Urlaub
mit Kindern:
Tipps & Tricks für entspannte Ferien

Mit
der ganzen Familie entspannt und stressfrei in die Ferien
fahren - das ist Urlaub von Anfang an.
Mit der entsprechenden Vorbereitung ist das kein Problem.
Da Kinder aber eben keine "kleinen Erwachsenen"
sind,
sollten die Vorbereitungen gründlich erfolgen. Und damit
kein Stress aufkommt, helfen wir Ihnen dabei ...
Um schon Ihre Urlaubsanreise so angenehm wie möglich
zu gestalten haben wir die nützlichsten Tipps & Tricks
für Reise & Urlaub mit Ihren Kleinen recherchiert
und dazu dich wichtigsten Gesundheitsinfos zusammengestellt.
Anreise
per Auto
Viele
Familien wählen für die Anreise zu ihrem Urlaubsdomizil
das Auto.
Die
Vorteile liegen auf der Hand:
* Wenig Probleme mit dem Gepäcktransport.
* Man ist am Urlaubsort mobil und freier.
* Es ist relativ kostengünstig.
Staus,
schwierige Wetterbedingungen vom überhitzten Auto
bis zum Platzregen, bei dem viele Autofahrer nervös werden
- Erschöpfung, Langeweile und lautstarke Beschwerden
der Kinder und irgendwann dann auch gestresste Eltern sind
die Nachteile der Autourlaubsfahrt.
Tipp:
Planen ist besser als ärgern
Wenn
man ein paar Tage vorher die Koffer packt und am Vorabend
einlädt, erspart das Hektik am Tag der Abreise. Gestalten
Sie Ihre Urlaubsanreise kinderfreundlich. Also: Möglichst
nicht am ersten Ferientag losfahren, wenn alle auf die Autobahn
drängen. So vermeiden Sie langes Stehen im Stau. Wer
die "heißen? Termine wählen muss, sollte rechtzeitig
Schleichwege auf der Straßenkarte auskundschaften oder
beim Autofahrerclub (ÖAMTC bzw. ADAC) nachfragen.
Tipp:
Tagsüber fahren ist sicherer
Viele
Familien starten gern mitten in der Nacht in die Ferien, weil
die Kinder dann so schön schlafen und auf den Straßen
wenig Verkehr ist. Reisemediziner warnen jedoch davor, da
zwischen zwei und vier Uhr nachts die Leistungskurve extrem
absinkt und das Unfallrisiko damit deutlich steigt. Besser:
im Morgengrauen oder in den frühen Abendstunden losfahren.
Ein guter Zeitpunkt für die Abreise ist auch die Mittagschlafzeit
des Kindes ? vorausgesetzt, es herrschen keine Hochsommer-Temperaturen
oder das Auto hat eine Klimaanlage.
Tipp:
Pausen verbessern die Konzentration
Wer
mit Kindern im Auto verreist, sollte nicht nur die Fahrtroute
sorgfältig planen, sondern auch die Pausen. Wichtig ist,
dass die Fahrtunterbrechungen regelmäßig sein sollen.
Bei kleineren Kindern stündlich, für größere
mindestens alle zwei Stunden. Für einen Zwischenstopp
finden Sie mit etwas Geschick interessantere Orte als einen
Autobahnrastplatz. Suchen Sie an der geplanten Route nach
Seen oder sonstigen, lohnenden Plätzen.
Tipp:
Bewegung, Bewegung, Bewegung!
Was
für uns Erwachsene gilt, gilt für Kinder erst recht:
Gehen Sie in einer Pause nicht direkt in einen Rasthof, sondern
animieren Sie Ihre Kinder zu Bewegung an der Luft. Nachlaufen,
Fangen, Federball oder Frisbee sind geeignete Beschäftigungen.
Bedenken Sie außerdem: Alle Beteiligten im Auto brauchen
genügend Bewegungsspielraum!
Tipp:
Abwechslung & Unterhaltung
Gegen
Langeweile sind Such- und Ratespiele, Auszählspiele und
Lieder- und Märchen-CD bestens bewährt. Auch Singen
im Auto macht mindestens so viel Spaß, wie Singen unter
der Dusche (zumindest eine Zeit lang :o)). Kinder müssen
aktiv teilnehmen: Geben Sie Ihren Kindern Aufgaben - Sie können
z.B. bei der Gelegenheit lernen, wie man eine Karte liest,
welche Autokennzeichen es gibt und vieles mehr.
Erfinden Sie situativ Spiele: Überlegen Sie lustige Namen
für Kennzeichen, die Sie sehen, wie z.B. "Hinkende
Hexen" für HH oder "Dicke Dinos" für
DD - Ihr Kind wird das begeistert aufgreifen. Sinnvoll ausgewählte
Spielsachen tragen viel dazu bei, dass sich die Kinder im
Auto wohlfühlen. Spitze und harte Gegenstände bleiben
allerdings zuhause, genauso wie Spielsteine, die umherfliegen
können. Empfehlenswert sind Kuscheltiere. Sie teilen
die Reiseerlebnisse mit den jüngsten Mitfahrern.
