Thema
der Woche
Kalenderwoche
31
31. Juli - 6. August 2006
Kalter Genuss an heißen Tagen:
Tipps für die Eis-Saison

Sommer, Sonne, Eisgenuss das gehört für die meisten
Menschen einfach zusammen.
Wird die kühle Köstlichkeit in Maßen genossen und grundlegende
Hygieneregeln beachtet,
gibt es dagegen auch keine gesundheitlichen Einwände. Lediglich
Allergiker
und Menschen, die zu Migräne neigen, sollten besondere Vorsicht
walten lassen.
Ob
im Freibad, der Eisdiele oder zuhause auf dem Balkon: Die Deutschen
schlecken durchschnittlich rund 8,5 Kilogramm Eis pro Jahr in
rund 70 unterschiedlichen Geschmacksrichtungen. 80 Prozent des Speiseeises
wird in Deutschland industriell produziert, die anderen 20 Prozent in
Eisdielen, Konditoreien und Gaststätten.
Schon
die Chinesen stellten vor etwa 4.000 Jahren Eis her, indem sie Schnee
mit Milch und Früchten verfeinerten. Auch die alten Griechen kannten
solch eisige Süßspeise. Heutzutage
wird Speiseeis unter Verwendung von Milch, Milcherzeugnissen, Ei, verschiedenen
Zuckerarten, Honig, Trinkwasser, Früchten, Butter, Pflanzenfetten,
Aromen und/oder färbenden Lebensmitteln produziert. Abhängig
von der jeweiligen Sorte und dem Geschmack werden auch Zutaten wie Kakao,
Kaffee, Nüsse, Nugat oder Rosinen verwendet. Zudem kommen zugelassene
Farbstoffe sowie Stoffe mit stabilisierender, verdickender oder emulgierender
Wirkung zum Einsatz.
Doch
wie sieht es mit der gesundheitlichen Unbedenklichkeit der kalten Kugeln
aus? In jedem Fall muss während der Herstellung und Lagerung bei
allen Schritten Sauberkeit oberstes Gebot sein. Denn Bakterien können
sich zwar im gefrorenen Eis nicht vermehren, sind aber dennoch vorhanden.
Das Tückische: Schmilzt das Eis wie auch in Mund und Magen
können sich Krankheitskeime wie Salmonellen schnell vervielfachen.
Besonders hoch ist diese Gefahr bei Softeis aus der Maschine an der
Straßenecke.
In
Maßen genossen, ist Speiseeis durchaus ein akzeptables Vergnügen.
Eine Portion Milchspeiseeis von 75 Gramm enthält durchschnittlich
65 Kilokalorien, liefert 2,3 Gramm Eiweiß sowie Kalzium, die Vitamine
B2 und B12. Das eisige Vergnügen muss also nicht unbedingt dick
machen es kommt vor allem auf die Sorte und die Zutaten an. So
kann es ein Eisbecher, beispielsweise aus Vanille-Rahmeis mit Schokosoße
und Schlagsahne wegen des hohen Fett- und Zuckeranteils auf mehr als
400 Kilokalorien bringen. Schlankheitsbewusste sollten also statt zum
Rahmeis mit Nüssen und Sahne zum weitaus weniger kalorienhaltigen
Früchtesorbet, Frucht- oder Wassereis greifen und den Eisbecher
statt mit Sahne mit Früchten genießen. Übrigens ist
Eis meist ziemlich stark gezuckert, weil unsere Geschmacksnerven Kaltes
als weniger süß empfinden.
Aber
ist nicht ein kalter Bauch ungesund und könnte zu Magenproblemen
führen? Die Sorge ist bei normal-schleckendem Verzehr
unberechtigt, denn Eis wird nie kälter als mit einer Temperatur
von minus 4 Grad Celsius verspeist, und bereits in der Mundhöhle
erwärmt es sich auf rund 20 Grad die selbe Temperatur weisen
Speisen, die mit Zimmertemperatur genossenen werden, ebenfalls auf.
