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Innere Uhr aus dem Gleichgewicht Verstärkt werden unsere körperlichen Probleme noch dadurch, dass wir unser Leben hauptsächlich innerhalb von Gebäuden verbringen fern von natürlichem Licht und arm an Impulsen für unsere biologische Uhr. Bedenkt man, dass die durchschnittliche Innenbeleuchtung zwischen 50 bis 500 Lux liegt, während das Licht im Freien 8.000 bis 100.000 Lux beträgt, führen wir regelrecht ein Leben in Finsternis. Die Folgen: Wir schlafen schlecht, sind energielos und haben schlechte Laune. Gegen den Rhythmus zu leben heisst in diesem Fall gegen seine eigene Gesundheit vorzugehen. Aber was kann man tun? Den Schulbeginn auf 10 Uhr verlegen? Alle Meetings im Morgengrauen auslassen? Menschen, die in Bars oder Theatern arbeiten, umschulen? Nachtarbeit grundsätzlich aus dem Berufsleben streichen? Auch wenn es nicht schlecht wäre, realistisch ist es freilich nicht. Eine Erste-Hilfe-Maßnahme, die man allerdings sofort umsetzen kann, ist viel Tageslicht und jede Menge Bewegung im Freien. Denn das Sonnenlicht eicht unsere inneren Uhren: Helligkeit bedeutet Aktivität, Dunkelheit Erholung. Auf die Organuhr hören Dass
unsere inneren Uhren einem vorgegebenen Rhythmus ticken, weiß
man in der Ein Beispiel, das zeigt, wie sehr unsere Organuhr unsere Aktivitäten bestimmt: zwischen 7 und 9 Uhr ist Magen-Füllezeit. Der Magen hat jetzt sehr viel Qj und das können wir nutzen:Jetzt ist die beste Zeit, den Tag zu planen und zu strukturieren und ein paar Dinge zu ordnen. Doch
jedes Ding hat zwei Seiten. Und das ist auch bei der Organuhr
so, denn sie weist nicht nur darauf hin, welches Organ zu welcher
Stunde die meiste Energie besitzt, sie zeigt auch Schwachstellen
auf. Hat jemand immer zur gleichen Zeit die gleichen Beschwerden,
kann ein Blick auf die Organuhr das unbekannte Rätsel lösen.
Wer morgens, also zwischen 7 und 9 Uhr, keinen Bissen hinunterbekommt,
hat ein schwaches Magen-Q. Neben maßvollem Morgensport
hilft es auch, über den Tag verteilt Kräutertees wie
Kamille, Fenchel oder Rooibos zu trinken, um den Magen und die
Verdauung zu beruhigen.
Wer zwischen 17 bis 19 Uhr fröstelt, hat einen Hinweis
auf ein schwaches Nieren-Qj. Warme Fußbäder oder
Fußmassagen verleihen hier neue Energie. Und wer abends
nur noch müde und genervt ist, der kann auf einen schwachen
Kreislauf schließen. Hier helfen Tag
& Nacht - der 24 Stunden Takt
Während des Schlafs hat der Organismus die meisten Energiereserven
verbraucht, die Kohlenhydratspeicher sind fast leer. Jetzt gillt:
Frühsport macht unerwünschten Fettpölsterchen
Beine. Um Kraft zu schöpfen, zapft der Körper seine
Fettreserven an. Die Schlankheitshormone Adrenalin 7.00 Uhr, Morgenstund für eine gute Figur Während des Schlafs hat der Organismus die meisten Energiereserven verbraucht, die Kohlenhydratspeicher sind fast leer. Jetzt gjlt: Frühsport macht unerwünschten Fettpölsterchen Beine. Um Kraft zu schöp- fen, zapft der Körper seine Fettreserven an. Die Schlankheitshormone Adrenalin und Glucagon kurbeln den Stoflwechsel an und unterstützen den biochemischen Abbauprozess im Feftgewebe. Extreme Anstrengungen sind dazu gar nicht nötig, sanfte Sportarten wie Schwimmen oder Nordic Walking setzen viel Muskelmasse in Bewegung und maximieren so den Kalorienverbrauch. Wichtig dabei: während des Trainings regelmäßig atmen, ohne zu schnaufen, um im so genanten aeroben Bereich zu bleiben. Wer will, erhöht das Tempo zwischendurch, um den Energiebedarf anzukurbeln. Man kann ruhig mit nüchternem Magen starten, auslassen sollte man das Frühstück aber keinesfalls. 9-11.00 Uhr Milz-Füllezeit Die
Milz steht für die Mitte. Zielstrebig und vernünftig
gehen Sie jetzt Ihrer Wege. Einer davon führt Sie am besten
direkt zu einer ordentlichen Mahlzeit. Da Magen und Darm morgens
am besten verdauen, dürfen Sie ruhig beherzt zugreifen.
Optimal: Obst, Joghurt, Nüsse und mageres Eiweiß. 11.30 bis 13:00 Uhr. Leichter Lunch gegen das Nacbmittagstief Bei
empfindlichen Menschen sackt der Blutdruck schon vor Mittag
ab. Ein Teller Suppe hilft, das Leistungstief zu überwinden.
Der hochaktive Magen-Darm-Tiakt braucht eine optimale Bltversorgung,
zusätzliche Muskelarbeit würde jetzt zu Verdauungsproblemen
führen. Das Aktiv-Menü besteht aus magerem Eiweiß
wie Gefügel, Fisch oder Tofir. Deren Aminosäuren liefern
auch die Bausteine ftir Zellorganellen, Hormone, Rezeptoren,
Bindegewebe und Immunzellen. Und fur alle Muskelfasern, die
wiederum viel Energie, also Fett verbrauchen. Um diese Tägeszeit funktioniert der Körper wie geschmiert, Nährstoffe werden optimal verarbeitet, die Nieren sind auf Zack. Die Gelegenheit ist günstig, im Bindegewebe gelagerte Flüssigkeit auszuschwemmen, die immer so viel mehr aus uns macht, und gleichzeitig die Fetwerbrennung mit sportlicher Betätigung in Gang zu setzen. Die
Entschlackung klappt am besten mit Multivitamin-Drinks aus potenten
Ingre- dienzien wie Sellerie, Karotten und Rote Rüben.
Karottensaft bringt die Verdauung und Zellerneuerung in Schwung,
Sellerie die Neren in Fahrt, Rote Rüben entgiften mithilfe
von Leber und Galle. Die Säfte gibt es trinkfertig bei
dm, wer Zeit hat, kann die frischen Zrtaten auch im Entsafter
pressen und den Mix mit ein paarTiop- fen hochwertigem Pflanzenöl
verfeinern. 19:00 Uhr. Die Regeneration Die innere Uhr stellt von Leistung auf Sparflamme. Das Schlafhormon Melatonin sorgt für verdiente Müdigkeit, das Wachstumshormon Somatotropin startet die zellulären Reparaturarbeiten. Das kostet Energie, die sich der Körper aus verschiedenen Kraftstoflquellen hoien kann. Verzichtet man beim Abendessen auf schnell verwertbare Kohlenhydrate wie Pizza, Nudeln oder Brot, die den Blutzuckerspiegel anschnellen lassen, müssen ftir den nächtlichen Regenerationsprozess die Fettdepots herhalten. Bei niedrigem Blutzuckerspiegel werden über Nacht Speicher-Kalorien abgebaut. Während sich Körper und Geist langsam entspannen, wacht die Haut erst richtig auf und treibt die Zellerneuerung voran.² [red] ------------------------------------ ¹
Teezeit
- Magazin; Teekanne Nr.9/2009
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