Tipp:
Reiseempfindlichkeit läßt sich mindern
Während
der Fahrt nicht zu viel und zu schwer essen, rasante Kurvenfahrten
sowie ruckartiges Anfahren und Bremsen vermeiden. Wenn einem
Kind im Auto leicht schlecht wird, sollte es Kaugummi gegen
Reiseübelkeit kauen oder ein Akupressur-Armband (gibt
es in Apotheken) tragen. Oder Sie massieren ihm zwei Tropfen
Lavendelöl, mit etwas Olivenöl verdünnt, auf
die Magengrube. Der Duft hemmt den Brechreiz.
Während
der Fahrt nicht lesen oder malen, sich mit Musik- oder Hörkassetten
ablenken, nach vorn aus dem Fenster gucken, viel Frischluft,
in den Fahrpausen Bewegung, homöopathische Mittel gegen
Reisekrankheit (z. B. Cocculus oder Tabacum in D6-Potenz).
Um ein Malheur zu vermeiden, halten Eltern am besten auch
eine Plastiktüte oder einen Spielzeugeimer griffbereit,
falls ein Kind plötzlich spucken muss. Außerdem
ein Paket Feuchttücher.
Tipp:
Bei Hitze ausreichend Flüssigkeitszufuhr!
Wenns
heiß ist, können Sie ein Badetuch auf den Kindersitz
legen. Es saugt den Schweiß auf und macht die Reise
für Ihr Kind dadurch wesentlich angenehmer. Denken Sie
auch an einen Blendschutz, und natürlich: trinken, trinken,
trinken. Wenn möglich nicht ausschließlich gezuckerte
Softdrinks, sondern auch (mit Wasser verdünnte) Fruchtsäfte
oder kühle (nicht eiskalte) Früchtetees.
Die
Wahl des richtigen Reiseziels entscheidet
Grundsätzlich
ist für die meisten Reiseländer ein Mix von Zahlungsmitteln
empfehlenswert. Eine Kreditkarte (bitte ohne PIN-Code,
diesen sollten sie niemals schriftlich festhalten) sollte
in jedem Geldbeutel stecken, denn nicht in allen Ländern
werden ec-Karten bzw. Maestro-Karten durchgängig akzeptiert.
Zudem fordern die meisten Autoverleiher eine Kreditkarte,
über die eine Kaution hinterlegt werden kann. Wer sparen
will, sollte sich aber vor Reiseantritt nach den Gebühren
beim Geldabheben und Bezahlen erkundigen. Erkundigen Sie sich
im Falle eines Urlaubs in einem Land mit anderer Währung
bei Ihrem Geldinstitut über die sinnvollste Vorgangsweise
beim Geldwechsel - in Bezug auf Höhe des Wechselbetrages
vorab im Inland und die möglichen Gebühren und Konditionen
beim Wechseln vorort.
Wenn
Reiseschecks, Kredit- oder ec-Karten abhanden kommen, ist
schnelles Handeln gefragt. Sobald der Reisende den Verlust
bemerkt, muss er die Karten sofort telefonisch sperren lassen
und die örtliche Polizei informieren. Wenn nämlich
mit den Karten eingekauft wird, wollen Kartenausgeber oder
Banken häufig einen Polizeibericht sehen, um die Haftungsfrage
zu klären. Schreiben Sie sich deshalb vor Reiseantritt
die wichtigsten Telefonnummern auf (dies betrifft auch Telefonnummern
des eigenen Mobilfunkbetreibers, der sofort das Sperren des
verlorenen/gestohlenen Handys veranlassen kann) und bewahren
Sie diese getrennt von Ihren Karten auf!
Reiserichtlinien
für Buchungen via Reisebüro
Je
besser Sie sich vor dem Urlaub vorbereiten, umso entspannender
wird die schönste Zeit des Jahres auch für Sie sein.
Folgende Fragen sollten Sie sich bei der Urlaubsplanung stellen:
-
Ist das Klima am Urlaubsort für Ihr Kind gut verträglich?
Vermeiden Sie Reisen in Länder mit einem stark abweichenden
Klima, da Kinder viel empfindlicher auf Klimawechsel reagieren.
- Die
Ferienunterkunft sollte kindgerecht ausgestattet sein und
den Kindern genug Platz zum Toben und Spielen bieten. Viele
Reiseveranstalter und Ferienanlagen bieten z.B. bereits
spezielle Kinderhotels oder "kinderfreundliche"
Unterkünfte an.
- Eine
ausreichende medizinische Vorsorge am Urlaubsort; es sollte
ein Kinderarzt und eine Apotheke in der Nähe erreichbar
sein.
- Es
sollte sichergestellt sein, dass Babykost und Pflegemittel
am Reiseort zu kaufen sind.
- Sind
andere Kinder zum Spielen vor Ort?
- Bietet
der Urlaubsort für Kinder interessante Ausflugsziele?
