Thema
der Woche
Kalenderwoche
22; Jahr 2009
Fragenkatalog Eigenhaartransplantation

Eigenhaartransplantationen
zählen heute zu den effektivsten Methoden
bei Haarausfall - soferne sie gewissenhaft gemacht werden
und die
Informationen beim Patienten nicht unrealistische Hoffnungen
ausgelöst haben.
Worauf Sie achten sollten, wenn Sie sich ernsthaft für
eine Eigenhaartransplantation
interessieren haben wir in Form eines Fragekataloges für
Sie zusammengestellt.
Haartransplantation
ja oder nein? Viele Menschen sind noch immer verunsichert, wenn
es um das Thema Eigenhaartransplantation geht. Obwohl zahlreiche
rennomierte Institute werbetechnisch seit einiger Zeit den Schritt
an die breite Öffentlichkeit gewagt haben, gibt es viele
Fragen zur Methode. Haarausfall beim Mann ist ein - auch wirtschaftlich
- großes Thema leidet doch beinahe jeder zweite Mann unter
mehr oder weniger starkem
Haarausfall.
Im Gespräch mit Dr. Jörg Hugeneck von der Moser Medical
Group haben sich zahlreiche interessante Aspekte für all
jene ergeben, die mit dem Gedanken an eine Eigenhaartransplantation
spielen.
|
F:
Was macht die Qualität der Eigenhaarverpflanzung
aus?
Dr.
Hugeneck: Die Behandlung muss handwerksmäßig
komplikationsfrei ablaufen. Es gibt ganz wichtige Spielregeln,
wie Sorgfalt, Verantwortungsbewußtsein, Können
und Erfahrung, die es einzuhalten gilt. In anderen Fällen
kommt es aufgrund mangelnder Ergebnisse zu teuren Klagen.
Ich arbeite seit Jahren mit Erfolg und zufriedenen PatientInnen
im Bereich der Eigenhaarverpflanzungen.
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|
F:
Können fehlerhafte Verpflanzungen wieder rückgängig
gemacht werden?
Dr.
Hugeneck: Auch im Bereich der Eigenhaarverpflanzung und
der ästhetisch-plastischen Chirurgie ist - ähnlich
den Zahnbehandlungen - ein gewisser Auslandstourismusspürbar.
Bei
den Eingriffen geht es aber um Fingespitzengefühl
und die Erfahrung, aber auch das Durchsetzungsvermögen
bei jenen Leuten, die unrealistische Vorstellungen haben.
|
F:
Wie steht es also um eine Rückgängigmachung?
Dr.
Hugeneck: Es muss berücksichtigt werden, dass die Menge
des Spenderhaares begrenzt ist, vertrauen Sie sich daher nur
erfahrenen HaarspezialistInnen an.
F:
Wo liegt die Zukunft der Eigenhaarverpflanzung ?
Dr.
Hugeneck: Die optimale Lösung wäre die Vermehrung
der Haarwurzeln. Die Stammzellenforschungist auf dem Weg dorthin.
Die Zwischenergebnisse werden derzeit für die Steigerung
der Qualität der aktuellen Methode eingesetzt. Die nächste
Lösung wäre eine Art Manipulation jenes Gens, das
den Haarausfall verursacht. Doch die Forschung konzentriert
sich natürlich vor allem um Lösungen für schwere
Krankheitsbilder.
Fragenkatalog
- Eigenhaartransplantation
Fragen,
die Sie stellen sollten, wenn Sie auf der Suche nach einem kompetenten
Institut für Haarverpflanzungen sind.
- Gibt
es bei Haartransplantationen Personengruppen welche aus medizinischen
oder ethischen Gründen nicht behandelt werden (können)?
- Ab
welchem Stadium ist eine EHT sinnvoll bzw. ist diese auch
bei Vollglatze (bei vorh. intaktem Haarkranz) noch machbar?
Stichwort: Megasessions (= Operationseinheiten über 4
Std.)
-
Welches
Implantationsverfahren wird bei der gewählten Methode
angewandt?
-
Wieviele
Follicular units (Haarwurzeln) werden pro Anwendung
verpflanzt?
-
Wie
werden die Grafts (Gewebestücke aus zwei bis
6 Haarwurzeln) in die kahlen Stellen eingebracht?
-
Gibt
es
Narben
bei den Entnahmestellen?
-
Werden
begleitende medikamentöse Maßnahmen geboten/benötigt?
-
Welche
ästhetischen Risiken bestehen für den Patienten
(unregelmäßige Büschel bzw. kein Wachstum
der verpflanzten Haare)?
-
Gibt
es eine Anwuchsgarantie? Wenn nein, warum nicht?
-
Welche
Problemlösungsszenarien bietet die Klinik, das Institut
den PatientInnen im Falle des Falles?
- Wieviele
OP's werden ca. im Jahr durchgeführt?
Bitte
bedenken Sie, dass Eigenhaartransplantationen nicht von den
Krankenkassen gezahlt werden, die vollen Kosten also privat
vom Patienten übernommen werden müssen. Daraus ergibt
sich natürlich, dass diese Eingriffe, wie "normale"
ästhetisch-plastische Eingriffe (Schönheitsoperationen)
rein nach wirtschaftlichen Aspekten durchgeführte Leistungen
von kommerziellen Anbietern sind. Dies ist zwar nach gängigen
Moralvorstellungen keineswegs unehrenhaft, bedeutet aber auch,
dass für den Eingriff keinerlei medizinische Indikation
(Notwendigkeit) vorliegt und die operativen Risiken (die niemals
auszuschließen sind) vom Patienten, der Patientin bewusst
in Kauf genommen werden.
Die
Serie "Haarausfall" wird fortgesetzt, der 3. Teil
beschäftigt sich mit den größten Haarinstituten
in Österreich und Deutschland sowie Angeboten aus der Türkei
und Übersee.
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[red] =
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