Thema
der Woche
Kalenderwoche
50; Jahr 2008
Backen ohne Ei und Milch
(Nahrungsmittelallergien)

Auf
Ei und Milch beim Backen zu verzichten, ist gar nicht so einfach.
Doch wer einige Grundregeln beachtet, wird trotzdem leckere
und lockere Gebäcke erhalten.
Wir zeigen, wie die Bäckerei auch bei Nahrungsmittel-Allergien
gelingt.
In den letzten Jahrzehnten haben allergische Erkrankungen stetig
zugenommen. Acht Prozent der Kinder und drei Prozent der Erwachsenen
leiden unter Nahrungsmittel-Allergien. Bei Kindern sind in 90
Prozent der Fälle Grundnahrungsmittel die Allergie-Auslöser:
An erster Stelle stehen Hühnerei und Kuhmilch. Bei Erwachsenen
treten hingegen eher Allergien gegen Kern- oder Steinobst, Nüsse,
Kiwi, Karotte oder Sellerie auf.
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Ist ein bestimmtes Lebensmittel zweifelsfrei als Ursache
einer Allergie durch einen Allergologen festgestellt worden,
so bleibt das konsequente Meiden des auslösenden
Nahrungsmittels fast immer die einzige Behandlungsmöglichkeit.
Nur
in wenigen Fällen kann durch Erhit-zen die allergene
Eigenschaft des Lebensmittels zerstört werden.
Ob
beim Kochen oder bei der Weihnachtsbäckerei
für viele Menschen heißt es deshalb: Ohne Ei
oder Milch!
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Milch kann beim Backen meist relativ einfach durch Wasser,
Soja- oder Reismilch ersetzt werden, da sie vornehmlich
als Flüssigkeitslieferant den Teig weich machen soll.
Dagegen stellt die Eifrage viele Hobbybäcker
vor große Schwierigkeiten. Denn neben Aroma und
Geschmack trägt Ei sehr zur Lockerung eines Gebäcks
bei.
Deshalb
muss meistens mehr Backtriebmittel verwendet werden, beispielsweise
Backpulver oder Natron. Ebenso muss die Flüssigkeit
ersetzt werden, die die Eier in den Teig bringen würden.
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Eine
Reihe von Teigen kommt ganz ohne Ei oder Milch aus, zum Beispiel
Hefeteig, Strudelteig oder Mürbeteig. Günstig für
die Adventsbäckerei, denn Mürbeteig bildet die Grundlage
für viele Weihnachtsplätzchen. Die Herstellung eines
1-2-3 Mürbeteigs ist ganz einfach: 1 Teil Zucker
+ 2 Teile Fett (zum Beispiel ei- und milchfreie Margarine) +
3 Teile Mehl. Diese Grundzutaten zusammen mit Backpulver, Salz,
weihnachtlichen Zutaten und Aromen verkneten; gut
geeignet sind beispielsweise Rum, gemahlene Mandeln, abgeriebene
Bio-Zitronenschale oder (echter) Kakao. Der Teig muss mindestens
eine Stunde im Kühlschrank ruhen, danach kann er ausgerollt,
ausgestochen und die Plätzchen gebacken werden.
Ei
kann beim Backen ersetzt werden durch:
- 1
Esslöffel (EL) Sojamehl pro Ei, angesetzt mit jeweils
3 EL Wasser
- ½
Teelöffel (TL) Natron pro 100 g Mehl
- 1
TL Johannisbrotkernmehl pro Ei
- 1
kleine pürierte Banane; eventuell die Zuckermenge dann
etwas reduzieren
- Ei-Ersatzpulver
aus dem Reformhaus
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Quelle:
Deutsches Grünes Kreuz - www.dgk.de
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