Thema
der Woche
Kalenderwoche
17; Jahr 2006
Extremes Pollenfrühjahr
- hilfreiche Tipps & Tricks für Allergiker

Mit dem Frühling beginnt für die Pollenallergiker wieder eine harte
Zeit mit zahlreichen Beschwerden: tränende, brennende, juckende Augen,
Niesanfälle, rinnende Nase. Allein in Österreich leiden geschätzte
900.000 Menschen an einer Allergie. Aufgrund des langen, kalten Winters in
Österreich droht heuer im Frühling eine regelrechte "Explosion"
der Pollenbelastung, da alle Pflanzen ziemlich gleichzeitig blühen.
Endlich.
Der Frühling ist nun wirklich da und weckt die Lebensgeister: Menschen strömen
ins Freie, um den Duft der warmen Jahreszeit zu inhalieren und die winterbedingt
lahmen Glieder wieder zu bewegen. Doch jetzt beginnt auch eine schwere Saison
für Allergiker - bei etwa 900.000 ÖsterreicherInnen bleiben die Türen
fest verschlossen. Denn: Die Pollen sind los. Geschätze 20% leiden in Östterich
unter Heuschnupfen, Tendenz steigend. Und heuer dürfte aufgrund des langen
Winters die Situation auch noch verschärft auftreten, da viele Pflanzen quasi
gleichzeitig zu blühen beginnen.
Hilfreiche Tipps & Tricks für Pollen-Allergiker Die
Österreichische Apothekerkammer hat für alle Betroffenen einige einfache
Verhaltensregeln zusammengestellt, die Allergiker heuer besonders beachten sollten:
- Nachrichten
des Pollenwarndienstes oder Pollenkalender nützen
- An
Tagen mit hoher Pollenbelastung so wenig wie möglich im Freien aufhalten
- Versuchen
Sie, extreme körperliche Anstrengungen oder Stress zu meiden, da diese Faktoren
Ihre Beschwerden verstärken können.
- Halten
Sie sich zu Tageszeiten großer Pollenbelastung am besten in geschlossenen
Räumen auf.
- Durch
das Tragen von Sonnenbrillen kann ein Teil der Pollen abgehalten werden.
- Abendliches
Haarewaschen entfernt festgesetzte Pollen.
- das
Gesicht mehrmals täglich mit Wasser abspülen.
- Für
die Urlaubsplanung empfiehlt sich ein Aufenthalt im Mittelmeerraum oder in Skandinavien.
- bei
extreme Belastung Allergenschutzmasken verwenden
- Lüften
der Wohnung nur zu belastungsarmen Zeiten
- Die
Pollenbelastung ist am Land am frühen Morgen und in der Stadt eher mittags
sowie nachmittags besonders hoch
- Belaubte
Wälder können einen guten Schutz bieten, da die Blätter die Pollen
aus der Luft filtern. Vorsicht ist allerdings am Waldrand geboten. Hier ist die
Pollenbelastung normalerweise besonders hoch.
- Kreuzreaktionen
von Pollen und Nahrungsmittel beachten (z.B. z.B. Birkenpollen Äpfel
und Nüsse)
Wenn Krankheitsanzeichen des Heuschnupfens auch außerhalb
der Pollenflugzeit auftauchen, kommen andere Allergieauslöser
wie z.B.
Tierhaare,
Hausstaubmilben
und Schimmelpilze in Frage.
Wie
können Allergien behandelt werden ? Prinzipiell
gibt es 2 Möglichkeiten
1.
Kausale Therapie durch
Hyposensibilisierung
oder Allergieimpfung, bzw. SIT Behandlung (Spezifische Immuntherapie),
bei der das auslösende Allergen in steigender Konzentration
unter die Haut gespritzt wird, anfangs wöchentlich, nach
6-8 Wochen 1 x im Monat. Die Therapie dauert üblicherweise
3 Jahre.
Bzw.
bei Kindern die Angst vor der Nadel haben kann man auch eine sogenannte SLIT (sublinguale
Immuntherapie machen), wobei hier Tropfen unter die Zunge getropft werden. Anfangs
tgl. 1-10 Tropfen, später 2-3 x wöchentlich durchgeführt. 2.
Prophylaktische bzw. symptomatische Therapie mit Medikamenten die entweder schon
vorbeugend verwendet werden müssen um eine Histaminfreisetzung zu verhindern
und als sogenannte Mastzellenstabilisatoren bezeichnet bzw. kommen die klassischen
Antihistaminika auch als H1- Blocker bezeichnet zum Einsatz, die die Symptome
der Histaminausschüttung unterdrücken. Wie
können die Symptome bei einer Allergie behandelt werden?
- Lokal mit
Tropfen oder Sprays für die Nase, bzw. Tropfen für die Augen.
- Systemisch
durch Einnahme von Tabletten, Brausetabletten, die Antihistaminika enthalten.
- Bei
schweren Formen wird auch Kortison verabreicht - sowohl lokal als auch systemisch.
Histamin
ist ein Naturstoff, der im menschlichen oder tierischen Organismus als Gewebshormon
und Neurotransmitter wirkt und auch nahezu überall im Pflanzenreich und in
Bakterien vorkommt. Die wichtigste Funktion von Histamin besteht in seiner Beteiligung
an der Abwehr körperfremder Stoffe und seiner pathologischen Beteiligung
an der Symptomatik von Allergien und Asthma. Hierbei führt Histamin zu Juckreiz
und Schmerz, Kontraktion der glatten Muskulatur in den Bronchien und den großen
Blutgefäßen (Durchmesser von mehr als 80 µm) sowie der Erweiterung
kleinerer Blutgefäße verbunden mit Hautrötung. Sogenannte Antihistaminika
blockieren die Wirkungen des Histamins. Antihistaminika werden meist nach Bedarf
kurzfristig einige Tage oder Wochen eingesetzt, Kortisonpräparate und Bronchien
erweiternde Medikamente oft Jahre oder sogar das ganze Leben lang.
Übrigens:
Feinstaub
durch Autoabgase (Dieselmotoren), Hausbrand, macht zunehmend
Probleme, vor allem Kleinkinder in Großstädten sind
besonders betroffen, möglicherweise haften die Pollenkörner
an den Russ-Partikeln des Feinstaubes und gelangen in tiefe
Lungenregionen.
Weitere
Infos auch unter
www.apotheker.or.at
LINKTIPPS:
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Allergie-Corner: Hausstaub-Allergie
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.... Tablette gegen Gräserpollenallergie
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lohnt auf jeden Fall, in diesem informativen Buch zu
stöbern, da der Leser die verschiedensten Lehrmeinungen
und Ernährungsmöglichkeiten vom Altertum bis
zur Neuzeit präsentiert bekommt (z.B. Ayurveda,
Trennkost, Rohkost, Anthroposophie und Hildegard-Lehren).
Kundenrezensionen:
Dieses Buch ist nicht nur ein Muß für jeden
Allergiker, sondern für alle, die an der Erhaltung
bzw. Wiederherstellung ihrer Gesundheit interessiert
sind. Auch ich bin seit meiner Kindheit Allergiker und
merkte sehr schnell, daß mir die Schulmedizin
nicht helfen konnte. Danach folgte ein jahrelanges Suchen
nach alternativen Heilmethoden und ich las mich durch
den unendlichen Dschungel diesbezüglicher Literatur.
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