropa). Weißer Haushaltszucker (Saccharose) wird hierzulande üblicherweise
durch Herauslösen, -kochen oder -pressen in wässriger Lösung aus
Zuckerrüben gewonnen. -
Brauner Zucker: grob auskristallisiert, Zwischenprodukt bei der Zuckerherstellung.
Anhaftender Sirup verleiht dem Zucker Färbung und klebrige feuchte Konsistenz.
- Dekorierzucker:
feinster Puderzucker und Reisstärke, zur Dekoration von Gebäck, da auf
warmem Gebäck nicht schmelzend.
- Demerara-Zucker:
Weißer Rohrzucker, der mit Melasse aus Zuckerrohr versetzt ist. Er bildet
ein relativ großes, leicht klebriges, blaßbraunes Kristall. (wird
häufig zu Kaffee serviert)
- Einmachzucker:
eine grobkörnige Raffinade, die besonders rein und auch durch die grobe Struktur
ideal zum Einmachen von Obst und Gemüse ist. Enthält kein Geliermittel.
- Fruchtzucker/Fruktose:
Natürlicher Fruchtzucker kommt in süßen Früchten vor. Als
Monosaccharid ist er Bestandteil vieler Zuckerverbindungen. Er ist auch im Haushaltszucker
enthalten. Gelegentlich wird er als Zuckeraustauschstoff angewandt. Er muß
aber bei Diabetikern bei der BE Berechnung berücksichtigt werden.
- Gelierzucker:
für Konfitüren, Gelees und Marmeladen; aus Raffinade mit Pektin, Zitronensäure
oder Weinsäure als Geliermittel.
- Grieszucker:
Grieszucker ist ein grobkörniger Kristallzucker. Kristallzucker wird in den
Korngrößen Grieszucker, Sandzucker und Kastorzucker angeboten.
- Hagelzucker:
sieht aus wie kleine Hagelkörner, zum Verzieren von Gebäck; aus Raffinade
durch Agglomerieren hergestellt.
- Invertzucker:
Durch Hydrolyse (Inversion) von Saccharose entstandenes Gemisch, halb aus Traubenzucker,
halb aus Fruchtzucker.
- Isoglucose:
(auch "Glukosesirup", "Corn Sirup", "Maissirup",
"Maiszucker"), in Getränken und Obstkonserven verwendet, dem Invertzucker
verwandt. Vorwiegend aus Maisstärke hergestellt.
- Kandiszucker:
Zuckerkristalle von unterschiedlicher Größe und Farbe; entsteht durch
langsames Auskristallisieren reiner Zuckerlösung. Um braunen Kandis zu erhalten,
wird karamellisierter Zucker zugefügt; gleiche Süßkraft wie Raffinade.
- Karamell:
Durch Erhitzen von Traubenzucker oder Rohrzucker auf 150 bis 180°C entstehende
braune Masse, die nicht kristallisiert.
- Läuterzucker:
Klarer, dickflüssiger Sirup aus Invertzucker und wenig Wasser, wird meist
für die Herstellung von Mixgetränken (Cocktails etc.) eingesetzt, da
auch kalt schnell löslich.
- Maltose,
Malz, Malzzucker: Aus Stärke gewonnener Zucker, der bei der Produktion
von Alkohol zum Einsatz kommt.
- Milchzucker:
("Laktose", "Sandzucker") in der Milch vorkommend, besteht
aus Glukose und Galaktose. In der Pharmakologie häufig als Grundlage für
Tabletten dienend. Wird von vielen Menschen, besonders Nichteuropäern, genetisch
bedingt nicht vertragen. (sogenannte
Milchzuckerunverträglichkeit
bzw. Lactoseintoleranz) - Puderzucker,
oder Staubzucker: fein gemahlene Raffinade; bei der Herstellung von Zuckerglasuren
und beim Backen von Makronen verwandt.
- Raffinade:
meistgebrauchter weißer Haushaltszucker, aus Zuckerrohr oder Zuckerrüben
hergestellt. Besteht zu 99,9 Prozent aus Saccharose, muss besonderen Reinheitsanforderungen
entsprechen, in verschiedener Körnigkeit hergestellt.
