Thema
der Woche
Kalenderwoche
38; Jahr 2008
Gummibärchen & Co.: Gesunde Naschereien
oder Gift für unseren Körper?

Wer
kennt sie nicht, die kleinen Bären? Sie sind beliebt
bei Groß und Klein,
lachen uns in den verschiedensten Farben an und ihr Anblick
lässt uns manchmal
schmunzeln. Doch wie gesund oder ungesund sind die knuffigen
Gummiwesen wirklich?
Obwohl das Gummibärchen bereits über 80 Jahre alt
ist, begeistert es nach wie vor, Jung und Alt. Die "wabbeligen
Dinger" wurden 1922 von dem Bonner Unternehmer Hans Riegel
erfunden. Seine Firma Haribo (benannt nach Hans Riegel aus Bonn)
brachte den sogenannten Tanzbären, später dann Goldbären,
das erste Mal auf den Markt. Seit 1976 werden die Bärchen
in Österreich verkauft und ab 1989 wurde hier auch die
erste Haribo Produktionsstätte gestartet. Weltweit hat
Haribo 6.000 Mitarbeiter in 18 Produktionsstätten und 20
Vertriebsniederlassungen.
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Bunte
Bärenparade
Fruchtgummis
sind die bekanntesten Gummibonbons. Dazu gehören
sowohl Gummibärchen, Weingummi, Gelee- Produkte,
als auch sämtliche Kombi- Produkte (Lakritze, Schaumzucker
und Fruchtgummi). Fruchtgummis bestehen aus Glukosesirup,
Zucker, Gelatine und verschiedenen Farb,- und Geschmacksstoffen,
wie Zitronensäure oder Saftkonzentrat.
Gummibärchen
sind eine Sonderform der Fruchtgummis und werden in 5
unterschiedlichen Farben hergestellt: Rot (Himbeere) ,
gelb (Zitrone) , grün (Erdbeere) , orange (Orange)
und weiß (Ananas).
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Pro
Packung sind 1/3 rote und jeweils 1/6 grüne, gelbe,
orangefarbene und weiße Goldbären vorhanden.
Damit wird dem Umstand Rechnung getragen, dass nach einer
Marktstudie die roten die beliebtesten Goldbären
sind, die weißen hingegen mit Abstand die unbeliebtesten.
Im
August 2007 nahm Haribo eine weitere Geschmacksrichtung
"Apfel" in seine Palette hinzu und alle Goldbären
erhielten ein "lächelndes" Gesicht. Die
Frage warum es keine blauen Gummibärchen gibt, lässt
sich schnell beantworten. Da Gummibärchen nicht mit
künstlichen Farben gefärbt werden und es in
der Natur keine Frucht oder Pflanze gibt, aus der ein
schönes Blau gewonnen werden kann, müssen wir
weiterhin auf blaue Bären verzichten.
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Gelatine-
ein sicheres Lebensmittel ?
Der
Stoff der Gummibärchen ihre ganz besondere Konsistenz verleiht
ist Gelatine. Gelatine (lat.: gelare = erstarren, steif)
ist ein natürliches Lebensmittel, durchsichtig, geruchs-
und geschmacksneutral. Es besteht zu 80- 90 % aus Protein, wird
z.B. als Gelier- und Verdickungsmittel eingesetzt und findet
vielfältige Einsatzgebiete: So z.B. in Götterspeisen,
Tortenguss, Sülzen, Fleisch- und Wurstwaren, Fruchtsäfte,
Weine, Joghurt, in manche Frischkäse- und Quarksorten,
sowie bei der Herstellung von Filmen und Fotopapier und Kapseln
und Zäpfchen von Arzneimittel.
Restliche
Bestandteile der Gelatine sind Wasser und Mineralsalze. Weiters
wird Gelatine aus Abfallprodukten der tierverarbeitenden Industrie
gewonnen. Als Rohstoffe dienen Haut und Knochen von Schweinen,
Kälbern und Rindern. Die Frage, ob das wegen des Rinderwahns
(BSE) nicht gefährlich ist, stellt sich natürlich
sofort. Doch Experten sagen nein! Um Sicherheit und Qualität
zu gewährleisten, steht die sorgfältige Auswahl der
Rohstoffe für die Herstellung von Gelatine an oberster
Stelle. Die europäischen Gelatinehersteller verwenden nur
Rohstoffe von gesunden, tierärztlich untersuchten und für
den Verzehr freigegebenen Schweinen, Rindern, Fischen oder Geflügel.
Zum
Anderen würden eventuell vorhandene Erreger durch den Produktionsprozess
sowieso abgetötet werden. Dies sagt auch die Weltgesundheitsorganisation
(WHO). Die Gelatine- herstellende Industrie zählt daher,
zu einer der best- strukturiertesten und best- kontrolliertesten
Industriezweige überhaupt in Europa. In deutschen Gummibärchen
ist übrigends nur Schweinegelatine enthalten. Obwohl die
Herstellung ziemlich aufwendig und kompliziert ist (Säuberung,
Extraktion, Erhitzung), dauert es gerade mal drei Tage bis aus
einer Schweineschwarte der Grundstoff (ein gelbliches Pulver)
für Gummibärchen geworden ist.
Mittlerweile
gibt es Produkte anderer Firmen, die gelatinefreie, und somit
für Muslime, Juden und Vegetarier geeignete Gummi-Leckereien
herstellen. Im Jüdischen Museum Berlin gibt es sogar einen
eigenen Automaten, mit koscheren Gummibären.
Gesundes
Naschen?
Gummibärchen
werden immer wieder mit dem Zusatz "ohne Fett" beworben.
Es stimmt zwar, dass Gummibonbons praktisch kein Fett enthalten,
dafür aber jede Menge an Zucker. So enthalten 3 Gummibärchen
fast 1 Stück Würfelzucker. Und zuviel Süßes
macht bekanntlich dick und ruiniert zudem die Zähne. Eine
ganze Packung entspricht 61 Stück Zucker und kann locker
zu Bauchweh führen. Gerade mal 10 Stück pro Tag ist
daher die bekömmliche Dosis.
Natürlich
könne die Gummileckereien auch nicht die Vitamine und
Ballaststoffe ersetzen, die der Körper in Obst,
Gemüse oder Vollkornprodukten findet. Zudem gibt es immer
mehr Kinder, die an einer Zuckerkrankheit oder Diabetes leiden.
Es
gilt eben wie für alle Genußmittel: Die Menge machts
aus! Ein paar Gummibärchen in Maßen genossen, sind
durchaus gesund.
Na dann, viel Spaß beim Bärchenköpfen :-)
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