- Es
ist vorab genau zu klären, ob das Umfeld der Ferienunterkunft
potentielle Gefahren birgt, wie z.B. eine vielbefahrene
Strasse in unmittelbarer Nähe.
Gesundheitsvorsorge
bei Reisen
Kinder
sind vor allem durch Infektionen stärker gefährdet,
da ihr Abwehrsystem oft noch nicht ausgereift ist und im kindlichen
Organismus gegen viele, auch harmlose Infektionen noch keine
Abwehrstoffe aus früheren Erregerkontakten existieren.
Außerdem reagieren Kinder weitaus sensibler auf Veränderungen
im regulären Tagesablauf und im Ernährungsregime.
Besonders zu beachte ist, dass bei Kindern eine andere Relation
zwischen Körperoberfläche und Körpergewicht
besteht. Relativ gesehen ist die Hautoberfläche größer
als beim Erwachsenen. Das bedeutet, dass die Gefahr von Flüssigkeitsverlusten
durch Schwitzen, das Risiko von negativen Umwelteinflüssen
(auch zu intensiver Sonnenstrahlung) größer ist.
Die "Reserven" des kindlichen Organismus sind auch
geringer als beim gesunden Erwachsenen. Ein Durchfall bei
kleinen Kindern ist wegen des Flüssigkeits- und Salzverlustes
daher weitaus bedrohlicher.
Vor
einer Fernreise mit Kindern sollte unbedingt mit einem Arzt
besprochen werden, welche Schutzmaßnahmen sinnvoll sind.
Nicht jede mögliche Impfung kann im konkreten Falle beim
jeweiligen Reiseziel sinnvoll sein. Auch Impfungen bergen
gewisse Risiken, und die sollten nicht höher als das
Erkrankungsrisiko sein.
Vor jeder Fernreise muss der Impfausweis des Kindes kontrolliert
werden. Die von der Staatlichen Impfkommission empfohlenen
Standardimpfungen, die im jeweils aktuellen Impfkalender enthalten
sind, müssen durchgeführt worden sein. Dazu zählen
die Schutzimpfungen gegen:
-
Diphtherie,
- Wundstarrkrampf,
- Keuchhusten,
- Kinderlähmung,
- Masern,
- Mumps,
- Röteln und
- Haemophilus influenzae B (HiB).
Die
relativ große Hautoberfläche des kindlichen Organismus
und die zarte, dünne Haut gefährden sie besonders
für einen Sonnenbrand. Dieses Risiko wird von vielen
Eltern unter-schätzt. Jeden Sonnenbrand "merkt"
sich der Organismus. Er kann den Keim für einen späteren
Hautkrebs oder andere Hautveränderungen darstellen. Das
Empfinden der Erwach-senen ist dabei nicht maßgebend.
Was die alte haut eventuell noch reaktionslos verträgt,
kann für ein Kind bereits viel zu viel UV-Licht sein.
Kinder müssen daher in den Tropen möglichst mit
heller Baumwollkleidung vor zu intensiver Sonne geschützt
werden. Sonnenschutzmittel mit hohem Lichtschutzfaktor sind
ein Hilfsmittel, aber kein Freibrief für Unvernunft!
Besonderen
Schutz muss der Kopf des Kindes erhalten. Helle Mützchen
oder Hüte sind daher beim Aufenthalt in der Sonne Pflicht,
sonst drohen u.a. Sonnenstich oder Hitzschlag.
Vorsicht
mit dem Barfußlaufen an unbekannten Stränden oder
im Binnenland. Nicht nur Schlangen- und Insektenbisse drohen,
auch andere Parasiten können über die Fußhaut
eindringen (z.B. Hakenwürmer).
Kleine
Verletzungen sind bei herumtollenden Kindern bekanntlich häufig.
Sie müssen nicht dramatisiert werden. Auf keinen Fall
sollten derartige kleine Wunden jedoch mit Wasser ausgewaschen
werden. Zu reinigen ist allenfalls die Wundumgebung. Auch
Salben haben auf offenen Wunden nichts zu suchen. Am besten
ist es, die kleinen Hautdefekte abzudecken (möglichst
sterile Kompressen aus der Apotheke; es genügt aber auch
ein sauberes Taschentuch o,ä.). Eine aktuelle Tetanusschutzimpfung
entsprechend dem Impfkalender muss allerdings vorausgesetzt
werden.
Außerdem
sollten Sie jedenfalls vor Urlaubsbeginn Ihre Reiseapotheke
auf Vollständigkeit und Aktualität (keine abgelaufenen
Medikamente) überprüfen. Beachten Sie zu diesem Thema auch unseren Beitrag Die besten Reisetipps für einen gesunden und erholsamen Urlaub.
Tipp:
Passen Sie den Urlaub an die Kinder an und nicht die Kinder
an den Urlaub!
LINKTIPPS:
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Reisen für Risikogruppen (Kinder, Schwangere, ältere
Menschen Diabetiker usw.)
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Reiseschutzimpfungen: Alle wichtigen Impfungen im Überblick
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Richtig Reisen - Tipps & Tricks für Reisen mit dem
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