- Raffinose:
nicht süß schmeckender Zucker, kommt in vielen Pflanzen vor. Tritt
häufig als Verunreinigung im Haushaltszucker auf.
-
Rohrzucker: Zucker, aus Zuckerrohr hergestellt; gleichbedeutend mit Saccharose.
Rohrzucker wird häufig im Erzeugerland als Rohzucker abgegeben und in speziellen
Zuckerraffinerien aufgelöst, erneut kristallisiert (= raffiniert) und je
nach dem Bedarf des lokalen Marktes in verschiedenen Sorten an die Verbraucher
abgegeben. Vollrohrzucker ist eingedickter und getrockneter Zuckerrohrsaft ohne
weitere Verarbeitung. Er besteht zu 95 Prozent aus Saccharose und anderen Zuckerarten,
enthält aber auch Mineralstoffe, Spurenelemente und Vitamine.
- Sirup:
Ahornsirup, Rübensirup, Birnendicksaft u. a. Sirupe durch mehrmaliges Kochen
des Saftes hergestellt. Hoher Zuckeranteil: Ahornsirup 65 %, Rübensirup 62
%, Birnendicksaft 78 %.
- Stärkezucker:
alle aus Stärke (z.B. Maisstärke) hergestellten Zuckerarten, u.a.:
Isoglukose, Stärkesirup, Glukosesirup, Fruktosesirup, Maltodextrin; in der
Industrie zunehmend verbreitet, häufige Alternative zur Raffinade.
- Traubenzucker
(Glukose): aus Weintrauben hergestellt besteht hauptsächlich aus Dextrose
- Vanillezucker:
Feiner weißer Zucker mit echtem Vanillemark gemischt.
- Vanillinzucker:
Statt echter Vanille wird Vanillin-Aroma mit feinem weißem Zucker vermischt.
- Würfelzucker:
Raffinade
wird angefeuchtet und dann zu Würfeln gepresst und anschließend wieder
getrocknet.
Zuckeraustauschstoffe Zuckeraustauschstoffe
sind ebenfalls Kohlenhydrate und schmecken auch wie Zucker, haben jedoch eine
wesentlich geringere Süßkraft (nur ca. 60% im Vergleich zur Süßkraft
von Haushaltszucker), sodass zur Erreichung des gleichen Süß- Empfindens
eine größere Menge erforderlich ist. Zuckeraustauschstoffe können
vom menschlichen Stoffwechsel allerdings ohne Insulin verarbeitet werden. Daher
dienen sie meist als Zuckerersatz für Diabetiker-Lebensmittel. Denn bei der
Verstoffwechslung von Zuckeraustauschstoffen steigt der Blutzuckerspiegel und
der Insulinspiegel nur leicht an. Zuckeraustauschstoffe
sind chemisch gesehen keine Zucker, sondern höherwertige Alkohole. Im Gegensatz
zu Süßstoffen
haben Zuckeraustauschstoffe Kalorien, jedoch zum Teil weniger als Zucker. Aus
gesundheitlicher Sicht sind sie zwar unbedenklich, können jedoch bei hoher
Dosierung Durchfall verursachen und eine abführende Wirkung haben. Außerdem
können sie entwässern, da sie vom Dünndarm nicht vollständig
aufgenommen und damit teilweise unverändert in den Dickdarm gelangen wo Sie
Wasser binden. Einige
Zuckeraustauschstoffe werden häufig für die Herstellung von zahnfreundlichen
Lebensmitteln, wie etwa Kaugummi verwendet, denn sie können nicht von jenen
Bakterien verwendet (verstoffwechselt) werden, die an der Bildung von
Karies beteiligt
sind. Zu
den Zuckeraustauschsoffen zählen: -
Sorbit bzw. Sorbitol (E 420)
- Mannit
(E 421)
- Isomalt
(E 953)
- Maltit
(E 965)
- Maltitol
bzw. Maltit-Sirup (E 965 II)
- Lactit
(E 966)
- Xylit
(E 967)
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