Vorsichtig
sollten zu Migräne
neigende Personen sein. Besonders wenn Eis zu schnell gegessen wird,
kann es bei manchen Menschen Kopfschmerzen auslösen. Eine kanadische
Studie hat belegt, dass langsames Schlecken der kalten Kugeln wesentlich
bekömmlicher und kopfschmerzfreier verläuft als hastiges Abbeißen
und Herunterschlucken. Der bei manchen Versuchsteilnehmern auftretende
Kälte-Kopfschmerz" war jedoch nicht schlimm und hielt
nur kurz an. Bei Migräne-Patienten kann er jedoch eine Attacke
auslösen.
Auch
für Allergiker
stellt der coole Genuss ein gewisses Risiko dar. Sie sollten
sich deshalb genau informieren, welche Inhaltsstoffe bei der Herstellung
des Speiseeises verwendet wurden. Empfindliche Menschen sollten auf
Eis mit naturidentischen Aromastoffen,
Farb- und Konservierungsstoffen (so genannte E-Stoffe) am besten
verzichten.
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Tipps
für einen ungefährdeten Eis-Genuss zuhause
-
Beim Eiskauf im Supermarkt sollte man immer einen Blick auf das Etikett
werfen. Hier gilt: Finger weg von Eis mit abgelaufenem Mindesthaltbarkeitsdatum!
- Die
so genannte Fingerprobe testet die Güte des Eises: Knistert es,
wenn man mit den Fingerspitzen leicht auf den Verpackungsdeckel drückt,
haben sich bereits Kristalle im offenbar schon angetauten Eis gebildet.
Dann lieber zu einer anderen Verpackung greifen.
- Bei
heißem Wetter eine Kühltasche mit zum Einkaufen nehmen.
Darin bleibt das Eis etwa 20 Minuten gefroren und kann zuhause sofort
in die Tiefkühltruhe gepackt werden.
- Geschmolzenes
oder aufgetautes Speiseeis nicht wieder einfrieren, um die Vermehrung
der enthaltenen Keime zu verhindern.
Kleine
Warenkunde: Eissorten im Überblick*
- Cremeeis,
Eiercremeeis: enthält mindestens 50 Prozent Milch und auf einen
Liter Milch mindestens 270 g Vollei oder 90 g Eigelb.
- Rahmeis,
Sahneeis, Fürst Pückler Eis: enthält mindestens 18
Prozent Milchfett aus der bei der Herstellung verwendeten Sahne (Rahm).
- Milcheis:
enthält mindestens 70 Prozent Milch.
- Eiscreme:
enthält mindestens 10 Prozent Milchfett.
- Fruchteis:
Der Anteil an Frucht muss mindestens 10 bis 20 Prozent betragen.
- Fruchteiscreme:
enthält mindestens 8 Prozent der Milch entstammendes Fett und
einen deutlich wahrnehmbaren Fruchtgeschmack.
- (Frucht)-Sorbet:
Der Anteil an Frucht muss bei sauren Früchten mindestens 15,
bei anderen Früchten mindestens 25 Prozent betragen. Ohne Milch
oder Milchbestandteile.
- Wassereis:
Speiseeis mit einem Fettgehalt unter 3 Prozent und einem Trockenmassegehalt
aus süßenden und/oder geschmackgebenden Zutaten von mindestens
12 Prozent.
*
Quelle: Deutsche Leitsätze für Speiseeis und Speiseeishalberzeugnisse
vom 19. Oktober 1993
Quelle:
Grünes
Kreuz e. V. - www.dgk.de
LINKTIPPS:
.... www.stevia.at
.... Kinder-Ernährung
....
Gesunde Ernährung
.... Zucker & Zuckerersatzstoffe
.... Zuckerersatz- und Süßstoffe
....
Warenkunde: Zucker & Sirup
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